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Buchbesprechung: Suppen-Detox

Ich bin kein allzu grosser Fan von Detox. Aber mein Herz schlägt für Suppen: köstliche, wärmende Brühen, erfrischende Gazpachos oder ein süsses und leichtes Frühstück. Ausserdem bin ich der Überzeugung, dass Selbstexperimente immer eine Möglichkeit sind, etwas neues und spannendes zu entdecken.

Ich musste daher nicht lange überlegen, als ich das Buch Suppen-Detox – Das Kochbuch: Köstliche Suppen für einen rundum gesunden Körper von Nicole Centeno erblickte.

Der Inhalt

Gleich zu Beginn ist mir das wunderschöne Design aufgefallen. Für mich ist die Aufmachung eines Kochbuchs mindestens so wichtig wie der Inhalt – schliesslich blättert man oft auch einfach darin herum, lässt sich von den Rezepten inspirieren, wird bei den klasse Fotos ganz schön hungrig und sammelt neue Ideen. Und dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl – sowohl für die traumhaften Bilder, als auch für die Übersichtlichkeit und die grafische Gestaltung.

Aber lass uns von Anfang an beginnen: im 1. Teil erhältst du nämlich erst einmal eine Fülle an Informationen über Suppen. Die Autorin erklärt dir, warum es sich hier nicht nur um eine weitere Entschlackungskur handelt und warum Suppen sowohl gesund als auch einfach, zeitsparend und lecker sind. Da sie selbst Mutter ist und eine eigene Firma hat, weiss sie genau, wovon sie spricht, wenn es um wenig Zeit geht.

Das Prinzip ist schnell erklärt: Jeweils eine Mahlzeit pro Tag wird durch eine Suppe ersetzt und an einem Tag in der Woche darfst du nur Suppen essen. Dabei werden die Rezepte in Cremesuppen, Suppen mit Bohnen und Linsen, süsse Suppenkreationen, stärkende Eintöpfe, und stärkende Brühen unterteilt. An deinem Suppentag solltest du idealerweise von jeder dieser Suppensorten eine verspeisen. Dabei gefällt mir jedoch die herrlich undogmatische Art der Autorin; sie schreibt selbst, dass du dich auch auf eine einzige Suppe beschränken kannst, wenn das deine Lieblingssuppe ist. Schön war zudem, dass sie relativ viel zu der Aufbewahrung der Suppen schreibt: Gerade die Möglichkeit, grosse Mengen zu kochen und daraufhin einzufrieren ist definitiv unglaublich praktisch. Ihr Konzept ist zudem ganzheitlich und beschränkt sich nicht ausschliesslich auf die Ernährung. Vielmehr legt sie darauf Wert, immer wieder kleine Momente der Achtsamkeit einzubauen. Es geht nicht um Verzicht, sondern um Genuss.

Die Rezepte sind alle vegan, mit herrlichen Fotos illustriert, sehr einfach nachzukochen und du erhälst immer wieder einmal nützliche Tipps zu den einzelnen Zutaten. Leider wurde hier auf Angaben zur Zubereitungszeit verzichtet. Diejenigen die ich getestet habe, waren aber alle relativ schnell fertig.

Nun bist du sicherlich neugierig, ob ich das Selbstexperiment durchgezogen habe. Tatsächlich habe ich mich eine Woche lang nach dem Suppen-Detox Konzept ernährt. Oder es versucht… Ich muss allerdings gestehen, dass normale Suppen oder Brühen mich jeweils nicht so “zufrieden“ wie eine vollständige Mahlzeit zurückgelassen haben. (Ja, ich habe meistens danach noch etwas kleines, “festes” zu mir genommen – aber erzähle es keinem weiter 😉 ). Unter der Woche gefiel mir dabei unglaublich gut, wie schnell es geht, wenn man die Suppen bereits am Wochenende vorbereitet hat. Portionen einzufrieren und im Büro aufzutauen verursacht wirklich keinen Aufwand. Am Sonntag habe ich nach der 4. Suppe aufgegeben – ich brauche einfach etwas Festes zwischen den Zähnen (und auch die vielen Zutaten in den Aufläufen haben mich nicht gerettet). Allerdings war das mehr psychisch und weniger einem tatsächlich vorhandenen Hungergefühl geschuldet. Ich habe daher ihr Konzept einfach etwas vereinfacht und ergänze nun lediglich meinen normalen Speiseplan regelmässig mit ihren köstlichen Rezepten.

Ich denke, wenn du entweder mehr Disziplin als ich hast oder neue, leckere Suppenrezepte ausprobieren willst, wirst du an diesem Buch deine helle Freude haben.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Books4Success Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst

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2 comments

  1. Hallo Ariana!
    Als großer Suppen-Fan werde ich mich wohl mal über das Buch informieren müssen – sieht interessant aus. Vor allem Bohnen und Linsen Rezepte als Eiweiß-Ersatz haben es mir angetan. Sind da bestimmt auch drinne!? Aber ein bisschen Fleisch muss immer mal wieder sein. Alleine wegen der Konsistenz…

    1. Liebe Jana
      Wenn Du Suppen mit Bohnen und Linsen magst, wirst Du an diesem Buch Deine Freude haben – da sind jede Menge Rezepte vorhanden (sogar ein eigenes Kapitel haben sie erhalten).
      Liebe Grüsse
      Ariana

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