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Buchbesprechung: Extrem Gesund

Es gibt Bücher, die will man einfach unbedingt mögen. Da klingt der Titel vielversprechend, der Klappentext macht neugierig und die Thematik ist superspanned. Genau so ein Buch war Extrem gesund: Wie uns eiskaltes Wasser und extreme Höhe gesünder und fitter denn je machen von Scott Carney. Weshalb ich schlussendlich doch hin- und hergerissen war, erfährst Du in dieser Rezension.

Der Inhalt

Der Inhalt klingt richtig spannend. Mit regelmässigen Atemübungen und eisiger Kälte werden wir einerseits fitter – andererseits sollen wir auch gesünder werden und viele Krankheiten heilen können. Darunter auch unheilbare. Die Methode selbst stammt von Wim Hof – geschrieben hat das Buch allerdings Scott Carney, welcher den Versprechungen zu Beginn etwa gleich skeptisch gegenüber stand, wie Du jetzt wahrscheinlich.

Diese Aufteilung macht das Buch schon einmal sehr glaubhaft. Der Autor betrachtet die Wim-Hof-Methode kritisch und hinterfragt auch immer wieder einmal die Motivation des Gründers der Methode. Es ist spannend, mitzuerleben, wie seine anfängliche Skepsis langsam in Begeisterung umschwenkt. Wenn Du nun einfach nachzumachende Anleitungen erwartest, muss ich Dich jedoch gleich wieder enttäuschen. Es handelt sich hierbei um einen packenden Erfahrungsbericht. Die Methoden selbst sind jedoch so gefährlich, dass man sie nur im Seminar erlernen sollte. Ich zitiere einfach einmal:

…und selbst dann sollte man sich darüber klar sein, dass diese Praktiken gefährlich sind und schwere Verletzungen oder den Tod nach sich ziehen können.

Hm – da will man einfach nur fitter werden und muss gleich mit dem Tod rechnen? Dieser Widerspruch zieht sich durch das ganze Buch und hat meine Skepsis durchaus erhöht. Ich muss zugeben, dass ich die wenigen Tipps, die darin standen, schlussendlich auch nicht ausprobiert habe. Schliesslich will ich weiter für Dich Blogposts schreiben 🙂

Allerdings übertreibt der Autor auch an anderen Stellen ungeniert. So beschreibt er das Stehen im Schnee vor einem Saunagang als furchtbare, stechende Schmerzen – dabei hat es in meiner Sauna einen Schneeraum und dort zu stehen ist durchaus angenehm. Auch bei Hindernisläufen zitiert er gerne die Haftungsausschlüsse, in welchen auch vom Tod und schweren Verletzungen gesprochen wird und macht seine Berichte dadurch gefährlicher, als sie eigentlich waren.

Wenn man das Buch mit einer gesunden Distanz liest, ist es jedoch durchaus brauchbar. Die Geschichten sind unterhaltsam und an der Theorie, dass wir alle viel zu wenig abgehärtet sind, ist auf jeden Fall etwas dran.  Es ist zudem sehr inspirierend, zu sehen, zu was Menschen fähig sind: z.B. in 28 Stunden ohne nennenswerte Probleme mit der Höhenkrankheit und mit so gut wie keiner Schutzbekleidung auf den Kilimandscharo wandern.

Wenn Du also einen unterhaltsamen Erfahrungsbericht zu einer neuen Methode suchst, ist dieses Buch für Dich sehr gut geeignet.
 


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Books4Success Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst

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