Ernährung

5 Knackige Gemüsesorten – fern der Normalität

Gemüse mit Couscous

Es handelt sich um einen Beitrag ohne Kennzeichnungspflicht. Mehr dazu hier.

An was denkst Du als erstes, wenn Du das Wort “Gemüse” hörst? An Salat, Gurken und Radieschen? Spinat, Karotten und Zucchini? Oder Paprika und Tomaten?

Der Vorteil an diesen Sorten ist mit Sicherheit, dass es sie beinahe überall zu kaufen gibt. Aber gerade wenn Du daran arbeitest, Deine Gemüsekonsumation zu verdoppeln (oder zu verdreifachen), kann es mit der Zeit etwas langweilig werden, wenn immer die selben Sorten auf dem Tisch stehen. Daher möchte ich Dir heute 5 knackige Sorten vorstellen, welche Du mit Sicherheit noch nicht probiert hast.

Spargelerbsen

Spargelerbsen sehen aus wie Erbsen – schmecken aber ähnlich wie Spargeln. Du kannst sie z.B. wie normale Zuckererbsen mit der ganzen Hülse in Butter andämpfen und als Beilage servieren. Oder aber Du kochst die Spargelerbsen weich und pürierst sie anschliessend. Daraus lässt sich mit Zugabe von etwas Sahne oder Bouillon und verschiedenen Gewürzen eine wunderbare Suppe zaubern. Wie auch andere Hülsenfrüchte sind sie reich an Eiweiss. Ausserdem enthalten sie Vitamin A, B und C sowie Kalzium und Phosphor.

Artischocken

Artischocken werden den meisten von uns wahrscheinlich ein Begriff sein. Aber hast Du diese tatsächlich bereits einmal selbst zubereitet? Es lohnt sich – sie enthalten nämlich die Vitamine A, B, C und E sowie Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor. Ausserdem macht es einfach Spass, die Artischocken zu verspeissen (so lange Du dabei niemanden beeindrucken möchtest). Um sie zuzubereiten, entfernst Du zuerst die harten äusseren Blätter, den Stil, die Blüte und die Blattspitzen. Mit einem Löffel oder einem scharfen Messer kannst Du nun die Fasern am Artischockenboden entfernen. Daraufhin musst Du sie nur noch weichkochen – in Salzwasser, Bouillon oder Zitronenwasser. Mit der Gabel kannst Du daraufhin die Blätter abtrennen und in einen Dip tauchen – das Herz kann verschnitten und daraufhin ebenfalls verspeist werden.

Topinambur

Für mich hört sich Topinambur schon äusserst exotisch an. Dabei wurde sie bereits Anfang des 17. Jahrhunderts in Europa eingeführt. Sie schmeckt leicht nussig und erinnert entfernt an Haselnüsse. Daher lässt sie sich auch sehr gut bei Süsspeisen einsetzen. Du kannst sie z.B. geschält und geraffelt roh in einem Salat geniessen, als Kartoffelersatz in Aufläufen und Gratins verwenden oder einfach 10 – 20 Minuten in Wasser gekocht als Beilage servieren. Im Vergleich zu Kartoffeln ist der Gehaltsstoff an Mineralien deutlich höher (Eisen, Kalium und Kalzium). Ausserdem enthält Topinambur Vitamin A, B1 und B2 und Niacin. Einen weiteren Inhaltsstoff möchte ich ebenfalls noch erwähnen: Inulin. Dies ist ein Balaststoff, welcher bei übermässigem Verzehr zu Blähungen führen kann. Taste Dich also langsam an eine gut verträgliche Menge heran.

Pastinaken

Pastinaken sehen etwa aus wie gelbe Karotten, schmecken allerdings süsslich/ nussig oder je nach Sorte beinahe schon scharf. Sie haben einen recht hohen Kohlenhydrategehalt und enthalten die Vitamine A, B, C und E. Ausserdem sind sie reich an Kalium, Eisen, Folsäure, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Bei der Zubereitung empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Pastinake zu schälen. Danach kannst Du sie wie Karotten zubereiten – entweder in Butter andünsten und als Beilage reichen oder zu einem Gratin, Eintopf, einer Gemüsepfanne hinzufügen oder roh zu einem Salat beigeben.

Wildkräuter

Immer öfter sehe ich bei mir in der Umgebung Werbeschilder für Wildkräutermärkte. Dabei werden Bärlauch, Löwenzahn oder Brennesseln angeboten. Was sind die Vorteile hiervon? Da diese Sorten noch nicht hochgezüchtet wurden, enthalten sie durchschnittlich viel mehr Vitamin, als z.B. eine Tomate oder ein Blattsalat aus dem Gewächshaus. Mir machen die komplett neuen Geschmackserlebnisse  (Brennesseltee, Bärlauchsalat) unglaublichen Spass. Wenn Du nicht weisst, welche der Teile besonders gut bekömmlich sind oder wie Du die Pflanzen zubereiten sollst, kannst Du ausserdem direkt beim Verkäufer nachfragen – meistens habe ich so noch weitere zusätzliche Inspirationen erhalten.

 


Deine nächste Mission zum besten Du

Möglicherweise möchtest Du eine dieser Sorten direkt ausprobieren. Ansonsten empfehle ich Dir, bei nächster Gelegenheit in einen sehr grossen Supermarkt zu spazieren, einen Markt aufzusuchen oder direkt bei einem Bauernhof mit Hofladen vorbeigehen. Wähle dieses Mal bewusst nicht diejenigen Sorten aus, welche Du bereits kennst. Stattdessen möchte ich, dass Du ein ganz fremdes „Ding“ in Deinen Einkaufswagen legst. Du kannst immer noch Zuhause die Zubereitungsart ergoogeln. Ich bin gespannt, auf Deine Erlebnisse.

 


Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

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16 comments

  1. Hallo Ariana,

    von Spargelerbsen habe ich noch nie gehört – wo kann man so etwas überhaupt kaufen? Wildkräuter kann man sogar selber noch in der Natur holen (wenn man sich auskennt.)

    Artischocken, Pastinak und Topinambur kenne ich schon, leider sind das so Sachen die ich viel zu selten in der Küche verwende.

    Eine schöne Präsentation von einigen Gemüsesorten, von denen wir ruhig mehr essen könnten :-)

    Liebe Grüße Anna

    1. Liebe Anna
      Ich habe diese Spargelerbsen einmal in einem relativ grossen Supermarkt gesehen – allerdings war dies auch eine Aktion, bei welcher unbekanntere Gemüsesorten in den Fokus rücken sollten :-)
      Kennst Du Dich mit Wildkräutern aus? Ich traue es mir leider nicht zu, diese direkt im Wald zu sammeln. Einerseits wüsste ich nicht, ob ich diese nicht verwechseln würde und andererseits hätte ich Sorgen, mir einen Fuchsbandwurm o.ä. einzufangen.

      Liebe Grüsse
      Ariana

      1. Hallo Ariana,

        nein ich kenne nur die Brennnessel… hihi

        Mit Wildkräuter habe ich mich nicht befasst und mir geht es gleich wie dir. Leider.

        Liebe Grüße

  2. Danke für diese Gemüsepräsentation – fast alle kenne ich, auch wie Anna nicht die Spargelerbsen, noch nie davon gehört !!

    Artischocken mag ich auch sehr, esse sie auch selten, eher schon die Wildkräuter, die finde ich auch hier vor Ort. Eigentlich isst man – ich jedenfalls – meist die gleichen Gemüsesorten, ich liebe Salate in jeglicher Form mit Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Oliven, Kräutern, frischem Basilikum, Karotten, Champignons, Frischkäse, Thunfisch, leckerem, selbst angerührtem Dressing – variierend !

    1. Liebe Margitta

      Es freut mich sehr, wenn ich Dir noch eine neue Gemüsesorte näherbringen konnte :-)

      Und mit Deinem Bericht über den Salat hast du mir jetzt direkt Hunger gemacht :-) Dabei hatte ich erst vorhin ein leckeres Abendessen mit einem Wassermelonen-Feta-Ruccola-Kopfsalat.

      Liebe Grüsse
      Ariana

  3. Liebe Ariana
    Wie immer super geschrieben, sehr spannend und anregend. Es ist toll, wie du die exotischeren Gemüse beschreibst und es inspiriert zu neuen Ideen und neuen Kombinationen. Ich persönlich liebe auch Gemüse und dies in allen Variationen und natürlich auch immer wieder unterschiedliche Sorten. Es ist super, was man da alles machen kann. Die Idee mit den Wildkräutern und dem Bummel auf einem einheimischen Markt finde ich auch toll. Da findet sich auch immer wieder etwas Neues:) Ich freue mich schon auf deine nächsten tollen Tipps!
    Liebe Grüsse Astrid:)

    1. Liebe Astrid
      Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar – ich habe mich riesig gefreut! Du bist ja eigentlich der Spezialist in der Gemüsezubereitung, lass uns doch mal gemeinsam einen Bummel auf einem Markt machen und danach die neuen Sorten kochen :-)
      Liebe Grüsse
      Ariana

  4. Hm interessant, Spargelerbsen kannte ich auch nicht – aber Pastinaken gehören zu meinem Standardrepertoir seitdem ich damals für meinen Sohn daraus Brei gekocht hatte. Wildkräuter (zwar von Lebebur und nicht frisch) habe ich vor kurzem auch mal probiert, Brennessel im grünen Smoothie war schon eine Erfahrung.

    Ich mag es auch hin und wieder etwas neues auszuprobieren, wobei das zu Gemüsekisten-Zeiten einfacher war, da bekommt man das geliefert. Jetzt muss ich doch mal bewusst zu etwas neuem greifen.

    1. Hallo Daniel
      Brennessel im grünen Smoothie? Das hört sich richtig spannend an – war es schlussendlich eine gute Erfahrung oder eher eine schlechte? :-)
      Von Lebepur habe ich nun schon einiges gehört und werde die wahrscheinlich auch bald einmal testen.
      Liebe Grüsse
      Ariana

      1. Naja, sagen wir mal so – mit dem Pulver muss man schon sehr vorsichtig dosieren. Allerdings hatte ich für den Smoothie auch kein richtig süßes Obst. Darum hat die Brennessel sehr intensiv (bitter) herausgeschmeckt. Ähnlich wie das Rote Beete Pulver muss man da erst mal eine gute Mischung finden.

        Aber das Weizengras ist prima – vor allem weil der Smoothie dann so richtig schön Giftgrün wird :-)

  5. Liebe Ariana,

    mir geht es wie den meisten hier: nur die Spargelerbsen sind mir unbekannt. Aus Zeitmangel greife ich derzeit oft zu Gemüsemischungen aus der Tiefkühltheke – das kann ich mittags gemeinsam mit vorgebratenem Fleisch in der Firmenmikrowelle aufwärmen als passables kohlenhydratarmes Gericht. Aber leider nicht sehr abwechslungsreich.

    Für eßbare Wildkräuter gibt es unterdessen gute Bücher, z.B. von Steffen Fleischhauer. Damit habe ich mir schon einige neue Pflanzenkenntnisse angeeignet. Es gibt auch viele Internetseiten, die sich mit dem Thema befassen und oft ganze Serien dazu verfaßt haben, z.B. die Kolumne „Schätze der Natur“ auf http://www.iknews.de. Ich glaube, das Thema ist im Trend, also sollte es leicht sein, vor Ort beispielsweise ein Angebot von Kräuterwanderungen zu finden. Auch in jeder Wildnisschule können entsprechende Kurse besucht werden. Etwas Vorsicht ist schon geboten, es gibt giftige Pflanzen, die schon in geringen Mengen gefährlich sind, und manchmal gibt es eine Verwechslungsgefahr mit eßbaren Pflanzen.

    Ein Salat rein aus Wildkräutern schmeckt viel herzhafter und abwechslungsreicher als der übliche Salat. Schade, daß ich in diesem Jahr bisher keine Zeit dafür gefunden habe, ich bekomme gerade richtig Appetit darauf. Beispiele für eßbare Wildkräuter, die ich schon verwendet habe: Giersch, Löwenzahn, Brennessel, Sauerampfer, Portulak, Spitzwegerich, Knoblauchrauke, Gänseblümchen, Klettenlabkraut, Johanniskraut, Nachtkerze, Wilde Melde, Wilde Rauke, junge Blätter von Birken, Buchen, Linden, Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, junge Triebe von Schilfgräsern.

    Brennesselblätter (jetzt im Sommer sollte man nur die obersten Blätter nehmen) schmecken köstlich in Rührei – nach dem Kochen brennt da auch nichts mehr.

    Liebe Grüße,
    Louise

    1. Liebe Louise
      Ich habe vor einiger Zeit eine Studie gelesen, nach welcher Tiefkühlgemüse zum Teil sogar mehr Vitamine enthält als frisches Gemüse – sooo schlecht ist das also gar nicht :-)
      Die Idee mit der Wildnisschule oder mit Kräuterwanderungen finde ich klasse – dabei könnte ich direkt das Wandern mit etwas nützlichem verbinden. Ich habe mich schon ans Googeln gemacht :-)
      Und die Brennesselblätter muss ich einmal ausprobieren – die erkenne ich mit Sicherheit!
      Liebe Grüsse
      Ariana

      1. Liebe Ariana,

        willst Du es wirklich mal mit selbstgesammelter Brennessel probieren? Das ist eine echte Powerpflanze, voller Magnesium, Kalium, Eisen und Silicium, dazu sind die Samen (ab Spätsommer) sehr eiweißreich. Aktuell kannst Du außer den oberen noch zarten Blättern auch die Blütenstände verwenden (die grünlichgelben Stengel mit kleinen Knospen – die Knospen kann man abstreifen oder ggf. die dünnen Stengel einfach mitessen).

        Zum Sammeln verwende ich gerne dünne Gummihandschuhe (oder lasse mich halt brennen). In der Küche hilft es, die Blätter zwischen zwei Küchenkrepptücher zu legen und diese dann zu verwringen oder mit einem Nudelholz drüber zu rollen. Dann brechen die Brennhaare ab. Beim Kochen verschwinden sie aber auch.

        Da viele Wildkräuter ungewohnte Bitterstoffe enthalten, würde ich am Anfang vorsichtig dosieren, evt. zunächst nur als exotisches Gewürz verwenden (frische oder getrocknete Brennesselblätter statt Petersilie, das mache ich im Winter gerne als nährstoffreiche Zugabe) oder mit vertrauten Gemüsen mischen – z.B. Rührei mit Zucchini und Wildkräuterzugabe.

        Aktuell ist eine gute Zeit, Blüten zu sammeln und zu trocknen für den Teevorrat, z.B. Johanniskraut oder die köstlich duftenden Lindenblüten, die später einen guten Erkältungstee ergeben. Als leichtes Antidepressivum nehme ich gerne eine Mischung aus Lindenblüten, Johanniskraut (Blätter und Blüten) und Brombeerblättern.

        Falls Du noch Fragen zu Wildkräutern hast, gebe ich gerne mein Wissen weiter.

        Liebe Grüße,
        Louise

  6. Liebe Ariana,

    du sagst es – wie oft stand ich schon voller guter Vorsätze im Supermarkt in der Gemüseabteilung… und dachte dann, och nö, nicht schon wieder Karotten. Dabei gibt es wirklich so tolle Gemüse! Bis auf die Spargelerbsen kenne ich die von dir genanten Sorten eigentlich auch alle, das Problem ist nur, diese beim schnellen Wochenendeinkauf bei den großen Discountern zu finden. Von daher habe ich gerade den Vorsatz gefasst, doch auch mal wieder auf dem Markt und in Bioläden zu schauen und vielleicht sogar mal etwas selbst anzupflanken. Ganz lieben Dank für die tolle Inspiration!

    Liebe Grüße

    Vera

    1. Liebe Vera
      Erst einmal herzlich Willkommen auf dem Blog :-) Das stimmt, bei den Discountern gibt es leider wirklich jede Woche wieder die gleichen “normalen” Gemüsesorten. Es ist ja nicht so, dass diese schlecht sind, aber etwas Abwechslung macht das Leben dann doch spannender :-) Es freut mich sehr, dass ich Dich inspirieren könnte – und wenn Du wirklich mal etwas anpflanzt, so lass es mich doch wissen – ich bin neugierig auf Deine Erfahrungen :-)
      Ganz liebe Grüsse
      Ariana

  7. […] Kochbücher durchstöbern und etwas neues ausprobieren. […]

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