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Buchbesprechung: Futter fürs Gehirn

Normalerweise essen wir, um satt zu werden. Gelüste zu befriedigen. Oder weil wir abnehmen oder zunehmen möchten. Selten machen wir uns dabei Gedanken, wie die Nahrung unser Gehirn beeinflusst. Damit ist jetzt Schluss: In Futter fürs Gehirn von Dr. Michelle Schoffro Cook erfährst du, wie Lebensmittel und dein Gedächtnis zusammenhängen.

Der Inhalt

Die Tatsache, dass du diesen Artikel liest, beweist dass dein Gehirn funktioniert. Aber weisst du eigentlich, wie dieses aufgebaut ist und wie du es am besten unterstützen kannst? Kennst du möglicherweise in deinem Umfeld jemanden, der an Demenz, Alzheimer oder an einer anderen Gehirnerkrankung leidet oder bist du selbst davon betroffen? Möchtest du dein Gehirn unterstützen? In diesem Fall empfehle ich dir erst einmal den ersten Teil dieses Buches: Darin wird dir ausführlich erklärt, wie du eine bessere Gehirn- und Gedächtnisleistung erzielen kannst. Die Information sind sehr gut aufbereitet und auch für den Laien schnell zu verstehen. Etwas schade fand ich lediglich, dass darin ein einfacher Test eingebaut wurde, mit dem du herausfindest, wie gesund dein Gehirn ist. Ich glaube nicht, dass ein Buch der richtige Rahmen für so einen Test ist.

Das zweite Kapitel ist das Herz dieses Buches. Darin wird dir ein Vier-Wochen-Plan zur Stärkung deines Gehirns vorgestellt. Sämtliche Strategien wurden in 60-Sekunden-Gehirn-Gesundheit-Tipps aufgeteilt. Damit erhältst du einfache Strategien, welche du ohne grossen Aufwand in deinen Alltag einbauen kannst. Selbstverständlich musst du jedoch nicht alle gleichzeitig umsetzen. Der grösste Teil der Ratschläge befasst sich mit dem Essen (zum Beispiel wie du von Kernobst profitieren kannst, was Tee für dich tut oder ob es gut ist, Fleisch zu essen). Einige davon berücksichtigen jedoch auch den Rest deiner Lebensumgebung. Wusstest du zum Beispiel, wie Raumerfrischer dein Gedächtnis beeinflussen können oder wie schädlich die Wirkung von Stress ist?

Die Tipps selbst sind immer gleich aufgebaut: Zuerst erfährst du, warum zum Beispiel ein bestimmtes Lebensmittel deinem Gehirn hilft. Obwohl die Autorin versucht hat, die Erklärungen sehr einfach zu halten, sind sie zum Teil dennoch sehr medizinisch abgefasst. Kleines Beispiel gefällig?

Das Team stellte fest, dass Salbei das Enzym Acetylcholinesterase (AChE) hemmt. AChE spaltet den Neurotransmitter Acetylcholin, der eine wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen Gehirnzellen spielt.

Im nächsten Abschnitt wird dir gezeigt, wie du das neu erworbene Wissen konkret umsetzt (bei diesem Beispiel: Du kannst Salbei gegen Ende der Kochzeit zu Suppen, Eintöpfen oder Geflügelgerichten hinzufügen). Selbstverständlich kannst du daher die komplexen Hintergründe auch erst einmal überfliegen und direkt zur Praxis übergehen. Im letzten Teil erfährst du, wie dir dieser Tipp abgesehen von  den positiven Auswirkungen auf das Gehirn nützlich sein kann. (Bei diesem Beispiel: Salbei hilft auch gegen Verdauungsstörungen, bei übermässigem Schwitzen sowie bei Mund- und Blasenentzündungen).

Natürlich kannst du dir nun selbst einige Rezepte ausdenken, in denen die gewünschten Lebensmittel vorkommen. Einfacher ist es jedoch, wenn du dich an den Rezeptteil am Ende des Buches wendest. Ich fand es etwas schade, dass keinerlei Bilder vorhanden waren. Das Design ist zwar durch die filigranen Illustrationen sehr schick – ein richtiges Foto ist für mich aber kaum zu toppen. Ansonsten sind die Rezepte lecker, auch für Anfänger schnell zuzubereiten und gut beschrieben.

Das Buch ist ungewöhnlich und schafft es durch die Verknüpfung von medizinischem Fachwissen als auch praktischen Tipps, sowohl für Laien als auch für Profis eine Bereicherung zu sein. Ich kann es daher jedem wärmstens ans Herz legen, der sich mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte.

 


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Books4Success Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst

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2 comments

  1. Das ist ein richtig gutes Buch, kann ich auch nur empfehlen! Wünsche mir, das viel mehr Menschen über die Auswirkung der Ernährung auf unsere Hirnleistung machen.

    Besten Gruß,
    Christoph

    1. Lieber Christoph
      Es freut mich sehr, dass Dir das Buch ebenfalls gut gefallen hat 🙂
      Liebe Grüsse
      Ariana

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