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Buchbesprechung: Osteopathie für zu Hause

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links Mehr dazu hier.

Spätestens wenn Du Dich am Morgen aus dem Bett rollst und Dir alle Knochen weh tun, weisst Du, dass Du keine 20 mehr bist. Oder aber Du bist doch 20 und hattest einen sehr harten Tag hinter Dir.

Leidest Du öfters unter Beschwerden oder Schmerzen in Nacken, Rücken oder Gelenken – so sehr dass sie Dich ärgern aber dann doch nicht so sehr, dass Du bereit bist, einen Ärztemarathon auf Dich zu nehmen? Dann ist das Buch Osteopathie für zu Hause von Dr. Torsten Pfitzer und Marion Lechner mit Sicherheit etwas für Dich.

Der Inhalt

Die Liste an Beschwerden, bei welchen die Osteopathie helfen kann ist lang. Sie beginnt mit muskulären Verspannungen in Nacken, Schulter, Rücken, Hüfte oder Beinen, bewegt sich über Organbeschwerden wie Herzrhythmusstörungen, Enzymschwächen in der Verdauung, Atemprobleme, hormonelle Störungen bis hin zu Gleichgewichtsproblemen und Migräne.

Wenn Du jetzt erst einmal skeptisch schaust, kann ich Dir versichern, dass es mir auch so ging. Wie genau soll Osteopathie bei hormonellen Störungen helfen?

Mach Dir keine Sorgen – das Buch richtet sich nämlich explizit nicht nur an Mediziner sondern an den ganz besonderen Durchschnittsmenschen (wie Du und ich) und beginnt daher erst einmal bei den Basics.

Auf mögliche Nebenwirkungen möchten wir hinweisen: Häufig tritt der positive Nebeneffekt auf, dass Sie Ihren Körper genauer kennenlernen und sich Probleme bessern, an die Sie gar nicht gedacht hatten, als Sie dieses Buch kauften.

Aus „Osteopathie für zu Hause“

Im ersten Kapitel wird Dir gezeigt, was Osteopathie überhaupt ist. Das fand ich sehr interessant, da ich zwar schon einmal bei einem Osteopathen war – mich aber nie wirklich mit den Hintergründen befasst hatte. Mir reichte es damals, dass es diesem netten Herrn gelang, meine Kniebeschwerden zum Verschwinden zu bringen – auch wenn die anschliessenden Behandlungen mit der Faszienrolle nicht ganz schmerzfrei waren.

Da es sich bei diesem Buch aber ganz klar um ein Praxisbuch handelt, geht es schon im zweiten Kapitel mit klaren Anweisungen los. Du erfährst, welche osteopathischen Selbstbehandlungstechniken es gibt und wofür diese geeignet sind. Anschliessend erhältst du noch ein paar Tipps für den Umgang mit dem Praxisteil und schon kannst du starten.

Auch wenn es eigentlich klar sein sollte: Das Buch ersetzt selbstverständlich keinen Arzt und ist als ergänzende Behandlung gedacht. Das wissen Du, die Autoren und ich natürlich schon – aber in diesen Zeiten ist so ein Hinweis manchmal ganz nützlich.

Ein zuverlässiges Zeichen, dass bei Ihrer Behandlung bis jetzt ursächliche Faktoren übersehen wurden, ist es, wenn Beschwerden immer wiederkehren oder anhalten, obwohl Sie schon etwas für die Heilung tun.

Aus „Osteopathie für zu Hause“

Der Praxisteil ist in die folgenden Kapitel unterteilt:

  • Craniosacrale Therapie
  • Kopf, Kiefer und Nacken
  • Schulter, Schlüsselbein, Schulterblatt und Oberarm
  • Ellenbogen und Unterarm
  • Handgelenk und Hand
  • Wirbelsäule
  • Becken und Hüfte
  • Oberschenkel und Knie
  • Wade, Unterschenkel, Sprunggelenk, Fussgewölbe
  • Abschlussübungen

Jedes Kapitel beginnt mit einem umfassenden Überblick über den entsprechenden Körperbereich. Du erfährst, wie Muskeln, Gelenke und Sehnen zusammenspielen, was Ursachen für mögliche Beschwerden sind und was man dagegen tun kann.

Dabei gefielen mir besonders die tollen Grafiken, auf denen Du direkt siehst, von was die Rede ist.

Anschliessend findest Du jeweils einen oder mehrere „Tests“, um zu evaluieren, an welchen Bereichen Du ausgleichend arbeiten könntest. So vergleichst Du z.B. die beiden Körperseiten oder prüfst in einem Spiegel, wie Deine Haltung in bestimmten Positionen ist.

Abschliessend sind zahlreiche Übungen für die entsprechenden Körperbereiche aufgeführt.

Wie bereits beschrieben, sollte sich das Becken frei in beide Richtungen bewegen können. Kann es das nicht, bleibt eine Beckenschaufel in einer Bewegung hängen, wie zum Beispiel in der Vorwärtskippung – das ist im Übrigen der häufigste Befund im Becken. Durch die Unfähigkeit des Beckens, sich dann nach hinten zu bewegen, wird dieses Bein physiologisch länger im Vergleich zur anderen Seite, da der Oberschenkelkopf im Hüftgelenk weiter nach unten gedrückt wird.

Aus „Osteopathie für zu Hause“

Mir gefiel an diesem Buch ausgesprochen gut, wie klar die Übungen beschrieben wurden. Einerseits sind sowohl die Anleitungen sehr ausführlich, andererseits wurden die Bilder immer so aufgenommen, dass Du exakt weisst, was zu tun ist. Zudem ist die Sprache leicht verständlich und viele Zusammenhänge werden dadurch plötzlich ersichtlich.

Ich kann Dir dieses Buch daher auf jeden Fall ans Herz legen – insbesondere wenn Du schon Schmerzen hast oder aber viel Sport betreibst und Wert darauf legst, gesund zu bleiben.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Vielen Dank an den riva Verlag für das Rezensionsexemplar. Fotos von mir selbst.

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