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Buchbesprechung: Eat like an Athlete

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Links. Mehr dazu hier.

Manche Menschen schauen sich gerne Kunstwerke in einer Galerie an. Ich hingegen blättere genussvoll durch meine Bücher und erfreue mich an denjenigen mit der schönsten Aufmachung. Bei manchen stimmt einfach alles – die Fotos, die Grafikelemente, die Farbgebung – ein wahres Fest für die Augen. So auch das Buch Eat like an Athlete.

Der Inhalt

Zum Thema Sporternährung existieren schon relativ viele Bücher. Meistens decken sie jedoch nur einen Bereich ab, wie zum Beispiel die optimale Ernährung für Kraftsportler oder wie man sich als Triathlet ernähren sollte. Was aber, wenn keines dieser Bücher so ganz 100% zu Dir passt? In diesem Fall schnappst Du Dir einfach “Eat like an Athlete”. Hier handelt es sich nämlich um ein wirklich solides Grundlagenwerk, in welchem Du alles rund um die Sporternährung findest.

Besonders geschickt fand ich die Idee, dass die Autoren am Anfang 10 fiktive Sportler eingeführt haben. Jeder von diesen trainiert eine andere Sportart mit unterschiedlicher Intensität. Schön war, dass dabei auch eher ausgefallene Sportarten dabei waren (z.B. Hockey oder Gesellschaftstanz) und auch bei den Personen alle möglichen Varianten vertreten waren: Von der ehrgeizigen Wettkämpferin bis hin zum gemütlichen Laufanfänger.

Höchstwahrscheinlich wird keine dieser Personen exakt mit Dir übereinstimmen – es wäre ja auch tragisch, wenn man sämtliche Menschen auf 10 Varianten herunterbrechen könnte. Aber ich fand es sehr hilfreich, dass bei sämtlichen Kapiteln immer wieder einer der Sportler als Beispiel herangezogen wurde. So erhältst Du laufend konkrete Beispiele, welche dafür sorgen, dass der Inhalt sehr anschaulich und leicht verständlich wird.

Inhaltlich wurde das Buch in vier Bereiche gegliedert. So erfährst Du zuerst einmal, was es überhaupt heisst, sich gesund zu ernähren (z.B. der Eiweissbedarf und die verschiedenen Brennstoffe für den Körper). Anschliessend wird im Detail auf die sportspezifische Ernährung eingegangen – darunter fallen z.B. Hinweise für die passende Nahrungsaufnahme beim Sport. Schlussendlich stellen die Autoren Dir noch einige Nahrungsergänzungsmittel vor, welche Dich bei Spitzenleistungen unterstützen sollen.

Besonders gut hat mir zudem das letzte Kapitel gefallen, in welchem besondere Bedingungen wie z.B. Höhe, Kälte, Verletzungen oder ein gestörtes Essverhalten thematisiert wurden.

Sporternährung ist immer Massarbeit. Viele Wege führen nach Rom und nicht immer gibt es die perfekte Lösung. Oft gilt es, das Beste aus den Möglichkeiten zu machen, die einem zur Verfügung stehen.

Aus “Eat like an Athlete”

Man merkt bei den Inhalten, dass die Autorinnen sehr viel Erfahrung in dieser Thematik haben und ausgebildete Ernährungsberaterinnen sind. Die Hintergründe sind solide und sehr schön strukturiert.

Mir sind lediglich zwei Details aufgefallen, über welche ich gestolpert bin. So beschreiben sie z.B. den typischen Ammoniak-Atem, welcher oftmals in der Ketose (wenn jemand keine Kohlenhydrate isst) entsteht. Dieser wird pauschal als ungünstig bezeichnet und sie geben diesen Personen den Rat, mehr Kohlenhydrate zu essen. Ich hätte mir hier noch einen Exkurs zu den Low-Carb Diäten gewünscht, um den Inhalt auch zu dieser Thematik zu vervollständigen.

Ausserdem haben sie die Nahrungsergänzungsmittel in verschiedene Kategorien eingeteilt – von “wissenschaftlich bewiesen effektiv” bis hin zu “auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur”. Hier muss ich zugeben, dass ich bei einigen Nahrungsergänzungsmitteln eine andere Klassifizierung gewählt hätte. So haben sie z.B. Magnesium der zweitschlechtesten Kategorie zugeteilt und schreiben, dass der Nutzen nicht erwiesen sei und die Anwendung daher nicht sinnvoll. Das kann ich so nicht unterschreiben.

Zu der wunderschönen Aufmachung habe ich schon in der Einleitung etwas geschrieben – aber an dieser Stelle nochmals: Das Buch sieht einfach bildhübsch aus und die tollen Rezeptefotos animieren direkt zum Nachkochen. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht allzu viele Rezepte getestet habe. Der Couscoussalat war sehr lecker – genauso wie die Muffins, welche aber leider nicht zusammenhielten und eher zu einer Art Granola zerfielen. Aber so habe ich sie halt gelöffelt – Not macht erfinderisch ;)

Alles in allem kann ich das Buch auf jeden Fall als solides Grundlagenwerk zum Thema Sporternährung empfehlen. Du erfährst darin alles, was Du wissen musst – unabhängig davon, ob Du Kraftsport machst, Ausdauersport, kletterst, in einer Mannschaft spielst oder etwas ganz anderes.

Achtest Du auf eine besondere Sporternährung?


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Meyer & Meyer Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst.

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