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Buchbesprechung: Von der Herausforderung, ein Stoiker zu sein

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links Mehr dazu hier.

Wenn Du meinen Blog regelmässig liest, wird Dir der Begriff Stoiker spätestens seit letzter Woche bekannt sein. In Invicto – Unbezwingbar ging es nämlich genau um dieses Thema. Ich finde es jedoch oft sehr spannend, mehrere Bücher über das gleiche Fachgebiet zu lesen. Jeder geht mit bestimmten Themenbereichen anders um sorgt damit auch dafür, dass sich Dir wieder neue Zugänge erschliessen. Daher werde ich Dir heute „Von der Herausforderung ein Stoiker zu sein – ein philosophisches Handbuch für mehr Stärke, Seelenruhe und Resilienz“ von William B. Irvine vorstellen.

Der Inhalt

Der Untertitel des Buches verspricht viel: Mehr Stärke, Seelenruhe und Resilienz kann wohl jeder gebrauchen. Natürlich war ich nun erst einmal gespannt, ob diese hohen Erwartungen erfüllt werden. können.

Wie der Autor treffend beschreibt, ist der Stoizismus eine uralte Philosophie. Er legt ihr einen Mantel der Modernität um, damit wir im Alltag davon profitieren können.

Die Stoiker erkannten, dass wir beim Framing der von uns erlebten Situationen enorme Flexibilität zeigen können. Sie entdeckten, dass wir unsere emotionale Reaktion auf Rückschläge dramatisch verändern können, wenn wir sie als Charaktertest begreifen.

Aus „Von der Herausforderung ein Stoiker zu sein“

Genau so geht er auch im gesamten Buch vor. Es gibt keine trockene Philosophieabhandlung, sondern konkrete Mittel und Wege, um das meiste aus dem Stoizismus für den Alltag herauszuholen. Dabei arbeitet er sehr viel mit Beispielen, um zu veranschaulichen, wie man welche Strategie direkt umsetzen kann.

Ich aber behandle die stoische Lehre wie ein aus alter Zeit überliefertes Werkzeug, das zwar geschärft werden muss, dabei aber immer noch nützlich ist und eine durchweg positive Wirkung auf das moderne Leben hat.

Aus „Von der Herausforderung ein Stoiker zu sein“

Mir gefiel zudem der Aufbau des Buches ausgesprochen gut. Es ist in 4 grosse Teilbereiche gesplittet. So bespricht er zuerst den Umgang mit den Herausforderungen des Lebens, wie z.B. Wut oder Resilienz. Anschliessend geht er auf Rückschläge in einem weiteren Teilbereich gesondert ein. Im dritten Part dreht sich alles um stoische Prüfungen und Du lernst z.B. wie Du mit der 5-Sekunden Regel mit Schwierigkeiten umgehst.

Im letzten Bereich geht es dann um die stoische Lebensführung. Dabei spricht er z.B. an, wie Du Deine Komfortzone erweitern kannst, warum Scheitern auch gut sein kann sowie einige Gedanken zum Tod.

Der Schreibstil ist nicht besonders lustig aber dafür flüssig und klar. Das Buch las sich für mich sehr schnell durch und insbesondere die Beispiele sorgten dafür, dass es nie zu trocken wurde.

Das mag stimmen, doch wie die Stoiker wussten, ist Wut ein zweischneidiges Schwert. Denn sie motiviert nicht nur, sie erschöpft auch, sodass man mitunter keine Kraft mehr hat, wenn es wichtig wird.

Aus „Von der Herausforderung ein Stoiker zu sein“

Ich finde das Buch eine schöne Erweiterung zu meinem Stoiker-Bücherschrank. Es drehte sich für mich darin insbesondere sehr viel um Schwierigkeiten und Rückschläge und einen guten Zugang zu diesen. Daher denke ich, dass es Dich insbesondere dann unterstützen kann, wen Du den Fokus auf diese Bereiche legen möchtest.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Vielen Dank an den FBV Verlag für das Rezensionsexemplar. Fotos von mir selbst.

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