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Buchbesprechung: Mut

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links Mehr dazu hier.

Nachdem ich vor einiger Zeit „In der Stille liegt dein Weg“ von Ryan Holiday gelesen hatte und davon restlos begeistert war, liegt es nahe, dass ich auf sein neues Buch auch unglaublich gespannt war: „Mut – das Glück ist mit dem Tapferen“.

Der Inhalt

Genau genommen handelt es sich bei „Mut“ nicht um ein einzelnes neues Buch, sondern um das erste einer kompletten Buchreihe. In der philosophischen Lehre des Stoizismus gibt es vier Kardinaltugenden: Mut, Mässigung, Gerechtigkeit und Weisheit. Dieses Buch widmet sich der ersten davon, dem Mut.

Am häufigsten fürchten wir uns davor, was andere Leute über uns denken könnten.

Das lähmt uns und verdreht uns. Diese Haltung verzerrt unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit und lässt uns auf eine so völlig verrückte und feige Art handeln, dass es schwer zu beschreiben ist.

Aus „Mut“ von Ryan Holiday

Wenn meine Zusammenfassung nun furchtbar kompliziert klang, kann ich Dich beruhigen. Das ist nur meine Zusammenfassung. Das Buch ist im Gegensatz dazu unkompliziert zu lesen – auch ohne grosse Kenntnisse über den Stoizismus.

Dies liegt daran, dass es Themen behandelt, die jede und jeder von uns gut kennt. So geht es im gesamten ersten Teil um die Furcht. In kurzen Kapiteln werden verschiedene Situationen, welche uns zum Fürchten bringen, behandelt. Was andere von uns denken. Die berühmten „Was wäre wenn…“ Fragen. Die Furcht vor Entscheidungen. Ob es noch Sinn macht, an etwas zu glauben.

Manche der Kapitel werden mit Beispielen aus der Geschichte und aktuellen Geschehnissen illustriert. In anderen lässt Ryan Holiday seinen feinen und prägnanten Humor zum Zuge kommen. Immer jedoch begeisterte er mich mit seinem fantastischen Schreibstil. Leicht. Einprägsam. Begeisternd.

Jedes Wachstum ist ein Sprung in die Dunkelheit. Wenn Sie davor Angst haben, werden Sie nie etwas Lohnenswertes erreichen. Wenn Sie sich von Ihrer Furcht leiten lassen, werden Sie diesen Schritt nie tun, nie diesen Sprung wagen.

Aus „Mut“ von Ryan Holiday

Im gesamten zweiten Teil geht es um Mut. Dabei dreht es sich zum Beispiel darum, Verantwortung zu übernehmen. Die ersten schwierigen Sekunden zu überstehen. Warum es Sinn macht „schwierig zu sein“. Und in welchen Situationen es besser ist, zu bleiben und wann man gehen sollte.

Grundsätzlich hat mir sehr gut gefallen, dass die Kapitel nicht direkt aufeinander aufbauen. Du kannst das Buch also in einem Rutsch durchlesen, wenn Du das möchtest. Es spricht aber auch nichts dagegen, einfach immer wieder einmal in einem Kapitel zu schmökern und sich neue Inspirationen zu holen.

Der Komiker Jerry Seinfeld bemerkte einmal, dass die meisten Menschen mehr Angst vor dem Reden in der Öffentlichkeit haben als vor dem Tod, was kurioserweise bedeutet, dass eine durchschnittliche Person bei einer Beerdigung lieber im Sarg liegen würde als die Trauerrede zu halten.

Aus „Mut“ von Ryan Holiday

Die Themen des letzten Teils sind uns vielleicht nicht ganz so nah. Darin dreht sich alles ums „Heldentum“. Wie geht man zum Beispiel mit langen Durststrecken um? Wie viel ist man bereit, zu zahlen? Und warum darf man in manchen Situationen einfach nicht schweigen?

Das Buch macht Mut. Natürlich. Aber es inspiriert auch. Motiviert. Bei manchen sorgt es vielleicht für eine weltbewegende Handlung – bei anderen hilft es einfach nur, eine Alltagsfurcht zu überwinden. So oder so kann ich diese Schatzkiste an Weisheit jedem empfehlen – was Du schlussendlich daraus machst, ist Dir überlassen.

Wir müssen es versuchen. Denn wenn wir es nicht tun, wer dann? Wir können die Dunkelheit dieser Welt, in der wir leben, nicht einfach nur beklagen. Wir müssen nach dem Licht suchen. Wir müssen das Licht sein.

Aus „Mut“ von Ryan Holiday

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Vielen Dank an den FBV Verlag für das Rezensionsexemplar. Fotos von mir selbst.

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