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Buchbesprechung: Mindlift

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links. Mehr dazu hier.

Bei manchen Genres ist es wirklich schwierig, versierte Leser noch vom Sockel zu hauen. Liebesromane sind so ein Beispiel – da geht es doch immer darum, dass sie ihn liebt und nicht kriegen kann (oder er es nicht merkt) bis er es dann merkt und sie nicht mehr will. Oder umgekehrt. Auf jeden Fall ist es ein einziges hin- und her. Warum ich diese Bücher trotzdem immer wieder gerne lese? Das liegt an der Verpackung- an der Geschichte darum herum. Am Schreibstil. Und manchmal finde ich sogar noch eine neue verblüffende Wendung.

Mindlift von Kasper Van der Meulen ist ein perfektes Beispiel dazu. Nein – es ist kein Liebesroman. Aber das Thema „mentale Fitness“ und „Mindset“ wurde in den letzten Jahren mit Sicherheit schon sehr gründlich bearbeitet. Warum er es trotzdem geschafft hat, mich mit diesem Buch zu begeistern, erzähle ich Dir heute:

Der Inhalt

Dieses Buch wurde in 5 verschiedene Teile aufgesplittet. Allerdings hatte ich beim Lesen eher das Gefühl, dass es zwei grosse Bereiche sind: Zuerst erfährst Du alles über den menschlichen Geist und spezifische Mindsets, die Dir helfen, das Beste aus Deinem Leben herauszuholen. Anschliessend erhältst Du zahlreiche praktische Ratschläge, um diese Mindsets im Alltag umsetzen zu können.

Dabei sind die Inhalte erst einmal nicht besonders neu. Du erfährst von der Macht der Fokussierung, wie Dich Gewohnheiten steuern und wie Du mit Deiner Einstellung Deinen gesamten Alltag (oder fast) verändern kannst.

Tun Sie alles, was Sie tun, mit Hingabe und fokussiertem Bewusstsein, damit Sie es intensiv erleben. Und lassen Sie se los, wann immer Sie wollen. Das ist weder Selbstdisziplin noch Selbststeuerung, sondern echte persönliche Freiheit.

Aus „Mindlift“

Besonders fand ich dabei jedoch, dass der Autor schon beim Verfassen des Buches sein ganzes Wissen über den menschlichen Geist einfliessen lies. So sind die Kapitel gut verständlich, nicht allzu umfangreich und Du erfährst immer, wie lange es dauert, eines zu lesen. Unabhängig davon, ob Du eine echte Leseratte bist oder ob die Bücher bei Dir tendenziell eher verstauben, hilft Dir diese Methode, um dran zu bleiben. Auch der locker-leichte Schreibstil war sehr erfrischend und versorgte altbekannte Tatsachen mit hübschen neuen Kleidern.

Positiv fielen mir zudem die undogmatischen Ansichten des Autors auf: So ermutigt er Dich immer wieder, selbst mitzudenken und nicht einfach alles umzusetzen, nur weil er es Dir vorschlägt. Du kannst Dir einfach diejenigen Ideen herauspicken, von welchen Du überzeugt bist, dass Sie dir weiterhelfen.

Die einzige echte Freiheit ist die Entscheidungsfreiheit; Ihre Optionen einzuschränken, würde bedeuten, dass Sie Ihre Freiheit einschränken.

Aus „Mindlift“

In der Theorie werden 10 unterschiedliche „Mindsets“ vorgestellt. Dabei geht es zum Beispiel darum, sich auf diejenigen Dinge zu fokussieren, die Dir am wichtigsten sind und nicht auf diejenigen, welche Du jetzt gerade möchtest. Ein anderes Beispiel ist, dass man sich auf die Erweiterung der Komfortzone fokussieren sollte und nicht darauf, diese ständig zu verlassen. Wie Du siehst, handelt es sich dabei um scheinbar kleine Änderungen der inneren Einstellung, resp. der eigenen Haltung, welche bei mir jedoch sehr oft für den berühmten „Aha-Effekt“ gesorgt haben.

Auch wenn Sie sich ganz sicher sind, dass Sie eine unverbrüchliche Wahrheit entdeckt haben, sollten Sie einen gewissen neugierigen Reiz verspüren und sich fragen, ob Sie vielleicht etwas übersehen haben.

Aus „Mindlift“

Im letzten Teil werden Dir 50 Strategien – sogenannte Hacks“ vorgestellt, mit welchen Du Dein Leben erleichtern kannst und die „Mindsets“ im Alltag anwendest. Bei so vielen Ideen war es natürlich vorhersehbar, dass ich manche schon kannte (kalt duschen, Atemtechniken, Tipps zu mehr Bewegung etc.). Bei manchen habe ich jedoch auch wieder neuen Input erhalten (z.B. warum es Sinn macht, ein Musikinstrument zu erlernen und wie man neue Informationen mithilfe von Sinneserfahrungen in seinem neuronalen Netz verankern kann).

Die einzige mentale Grenze für das Erlernen von Musik ist die Vorstellung, sie müsse gut klingen. Wir glauben, Musik müsse harmonisch sein, um eine Daseinsberechtigung zu haben. Hier die gute Nachricht: Nicht gut musizieren zu können und es lernen zu müssen, trainiert Ihr Gehirn weitaus mehr als einfach perfekt spielen zu können. Perfektion hat keine Lernkurve.

Aus „Mindlift

Ich kann das Buch daher jedem ans Herz legen, der sich mit seinem Mindset auseinandersetzen will und eine gelungene Mischung zwischen Theorie und Praxis sucht.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim FBV Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst.

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2 comments

  1. Wenn meine Bücherliste nicht schon soooo lang wäre und der Stapel auf meinem Schreibtisch nicht schon soooo hoch. Aber man kann die Liste ja dennoch weiterführen. Denn es hört sich nach einer wunderbaren Ergänzung an.

    1. Liebe Din
      Ooooh, so geht es mir auch immer – die Liste an Wunschbüchern wird immer länger.
      Liebe Grüsse
      Ariana

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