Ernährung

4 Möglichkeiten, um Deine Essgewohnheiten zu optimieren

Wenn Du diesen Blog liest, bin ich fast sicher, dass Du Dir ab und zu Gedanken darüber machst, was Du zu Dir nimmst.

Hat es zu viele oder zu wenige Kalorien, ist es “gesund”, fettreich oder fettarm? Sind genügend Vitamine vorhanden? Und wie ist überhaupt das Verhältnis der Makronährstoffe zueinander? Ist es verarbeitet? Biologisch angebaut?

Aber wie oft machst Du Dir Gedanken darüber, wie Du Deine Nahrung zu Dir nimmst? Und ist das überhaupt wichtig?

Es ist wichtiger, als Du denkst. Je nachdem, wie Du das Essen Deinem Körper zuführst, kann er es besser oder schlechter verwerten.  Ausserdem hat die Psyche, wie so oft, auch noch ein Wörtchen mitzusprechen.

Willst Du gesund leben, ein paar Kilos verlieren oder Deine Performance verbessern? Dann macht es Sinn, sich die folgenden 4 Strategien etwas näher anzusehen.

Wie kannst Du Deine Essgewohnheiten unglaublich verbessern?

Kauen, kauen, kauen

Vor mehreren Jahren las ich einmal ein Buch, in welchem unendliche Gesundheit, ein sexy Körper und natürlich ein langes und glückliches Leben angepriesen wurde – man musste dazu nur jeden Bissen gefühlte 100 Mal kauen. Ganz so extrem ist es natürlich nicht – aber wenn Du Dein Essen gründlich kaust, erleichterst Du Deinem Körper die Verdauungsarbeit immens. Die Nährstoffe können besser aufgenommen werden, ein Teil der Nahrung wird mit Enzymen im Speicher schon vorverdaut und Du leidest weniger unter Blähungen und Völlegefühl.

Ausserdem benötigst Du deutlich mit dieser Strategie länger für eine Mahlzeit. Da der Körper dem Kopf nach ungefähr 15 Minuten signalisiert, dass er satt ist, nimmst Du weniger Kalorien zu Dir, wenn Du langsamer ist.

Den Genuss zelebrieren

Wie oft hast Du etwas Leckeres zu Dir genommen und warst plötzlich überrascht, dass es schon zu Ende war? Einfach weil Du parallel gesprochen hast, einen Film geschaut hast oder sogar am Arbeiten warst? Mir passiert das, ehrlich gesagt, immer wieder einmal. Das Problem dabei ist, dass Du unbewusst mehr zu Dir nimmst, als Du denkst – einfach weil Du die Signale des Körpers ignorierst. Du merkst nicht, wenn etwas zu salzig ist oder Du bereits satt bist und ausserdem verpasst Du die ganze genussreiche Erfahrung. Ich versuche daher die folgenden Strategien umzusetzen:

  • Die Lebensmittel schön anrichten. Hierbei hat es mir sehr geholfen, dass ich vieles sowieso für Instagram fotografiere. Dadurch gebe ich mir mehr Mühe beim Arrangement (auch wenn ich mal alleine esse) und präsentiere die Speisen hübsch. Kerzen, Servietten, Tischdecken und schickes Geschirr helfen hier übrigens auch.
  • Keine Ablenkungen. Keine Bücher, Computer, Smartphones oder Fernseher neben oder vor dem Teller. Es ist ok, sich voll und ganz auf die Speisen zu konzentrieren.
  • Achte auf die Details. Wie ist die Textur? Die Konsistenz? Wie hört es sich an, schmeckt es, wie ist die Temperatur? Passen die Nuancen zueinander? Wenn Du darauf achtest, wirst Du ausserdem früher oder später auch besser kochen lernen.
  • Mach Pausen. Wenn Du oft zu schnell isst, hilft es, wenn Du das Besteck nach jedem Bissen erst einmal hinlegst. Tief durchatmest. Und erst dann den nächsten Bissen auflädst.

Setz Dich hin

Eine weitere ungünstige Gewohnheit ist das Essen im Stehen. Wir kaufen uns auf dem Weg zur Arbeit ein Brötchen und essen es, während wir auf den Bus warten. Oder im Auto. Wir stehen vor dem Kühlschrank und probieren ein kleines (oder grosses) Stück von einer Leckerei. Wir nehmen einen Snack und essen ihn noch vor dem Schrank stehend.

Mach es Dir zur Gewohnheit, Dich während des Essens hinzusetzen. Du geniesst es dadurch intensiver, isst bewusster und nimmst weniger Speisen zu Dir, die Du eigentlich gar nicht essen wolltest. Warte lieber 10 Minuten, bis eine Sitzgelegenheit kommt und zelebriere das Häppchen. Das ist es sicherlich wert!

Völlegefühl vermeiden

Fühlst Du Dich manchmal nach einem guten Essen aufgebläht und völlig überfressen? Oder machst Du Sprüche, dass man Dich nach Hause rollen kann? Dann hast Du sehr wahrscheinlich ein bisschen zu viel zu Dir genommen. Mach es Dir zur Gewohnheit, nur so viel zu essen, bis Du etwa 80% voll bist. Für mich war dabei hilfreich, mir immer wieder klarzumachen, dass genug da ist. Wenn ich doch nur zu 60% voll war und in einer Stunde wieder essen möchte, kann ich das tun – es wird keine Hungersnot ausbrechen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich das Essen in einer Stunde ganz vergessen habe.

 


Deine nächste Mission zum besten DU:

Betrachte Deine Essgewohnheiten einfach einmal mit ein bisschen Abstand. Gibt es da noch irgendwo Optimierungspotenzial? Und wenn ja – könntest Du dieses noch heute umsetzen?


 

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com

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5 comments

  1. […] Wie man allgemein seine Essgewohnheiten verbessern kann, das verrät uns „Eigener Weg“ in diesem Beitrag. […]

  2. Das sind echt gute Tipps! Ich werde es mal Versuchen, sie zu benutzen

    1. Vielen Dank Dir Mike :-)

  3. Schöner Artikel! :) Wirklich gut geschrieben, wobei ich auch klar sagen muss, dass ich kein Problem habe während dem Essen zu reden oder einen Film zu sehen, ich merke da auch, wenn ich satt bin. Früher habe ich es nicht gemerkt, dann habe ich mir antrainiert auf mein Hungergefühl zu hören (ohne “äußere” Einflüsse) und seitdem funktioniert das richtig gut. Viel schlimmer war für mich aber das zu schnelle Essen, also gewöhnte ich mir an, nach dem ersten Löffel/der ersten Gabel oder dem ersten Bissen erst einmal das Besteck wegzulegen, fertig zu essen und erst dann den nächsten Bissen vorzubereiten. Das war für mich wirklich immens wichtig und dadurch isst man auch wesentlich langsamer und merkt auch schneller wenn man satt ist. :)
    _________________

    Dankeschön. :-* Ich mag die Wochenzusammenfassungen auch sehr gerne, vorallem seit ich sie damals umgestellt habe. ^^

    Hast du denn Favoriten was den Kameragurt angeht? Ansonsten könnte ich dir noch einen Link schicken. *hehe*

    Liebe Grüße
    Shanee

    1. Liebe Shanee

      Ich finde es total spannend, dass Du auf das Hungergefühl hören kannst UND gleichzeitig etwas anderes tun kannst – das muss ich mir auch einmal antrainieren :-)

      Ein Link zu den Kameragurts wäre klasse – bis jetzt konnte ich mich nämlich noch überhaupt nicht entscheiden :-D

      Ganz liebe Grüsse
      Ariana

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