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Buchbesprechung: Vegan kochen mit Lupine

Ich würde einfach einmal behaupten, dass ich relativ viele Lebensmittel kenne. Je ausgefallener und exotischer umso besser. Daher war ich verblüfft, als ich ein Kochbuch gesehen habe, das 55 Rezepte vorstellt, welche alle eine mir unbekannte Zutat beinhalten: Vegan kochen mit Lupine: Über 55 eiweißreiche und sojafreie Rezepte von Christian Wenzel

Der Inhalt

Falls Dir der Begriff “Lupine” noch nichts sagt, geht es Dir dabei gleich, wie mir vor einigen Monaten. Es handelt sich hierbei um die Süsslupine – eine Pflanze mit wunderbaren Blüten, welche zu den Hülsenfrüchten zählt. Sie trumpft mit einem hohen Eiweissgehalt auf, ist glutenfrei, laktosefrei und cholesterinfrei und enthält viele Ballaststoffe. Gerade wenn Du Dich vegan ernährst, ist sie daher eine willkommene Ergänzung auf Deinem Speiseplan.

Da dieses Nahrungsmittel noch sehr unbekannt ist, wird etwa die erste Hälfte des Buches dazu verwendet, die Eigenschaften, die Geschichte und die Zubereitungsarten der Süsslupine näher zu erläutern. Schön fand ich, dass dabei auch noch einige allgemeine Ernährungstipps vorgestellt wurden (z.B. Ersatzstoffe für Zucker, was man gegen Blähungen tun kann, wie man grundsätzlich eine gesunde Einstellung zum Essen findet und warum frische Lebensmittel besonders gut für Dich sind). Manchmal konnte ich mich mit dem Schreibstil nicht ganz anfreunden (insbesondere beim Vorwort) und einige Theorien schienen mir etwas gar weit hergegriffen (z.B. dass wir Menschen Lichtsäuger sind und Lebensmittel benötigen, die Ordnung schaffen). Ich habe diese Teile jedoch einfach munter ignoriert und mich statt dessen dem leckeren Part gewidmet: Den Rezepten.

Du findest im Buch Rezepte für das Frühstück, die Hauptmahlzeiten, für Desserts und für Shakes. Die Informationen sind dabei reichhaltig: Die Kalorien, die Nährstoffverteilung, die Vorbereitungs-, Gar- und Wartezeit und die Anzahl Personen werden übersichtlich dargestellt. Oftmals erhältst Du zudem Tipps für weitere Varianten.

Manche Rezepte waren relativ simpel und könnten auch z.B. mit Buchweizenmehl o.ä. hergestellt werden (z.B. Lupinen Pancakes), der grösste Teil ist jedoch neu und inspirierend (wie wäre es mit Lupinen-Quinoa-Bällchen mit Balsamicolinsen oder einer afrikanischen Kokossuppe?). Du weisst sicherlich mittlerweile, dass ich sehr viel Wert auf eine schöne Gestaltung lege. Bei dieser punktet das Buch ebenfalls – es gibt zwar nicht zu jedem Rezept ein Bild, aber diejenigen, die es gibt sind hervorragend und machen richtig Appetit.

Da Lupine nicht ganz einfach zu bekommen sind, erhältst Du am Ende des Buches ausserdem einige Tipps, wo Du diese einkaufen kannst. Wenn Du also Lust auf ein neues Lebensmittel und einige interessante Rezepte hast, kann ich Dir das Buch auf jeden Fall empfehlen.

 


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim riva Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Foto von Mikey Boyle, Unsplash

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2 comments

  1. Bei dem Titel dachte ich zuerst: “Wie, da kocht jemand im Dunkeln mit Stirnlampe?” ;-)…

    …aber halt, Lupine hat ja nicht immer etwas mit der Stirnlampenmarke zu tun…da war ja was. 😉

    LIebe Grüße aus den verschneiten bayerischen Bergen und noch einen guten Start ins neue Jahr

    Steve

    1. Hahaha – jetzt hast Du mich zum Schmunzeln gebracht 🙂 Im Dunkeln mit Stirnlampe zu kochen, wäre sicherlich auch mal interessant 🙂
      Liebe Grüsse
      Ariana

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