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Buchbesprechung: Besser Laufen mit der Pose Method

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links und eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten). Mehr dazu hier.

Schneller werden, Ausdauer steigern, Verletzungen vermeiden, Beweglichkeit und Koordination verbessern? Welcher Läufer könnte da schon nein sagen?

Wie Du all dies erreichen kannst, erfährst Du in Besser laufen mit der Pose Method von Nicholas Romanov

Der Inhalt

Wenn jemand Tennis lernen möchte, so organisiert er erst einmal einen Tennis-Lehrer und lässt sich die Techniken beibringen. Beim Ballett ist es ähnlich – da wird eine Stunde besucht und an den Details gefeilt. Der Autor hat sich daher gefragt, warum sich beim Laufen keiner Gedanken um die Technik macht und jeder direkt losläuft. Die Folgen sind schlechte Laufleistungen und zahlreiche Verletzungen. Er hat sich daher dieses Problems angenommen und eine Methode entwickelt, mit der man sowohl seine Leistung steigern kann, als auch gesund bleiben wird.

Soweit so gut. Ich muss jedoch zugeben, dass ich ihm (in Gedanken natürlich) schon bei dieser Einleitung widersprochen habe. Es gibt schliesslich genügend Sportarten, welche man ohne ein ausgiebiges Techniktraining ausführen kann und sich dennoch nicht verletzt (wandern, Fahrrad fahren…). Andererseits hat er sicherlich recht damit, dass man seine Leistung steigern kann, wenn man seine Technik optimiert.

Um diese zu verbessern, zerlegt er das “Laufen” in drei verschiedene Bewegungsformen: Pose, Fall und Pull. Dabei geht es darum, dass wir viel weniger aktiv tun sollten – weder mit den Armen laufen, noch die Knie aktiv anheben, die Füsse nicht aktiv auf den Boden setzen und sich auch nicht aktiv abdrücken. Da dies wahrscheinlich anfangs noch einige Mühe bereitet, stellt er für jeden Bereich mehrere Übungen vor, mit denen “pose, fall und pull” geübt werden kann. Ausserdem gibt es verschiedene Drills, um die einzelnen Techniken zu kombinieren.

Die Übungen sind schön dargestellt und leicht nachzumachen. Ich fand es etwas extrem, dass der Leser dazu aufgefordert wurde, auf keinen Fall mehr normal zu laufen, sondern ab jetzt nur noch die Drills und anschliessend den neuen Laufstil durchzuführen. Erfahrungsgemäss werden durch solche Aussagen viele Leser etwas verschreckt und probieren die Methode gar nicht erst aus.

Dabei lohnt sich die restliche Lektüre des Buches durchaus. Der Autor spricht nämlich einige weitere Bereiche an, welche unglaublich wichtig für eine gute Lauftechnik sind und spezifisch trainiert werden sollten. So betont er die Wichtigkeit eines Krafttrainings und stellt hier auch einige Trainingspläne vor. Zudem zeigt er, wie man die Muskelelastizität verbessern kann (mit tollen und zum Teil auch ungewöhnlichen Sprungübungen) oder wieso die Hüftmuskulatur trainiert werden muss und welche Übungen dazu verwendet werden können. In diesem Fall wir die Hüftmuskulatur übrigens mit “Core-Stability” – also Rumpfstabilität gleichgesetzt.

Auch das Training der “Hamstrings” (hintere Oberschenkelmuskeln) wird gezeigt. Mich hat dabei gestört, dass die Übersetzer immer wieder einmal englische Begriffe stehen liessen oder eben seltsam übersetzt haben (Core mit Hüfte oder Hamstring überhaupt nicht übersetzt) – einen anatomisch nicht so versierten Leser wird das durchaus irritieren. Ausserdem hätte ich es schön gefunden, wenn es noch mehr Übungen ohne Geräte für die “Hamstrings” gegeben hätte.

Dafür fand ich es wieder sehr gelungen, dass extra ein Dehnprogramm eingebaut wurde. Statt der Illustrationen wurde dieses auch mit echten Fotos bebildert. Auch die weiteren Trainingsformen (Laufen im Sand, Bergabläufe, Crosstraining) sowie das Kapitel zur Angst vor dem Laufen waren interessant.

Alles in allem würde ich das Buch zwar mit einer gehörigen Portion Skepsis ansehen – aber wenn man weiss, dass man sich nicht an alles zu 100% halten muss, so enthält es schöne Zusatzübungen, welche das Lauftraining bestimmt verbessern.

Du bist noch unsicher? Hier findest Du weitere Informationen und eine Leseprobe zu dem Buch.

 


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim riva Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

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