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Buchbesprechung: Geniale Drinks alkoholfrei

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links. Mehr dazu hier.

Zu manchen Themen kannst Du aus einem bunten Strauss von Büchern auswählen – da breiten sich Regale oder sogar ganze Büchereien vor Dir aus.

Aber dann gibt es auch Gebiete, bei denen es eher wüstenähnlich zugeht. Zum Beispiel Reiseführer zu Kirgistan. Oder Bücher mit Rezepten für alkoholfreie Drinks. Und während ich durchaus verstehe, dass es nicht allzu viele Touristen nach Kirgistan zieht, fand ich es bisher immer wieder überraschend, wie mager die Buchauswahl zum Thema alkoholfreie Drinks ist – abgesehen von Smoothie-Büchern. Dabei ist diese Thematik keineswegs so abwegig – schliesslich gibt es zahlreiche Menschen, welche auf Alkohol verzichten und dennoch nicht immer nur zum Orangensaft greifen wollen. Mit Geniale Drinks alkoholfrei schliesst Richard Man daher eine grosse Lücke.

Der Inhalt

Richard Man beschäftigt sich schon so gut wie sein ganzes Leben mit Spirituosen. Dabei ging es ihm allerdings nie um den Alkohol an sich, sondern um besonders raffinierte Geschmackskombinationen – sei dies nun zusammen mit einer leckeren Mahlzeit oder einfach nur für sich.

Während der Schwangerschaft seiner Frau fiel ihm auf, dass sie in den meisten Restaurants nur noch zwischen zuckerigen Softgetränken oder Wasser auswählen konnte – was beides nicht unbedingt dazu dient, das Geschmackserlebnis zu optimieren.

Ein Getränk muss gut schmecken, egal ob mit oder ohne Alkohol. Getränke, die zum Essen serviert werden, müssen dazu passen, egal ob mit oder ohne Alkohol. Und Ihre Gäste sollen einen fantastischen Abend erleben, egal ob mit oder ohne Alkohol.

Aus “Geniale Drinks alkoholfrei”

Dies war der Hauptgrund, warum sich Richard Man in den letzten Jahren vor allem darauf konzentriert hat, alkoholfreie und spannende Getränke zu kreieren. In diesem Buch gibt er nun sein Wissen an Dich weiter.

Für mich ist es unglaublich wichtig, ob ein Buch auch optisch etwas hermacht. So motivieren tolle Fotos gerade in Kochbüchern dazu, etwas auszuprobieren und führen dazu, dass ich immer wieder von neuem darin blättere und mich inspirieren lasse. Ich glaube, es lässt sich bereits auf den hier abgebildeten Bildern erkennen: Die Fotografien in diesem Buch sind ganz grosse Kunst. Es wird zwar oft nicht der fertige Drink abgebildet, sondern die dazu benötigten Zutaten – aber das auf eine Weise, die mein Designherz gleich höher schlagen lässt.

Auch die übersichtliche und klare Gliederung sorgt dafür, dass es einfach Spass macht, in diesem Buch zu blättern.

Wonach und wie intensiv Zutaten schmecken, hängt von vielen Faktoren ab. Eine Obst- oder Gemüsesorte hat gerade keine Saison, eine Frucht wurde zu früh geerntet oder ist vielleicht überreif. Das muss man im Hinterkopf behalten, wenn man ein Getränkerezpet liest.

Aus Geniale Drinks alkoholfrei

In der Einleitung erfährst Du erst einmal die Grundlagen zu Geschmackskombinationen. Weshalb passt ein Getränk gut zu fettigem Essen und ein anderes besser zu einem leichten Gericht? Wie kombiniert man am Besten? Und wie kannst Du ein Getränk am Schluss perfekt auskombinieren?

Keine Sorge, wenn Dir die Theorie erst einmal noch zu komplex sein sollte. Du findest gleich zu Beginn eine Übersicht mit sämtlichen Drinks und den dazu passenden Mahlzeiten. Ausserdem steht bei jedem Rezept nochmals, mit was es sich am Besten kombinieren lässt und was ein Beispiel dazu wäre. So passt der “Spring Garden” (Ein Getränk aus Rhabarbernektar und Holunderblütensirup) gut zu leichter, frischen Küche und fettem Essen. Als Beispiel wurden Salat Nicoise, Sushi oder kalt geräucherter Lachs mit Kartoffeln in Dillsauce angegeben.

Die Menge an Säure bzw. Süsse in einem Getränk ist wichtig für einen ausgewogenen Gesamteindruck. Wie wir Säure und Süsse wahrnehmen und welche Menge der jeweiligen Grundqualität für uns genau richtig ist, ist jedoch individuell verschieden.

Aus “Geniale Drinks alkoholfrei”

Die Rezepte wurden nach ihrer Basis in einzelne Kapitel sortiert. So gibt es Drinks mit Wasser, Saft, Tee, Kombucha oder Wein, Bier und Cider. Am Ende findest Du zudem noch zahlreiche Grundrezepte – falls Du etwas einmal gerne selbst herstellen möchtest, statt es fertig zu kaufen. Oder falls die Läden in Deiner Umgebung keinen Himbeer-Shrub führen.

Ich fand es sehr angenehm, dass bei den Rezepten zahlreiche unterschiedliche Komplexitätsgrade vertreten waren. Während manche Zutaten sehr schwer zu beschaffen waren (z.B. Gen-Mai-Cha-Tee, Birnensirup oder Seedlip Spice), gab es auch viele Drinks mit ganz normalen Zutaten (z.B. ein Orange-Fenchel-Getränk), welche man überall findet.

Ich war sehr überrascht, wie leicht sich manche Drinks herstellen lassen und wie komplex sie dennoch schmecken. Grundsätzlich habe ich zwar nichts gegen Alkohol – allerdings trinke ich diesen eher selten und fand es daher toll, trotzdem richtig spannende Essensbegleiter zaubern zu können.

Alles in allem handelt es sich hier um ein wundervolles und umfassendes Buch zu alkoholfreien Drinks, welches mit einer tollen Optik punktet. Ich kann es mir daher auch sehr gut als Geschenk (z.B. für eine schwangere Freundin) vorstellen.

Hast Du schon einmal alkoholfreie Drinks ausprobiert?


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim riva Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst.

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