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Buchbesprechung: das Kochbuch gegen Migräne

Ich gehöre zum Glück zu denjenigen, die nur ein paar Mal im Jahr unter Migräne leiden – dann aber umso heftiger. In meinem Bekanntenkreis befinden sich jedoch einige Freunde und Freundinnen, die diese Krankheit deutlich öfter erwischt und welche schon alles mögliche ausprobiert haben, um endlich schmerzfrei zu leben. Da kommt dieses Buch gerade rechtzeitig: Das Kochbuch gegen Migräne von Tara Spencer

Der Inhalt

Bei so einer komplexen Thematik darf die Theorie selbstverständlich nicht fehlen. Die Autorin sieht das genauso und beginnt erst einmal damit, das Krankheitsbild “Migräne” zu beschreiben. Für alle, die sich damit nicht auskennen: Darunter fällt weit mehr als nur Kopfweh. Man kann die Migräne üblicherweise in vier Phasen einteilen: Die Vorbotenphase, die Auraphase, die Attacke selbst und die Rückbildungsphase. Diese können sich über wenige Stunden bis hin zu mehrere Tage ziehen.

Tara Spencer weisst gleich zu Beginn auf mögliche Auslöser sowie gängige medizinische Behandlungen hin. Im nächsten Kapitel geht sie auf mögliche ganzheitliche Methoden und verschiedene Naturheilmittel sowie Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel ein.

Ich fand es schön, dass sie hierbei die Methoden wertungsfrei vorgestellt hat und auch immer wieder darauf hinweist, dass Migräne bei jeder Person ein wenig unterschiedlich ist und daher auch auf unterschiedliche Methoden anspricht.

Daraufhin geht es endlich mit der spezifischen Ernährung los. Auf diese Ernährungstherapie war ich besonders gespannt und finde, sie klingt auch durchaus vernünftig. Erst einmal erhältst Du grundsätzliche Hinweise zur idealen Ernährung (Wenig/Kein Zucker, wenig/keine Milchprodukte, wenig Koffein, wenig Alkohol, kein Gluten, viel Obst und Gemüse und viel Eiweiss). Abgesehen vom Gluten ist diese Ernährungsform sicherlich für jeden von uns gesund.

Anschliessend weisst sie auf verschiedene Lebensmittel-Trigger hin, welche die Migräne auslösen könnten. Auf diese sollte für 4 Wochen komplett verzichtet werden. Daraufhin können sie, ähnlich wie bei einer Ausschlussdiät, Stück für Stück wieder eingeführt werden. Der Aufwand ist für Gelegenheitsmigränepatienten sicherlich deutlich zu hoch. Bei jemandem, der jedoch mehrmals wöchentlich darunter leidet, kann sich der Aufwand auf jeden Fall rechnen.

Für diese 4 Wochen wird Dir zudem ein sehr detaillierter Speiseplan mit sämtlichen Rezepten, einer Einkaufsliste sowie einem Symptomtagebuch zur Verfügung gestellt.

Auch auf typische Schwierigkeiten (Auswärts essen, Zeitsparen), sowie den exakten Ablauf zur Wiedereinführung von Lebensmitteln geht die Autorin ein.

 

Im letzten Abschnitt folgen die Rezepte. Diese werden jeweils von richtig tollen Fotos illustriert und verfügen über sämtliche Informationen, die man sich wünschen kann: Portionsangaben, Vorbereitungszeit, Garzeit und allenfalls Wartezeiten, Nährwertangaben sowie tollen Hintergrundinformationen zu den Zutaten. An dieser Stelle möchte ich zudem darauf hinweisen, dass nicht nur die Rezepte optisch etwas hermachen – auch der Rest des Buches ist sehr klar und ansprechend aufgemacht.

Die Einteilung der Rezepte entspricht einem normalen Kochbuch: Frühstück, Suppen und Salate, Hautpgerichte mit Fleisch oder Fisch, vegetarische Hauptgerichte, Snacks, Desserts und Grundrezepte

Auch wenn ich nicht beurteilen kann, wie gut die Rezepte (resp. der Verzicht auf die Trigger) gegen Migräne helfen, so kann ich doch beurteilen, wie gut diese schmecken. Und zwar hervorragend! So war ich zwar bei einem Frühstückssmoothie mit Karotten, Äpfeln, Mango, Gurke und Thymian erst sehr skeptisch – fand die Geschmackskombination aber schlussendlich genial. Auch die anderen Gerichte punkten geschmacklich und haben mich auf ganzer Linie überzeugt – lediglich die Zubereitungszeiten fand ich persönlich etwas sehr sportlich 😉 Wie in vielen Kochbüchern hatte ich da das Gefühl, dass die Vorbereitung der Zutaten (z.B. in Streifen geschnittene Paprika, gehackter Koriander) nicht miteinberechnet wurde.

Ich denke, dass das Buch sicherlich eine tolle Option für jeden ist, der seine Migräne ganzheitlich behandeln möchte. Und die Familienmitglieder profitieren gleichzeitig von neuen, leckeren Rezepten.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Books4Success Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst

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