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Buchbesprechung: Das Kochbuch fürs Immunsystem

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links Mehr dazu hier.

Es ist bereits einige Zeit her, seit ich Dir das letzte Kochbuch vorgestellt habe. Heute ist es wieder einmal soweit: Dieses Mal mit einem besonders interessanten Exemplar: Das Kochbuch fürs Immunsystem von Fern Green.

Der Inhalt

Wie wichtig ein gut funktionierendes Immunsystem ist, wurde uns spätestens in den letzten beiden Jahren bewusst. Etwas weniger präsent ist jedoch, wie eng die Ernährung mit dem Immunsystem verflechtet ist. Aber keine Sorge – egal wie gross Dein Wissensstand zu diesem Thema ist – in „Das Kochbuch fürs Immunsystem“ findest Du mit Sicherheit alles, was Du wissen möchtest.

Bevor ich vertieft auf den Inhalt eingehe, möchte ich aber erst einmal das unglaublich schöne Design dieses Kochbuchs loben. Der Text und die Fotos, resp. Grafiken verschmelzen zu einer wunderschönen Einheit und sorgen dafür, dass Du das Buch gerne immer wieder in die Hand nimmst – und sei es auch nur zum Blättern.

Apropos Fotos: Mir gefiel der schlichte und gleichzeitig ansprechende Stil ausgesprochen gut. Die Rezeptbilder machen Lust darauf, gleich loszulegen – und Deine Kreationen sehen üblicherweise anschliessend auch genauso aus, wie auf den Fotos – Win-Win würde ich dazu sagen.

Was wir essen, wirkt sich auf unsere Gedanken, unser Verhalten, unsere Stimmung und unsere Laune aus und auch auf unsere Fähigkeit, sportliche Leistung zu erbringen, zu entspannen und zu schlafen. Es betrifft Hormone, Haut, Blut, Organe, Knochen und Muskeln.

Aus „Das Kochbuch fürs Immunsystem“

Bevor wir aber zu den Rezepten kommen, findest Du hier gut 70 Seiten Theorie. Dabei erfährst Du erst einmal, was das Immunsystem überhaupt ist und wie es arbeitet. Anschliessend zeigt Dir Fern Green auf, welche Nahrungsmittel das Immunsystem besonders gut unterstützen und was Du tun kannst, um das Immunsystem zusätzlich zu optimieren (Stichwort: Schlaf!).

Dabei fand ich es wunderbar, dass einerseits komplexe Zusammenhänge immer mit klaren Grafiken unterstrichen wurden. Schön war zudem, dass auf jedes Thema detailliert eingegangen wurde. So erfährst Du z.B. im Detail, welche Kräuter für was gut sind oder welche Pilze Dich unterstützen können. Auch unbekanntere Exemplare (Cordyceps oder Tragant) werden anschaulich beschrieben.

Auch wenn es z.B. darum geht, mehr Sprossen zu essen, folgt direkt die ausführliche Anleitung zur Sprossenzucht.

Die Psychoneuroimmunologie ist ein relativ neuer Zweit der medizinischen Wissenschaft. Sie untersucht, wie sich unser Denken und Fühlen auf unsere Immunität auswirkt. Je mehr Sie über die Abläufe im Körper wissen und sich um sich selbst kümmern, desto besser werden Sie sich fühlen, und das wirkt sich gut auf Ihr Immunsystem aus.

Aus: „Das Kochbuch fürs Immunsystem“

Im zweiten Teil des Buches werden Dir Mahlzeiten für 28 Tage vorgestellt, um Dein Immunsystem zu boostern. Dabei beginnt jede Woche mit einer übersichtlichen Einkaufsliste sowie einem Zeitplan. Anschliessend findest Du pro Tag 3 Mahlzeiten und manchmal noch ein Rezept für einen Snack.

Grundsätzlich fand ich diese Aufstellung sehr gelungen, wenn Du tatsächlich planst, 28 Tage lang diesem Programm zu folgen. Falls Du eher ab und zu einmal ein Rezept ausprobieren möchtest, war es jeweils etwas schwierig, die passenden Mahlzeiten zu finden.

Am Programm selbst gefielen mir einige Details nicht. So schwankt z.B. die Gesamtkalorienanzahl pro Tag etwas. Manchmal müsstest Du mit 1’200 Kalorien durchkommen, manchmal waren es eher um die 1’800 Kalorien. Hier müsstest Du jeweils vor dem Wocheneinkauf kurz prüfen, ob die Rezeptmengen für Dich Sinn machen – 1’200 Kalorien sind für die meisten Personen schon arg wenig.

Manchmal fand ich es für eine Person auch eher schwierig umzusetzen. So brauchst Du z.B. in der zweiten Woche 2.5cm Salatgurke oder 1.5 Paprika – somit bleiben viele Reste übrig, was ich etwas schade finde. Gerade bei einem Wochenplan hätte es mir geholfen, wenn die Rezepte so aufgebaut gewesen wären, dass man bis Ende Woche zwei ganze Paprikas braucht – einfach nur tolle Rezepte zusammenstellen, schaffe ich auch alleine.

Schlechte Ernährung beschreibt man am besten so: Man bekommt aus dem Essen nicht alle für eine gute Gesundheit wichtigen Nährstoffe und isst Produkte, die mit der Zeit zu Übergewicht führen und das Wohlbefinden beeinträchtigen.

Aus „Das Kochbuch fürs Immunsystem“

In der Einleitung hätten manche Themen auf etwas weniger Platz zusammengefasst werden können. So wurden z.B. pro Doppelseite jeweils 8 Lebensmittel miteinander verglichen. Dies hätte locker auch auf einer Seite Platz gehabt. Aber andererseits – so sah es wenigstens richtig schön aus.

Die Rezepte selbst sind sehr lecker und zudem schnell nachzukochen – klasse an stressigen Tagen. Wenn Du also nicht planst, Dich sklavisch an den Wochenplan zu halten und gerne mehr über eine perfekte Ernährung für das Immunsystem wissen möchtest, kann ich Dir das Buch auf jeden Fall empfehlen.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Vielen Dank an den riva Verlag für das Rezensionsexemplar. Fotos von mir selbst.

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