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Bücherrunde am Samstag: Boarderlines

Wenn es ums Wasser geht, bin ich selbst ein kleiner Angsthase – allzu tief wage ich mich selten in einen See oder ins Meer. Gleichzeitig bewundere ich die Wassersportler aus der Ferne und bin doch ein wenig neidisch auf die Surfer, welche da elegant über die Wellen schweben. Als ich das Buch Boarderlines von Andreas Brendt, einen Roman über das Reisen und Surfen, zur Rezension bekam, habe ich mich daher total gefreut. Voller Genuss ohne nasse Füsse :-)

Der Inhalt

Andreas Brendt lebt ein Leben, wie viele andere Studenten auch. Lernen, Praktika, feiern und die Aussicht auf ein Leben als erfolgreicher Manager. Bis er eines Tages mit einem Freund nach Indonesien in die Ferien fährt und dort seine Liebe zum Reisen und zum Surfen entdeckt. Mit unglaublich packenden, detaillierten und bildgewaltigen Beschreibungen schildert Andreas Brendt, wie er seit diesem Zeitpunkt an über 10 Jahre durch die Welt reist. Immer auf der Suche nach den besten Wellen, faszinierenden Begegnungen und schlussendlich auch der grossen Liebe. Er erlebt dabei so viele verrückte Dinge, dass ich mich manchmal gefragt habe, wie viele Schutzengel ihn bei dieser Reise begleitet haben. Aber gleichzeitig hat er in mir die Lust aufs Reisen wieder geweckt – am liebsten hätte ich sofort alles verkauft, was ich besitze und wäre losgezogen. Mein eigenes Leben erschien mir plötzlich so langweilig und vorhersehbar. Wie Du siehst, habe ich das schlussendlich doch nicht gemacht – sonst könnte ich diesen Beitrag hier nicht schreiben und Dir das Buch gar nicht empfehlen ;-) Wenn ein Roman fähig ist, solche Emotionen in mir zu wecken, muss er auf jeden Fall gut sein.

Anfangs hatte ich allerdings so meine Schwierigkeiten, den Zugang zu Boarderlines zu finden. Da es ein autobiografischer Roman ist, fehlt der Plott und ich habe mich zu Beginn immer wieder gefragt, wo denn nun der Höhepunkt bleibt. Wenn Du allerdings keinen Thriller o.ä. erwartest, sondern Dich auf einen packenden Reisebericht gefasst machst, wirst Du den Einstieg sicherlich leichter finden. Als ich mich an die Erzählweise gewohnt hatte, konnte ich die einzelnen Kapitel in ganzen Zügen geniessen. Ganz nebenbei erhältst Du einen hervorragenden Einblick in die Welt der Surfer und in viele philosophische Gedankengänge des Autors. Er steht dabei jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger vor uns, sondern gibt manchmal sogar selbst zu, dass es sich um Milchmädchenphilosophie handelt – diese aber dadurch nicht automatisch weniger hilfreich auf der grossen Suche nach dem Sinn des Lebens ist.

Meine Meinung

Fernweh, Surfen, Abenteur – wenn Dir auch nur einer dieser Begriffe zusagt, wird Dir diese Lektüre ziemlich sicher zusagen. Ich mochte das Buch immer mehr, je mehr ich voran kam – schade, dass es wie alle Bücher ein Ende hatte.

Die Sterne

Dieses Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim CONBOOK Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

 

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Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com

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