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Buchbesprechung: Power Calisthenics


Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links. Mehr dazu hier.

Kann man eigentlich ein Buch heiraten? Wenn ja, dann wäre eine Hochzeit zwischen mir und dieser Kostbarkeit auf jeden Fall eine Liebesheirat: Power Calisthenics von Paul “Coach” Wade

Der Inhalt

Gleich zu Beginn das einzige Manko, welches mir aufgefallen ist: Als ich die Fotos der Al Kavadlo Brüder gesehen habe, ging ich automatisch davon aus, dass das Buch von ihnen sei. Nicht dass das irgendwo stehen würde – das war einzig und allein meine Schlussfolgerung. Zu Beginn war ich daher auch etwas enttäuscht als ich gemerkt habe, dass das Buch nicht von ihnen stammt – bis mir klar wurde, dass auch Paul Wade ein hervorragender Autor ist.

Lass mich erst einmal von der Optik schwärmen. Ich finde es ja immer ganz toll, wenn mich Bücher nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern auch vom Design her. Hier gewinnt Power Calisthenics auf der ganzen Linie – sowohl die Fotos zu den einzelnen Übungen als auch die Bebilderung in den restlichen Kapiteln sind klasse. Gut hat mir zudem gefallen, dass die einzelnen Models am Ende des Buches vorgestellt wurden und sogar zwei Frauen dabei waren.

Warum schreibe ich hier “sogar”? In diesem Buch geht es um Calisthenics Übungen, welche sich insbesondere an fortgeschritten Athlethen richten, wie z.B. der Backflip, Muscle Ups oder klatschende Liegestützen. Dort sind normalerweise eher wenige Frauen zu Hause. Aber lass uns von vorne anfangen:

Der Autor selbst erklärt gleich zu Beginn, dass er weder eine Ausbildung im Bereich Sportwissenschaft noch ein Studium oder gar einen Doktortitel hat. Statt dessen hat er einige Jahre im Gefängnis verbracht und in dieser Zeit eine Methode kreiert, um Schnellkraft, Schnelligkeit und Agilität zu entwickeln – die Grundpfeiler von Calisthenics. Dabei trainiert er (fast) nur mit dem eigenen Körpergewicht und konzentriert sich auf wenige Übungen. Besonders gut fand ich, dass er im ganzen Buch einen hohen Fokus auf Progressivität gesetzt hat – das kommt meiner Meinung nach bei vielen Körpergewichtsübungen zu kurz.

So hat er das Buch in 6 “Ketten” aufgeteilt (also sechs explosive Übungssorten). Bei jeder Sorte gibt es wiederum 10 Schritte, welche aufeinander aufbauen. So beginnt die Kip-Up Kette z.B. mit einem Rolling Sit-Up und endet mit dem Master Step: No-Hands Kip-Up.

Bei den sechs Ketten handelt es sich um die folgenden:

  • Sprünge
  • Power Pushes
  • Kip-Ups
  • Vorwärtsrotationen
  • Rückwärtsrotationen
  • Aufschwung

Die Übungen jeder Kette werden erst einmal analysiert. Dabei geht der Autor oft ziemlich ins Detail (z.B. der Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus), achtet aber darauf, dennoch noch verständlich zu schreiben.

Keine Sorge falls Dir schon der erste Schritt in der Kette nicht gelingt – bei jeder Übung gibt es eine Regression, um sie etwas leichter zu machen und eine Progression, um sie anschliessend zu erschweren. Sollte Dir sogar der Master-Step (also der 10. Schritt) zu leicht sein, so werden Dir anschliessend noch einige Varianten vorgeschlagen, wie Du selbst diese Grenzen sprengen kannst. Ich persönlich schaue da lieber einfach staunend zu.

Nebst den ganzen explosiven Übungen werden bei jeder Kette noch einige kurze Einzelübungen als Ergänzung vorgestellt – so wird es mit Sicherheit nicht langweilig.

Besonders gespannt war ich natürlich auf den letzten Teil: Welche Trainingsprinzipien würde uns Paul Wade präsentieren? Auch von diesen war ich durchaus angetan. Er gibt einige grundsätzliche Tipps zum Schnellkrafttraining (z.B. dass zu viele Wiederholungen das Verletzungsrisiko erhöhen) und stellt anschliessend sein System PARC vor:

  • P steht für Proficiency – Können
  • A steht für Adaptation – Anpassung
  • R steht für Regularity – Regelmässigkeit
  • C steht für Conficence – Selbstvertrauen

Auf jeden dieser Punkte geht er ausführlich ein, zeigt anschliessend die Unterschiede zwischen Schnellkraft und Fertigkeit (und die entsprechenden Trainingsmethoden) auf und stellt eine simple Möglichkeit vor, mit der Du Deine eigenen Programme erstellen kannst. Abgerundet wird das Buch mit einer Hand voll Bonusmaterial – von Superspeed-Techniken über die bekannten Animal Moves bis hin zu Muster-Plänen.

Wie Du siehst, bin ich von diesem Buch hin- und weg und würde es daher jedem ans Herz legen, der gerne fortgeschrittene Calisthenics Techniken erlernen möchte.

Du bist noch unsicher? Hier findest Du weitere Informationen und eine Leseprobe zu dem Buch.

 


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim riva Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

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