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Buchbesprechung: Der Medici Effekt

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links. Mehr dazu hier.

Es kann schon einmal vorkommen, dass man den Zugang zu einem Buch nicht sofort findet. Dass sich dieses jedoch von der hässlichen Raupe zu einem traumhaften Schmetterling verpuppt, ist sehr selten. Aber es passiert. Wie zum Beispiel mit Der Medici-Effekt:Wie Innovation entsteht von Frans Johansson

Der Inhalt

Das vorliegende Buch ist eine Neuauflage und wurde ursprünglich im Jahre 2004 zum ersten Mal veröffentlicht. Irgendjemand hatte daher die Idee, dem eigentlichen Buch ganze 50 Seiten an zähen Einleitungen, Vorworten und Vorbemerkungen voranzustellen. Ich hätte diese natürlich problemlos überspringen können – da ich aber immer von der Angst geplagt werde, damit etwas wichtiges zu übersehen, arbeitete ich mich hartnäckig von Seite zu Seite. Und wurde immer gelangweilter und enttäuschter. Das soll also dieses viel gelobte Buch sein?

Zum Glück habe ich es nicht aus der Hand gelegt – sobald der Autor mit dem ersten Kapitel zur Sprache kommt, wendet sich das Blatt völlig und ich kam gar nicht mehr dazu, genügend Post-Its zu finden, um all die spannenden Stellen zu markieren.

Grundsätzlich geht es in diesem Buch darum, Schnittstellen zwischen zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Themenbereichen zu kreieren und damit ungewöhnliche Lösungen zu finden. So kombinierte Deborah Prothrow-Stith das Thema Gewaltprävention mit eingehenden Fällen in der Notaufnahme. Marcel Samuelsson probierte sich an einer Fusion von typisch schwedischen Gerichten mit internationalen Aromen. Und Eric Bonabeau entwickelte ein Telekommunikationsnetz mit ameisenähnlichen Agenten.

Nun könnte man davon ausgehen, dass die Kombination verschiedener Fachbereiche relativ leicht ist. Dem ist aber nicht so – um Schnittstellen zu erfolgreichen Innovationen werden zu lassen, sind zahlreiche Schwierigkeiten zu umgehen. Einerseits müssen Barrieren überwunden werden, man muss die richtigen Kombinationen finden und diese zum Laufen bringen. Daher widmet sich auch der gesamte dritte Teil dem Thema “Intersektionale Ideen in die Tat umsetzen”. So geht es zum Beispiel darum, wie man mit Misserfolgen umgehen sollte, wie man sein Netzwerk geschickt nutzt (oder hinter sich lässt) oder wie man Risiken geschickt abwägt.

Mir gefiel dabei die Mischung aus anschaulichen Beispielen und konkreten Handlungsvorschlägen. Selbstverständlich wirken manche der Beispiele für uns völlig normal und nicht mehr die Spur innovativ – schliesslich arbeiten wir schon seit über 10 Jahren damit. Das Prinzip lässt sich damit jedoch sehr gut erläutern.

Auch die Handlungsvorschläge sind sehr gelungen. So weist der Autor zum Beispiel darauf hin, dass die Menschen sich grundsätzlich am Liebsten mit anderen Personen umgeben, die ihnen am ähnlichsten sind. Dies zeigt sich auch bei Vorstellungsgesprächen, bei denen die Personaler intuitiv den Kandidaten auswählen, der mit ihnen am meisten gemeinsam hat. Um herausragende Ergebnisse zu erzielen, ist diese Strategie aber eben gerade nicht richtig: Dafür bedarf es einer Gruppe möglichst unterschiedlicher Menschen, damit Ideen aus allen möglichen Bereichen einfliessen können (Arbeiten, bei denen Ideen ausdrücklich nicht gewünscht sind, sind davon natürlich ausgenommen).

Alles in allem verfügt dieses Buch über zahlreiche hervorragende Ideen, um Innovationen zu generieren. Ich kann es daher jedem empfehlen, der sich beruflich oder privat mit diesem Thema beschäftigt.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim PLASSEN Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

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