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Buchbesprechung: Den Fels im Griff

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links. Mehr dazu hier.

Normalerweise sind Bücher bereits mit spannenden Texten gefüllt und Deine Aufgabe ist es (oder Dein Wunsch), diese zu lesen. Bei Den Fels im Griff von Sebastian Steude ist es umgekehrt: Das Buch ist bis auf wenige Vorgaben leer und es liegt an Dir, dieses mit Leben zu füllen.

Der Inhalt

Wie oft hast Du bereits eine tolle Klettertour unternommen und warst ein paar Jahre (oder schon Monate) später nicht mehr ganz sicher, ob diese wirklich so schwer war, wie sie Dir in Erinnerung ist? Oder war es nur der lange Abstieg, der besonders kräftezehrend war?

Mit diesem Buch wird Dir das nicht mehr passieren. Auf jeweils einer Doppelseite hast Du genügend Platz, um Dir die wichtigsten Punkte zur letzten Tour zu notieren. Dabei kannst Du zuerst die Eckdaten zur Tour angeben (Schwierigkeit, Länge, Dauer, Begleitung etc.). Anschliessend wählst Du bei hübschen Icons aus, wie der Begehungsstil, der Charakter, die Absicherung und das Gestein war.

Hier hätte ich mir eine Legende zu den Icons gewünscht. So ganz klar war mir nämlich nicht, was mit den unterschiedlichen Absicherungsarten oder Charakteren gemeint war.

Die darauf folgenden Icons waren dafür wieder eindeutig: Wie war das Wetter, die Landschaft, das Können, die Felsqualität und die Stimmung? Besonders hilfreich fand ich zudem, dass am Schluss auch das verwendete Material und genügend Platz für Notizen vorhanden war – schliesslich lässt sich vieles nicht einfach in einem Icon unterbringen.

Der Bereich für die Topo habe ich manchmal auch einfach für weitere Notizen verwendet – so ganz talentiert bin ich beim Zeichnen nämlich nicht. Auf den beiden Beispiel-Touren des Autors siehst Du jedoch, dass man sich hier durchaus ausleben könnte.

Am Ende der Tourenberichte folgen noch eine Jahresübersicht und ein Entwicklungsbaromenter sowie einige durchaus nützliche Checklisten zum Klettern an sich. Du erfährst, wo es schöne Gebiete gibt, wie die Schwierigkeitsskalen zu deuten sind und einige Basics zur ersten Hilfe. Ich denke jedoch, dass dieser Bereich sich insbesondere als Nachschlagewerk eignet – wenn man sich schon ein extra Buch für die Tourenplanung zulegt, wird einem auch z.B. die Toposymbolik geläufig sein.

Für mich hätte sich das Buch noch ein klein wenig steigern können, wenn es nebst Klettertouren auch für Wanderungen oder Klettersteige / Klettergärten geeignet wäre – damit hätte man viel mehr Möglichkeiten, um die Seiten zu füllen. Andererseits habe ich so eine Motivation, wieder mehr nach draussen zu gehen.

Alles in allem finde ich das Buch einerseits für mich selbst unglaublich praktisch – andererseits eignet es sich sicherlich auch ganz toll als Geschenk. Wie Du weisst, nähert sich Weihnachten ja immer mit sehr grossen Schritten.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim riva Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst.

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