ErnährungMotivation

Dauerhaftes Abnehmen: 5 + 1 Strategien, welche garantiert Erfolg bringen


Dieser Beitrag enthält Links. Mehr dazu hier.

Über kaum ein Thema wird in der Fitnesswelt so viel diskutiert, wie übers Abnehmen. Man soll Intervalltrainings machen. Im Fettverbrennungspuls bleiben. Keine Kohlenhydrate essen. Nur Kohlsuppe löffeln. Auf keinen Fall Krafttraining machen. Hauptsächlich Gewichte stemmen.

Du bist nun verwirrt? Kein Wunder, viele der Theorien widersprechen sich gegenseitig. Daher möchte ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Aber sei gewarnt – mit diesen Methoden kannst Du nicht innerhalb 2 Wochen eine Bikinifigur bekommen. Dafür wird sie aber dauerhaft bleiben und nicht nach 2 weiteren Wochen wieder verschwinden.

Und jetzt wünsche ich Dir viel Spass und vor allem viel Erfolg bei diesem „Monsterartikel“ :-)

Schritt 1: Was motiviert Dich?

Du möchtest schlank sein. Sexy. Durchtrainiert. Das sind zwar alles richtig tolle Ziele – aber wie stark kannst Du Dich wirklich mit diesen Zielen identifizieren? Reicht die eher schwammige Definition von „schlank“ um dem winkenden Schokoladentörtchen zu widerstehen? Ist „im Sommer werde ich durchtrainiert sein“ genügend Motivation, um das Plätzchen vor dem Fernseher gegen die Laufschuhe auszutauschen?

Ich glaube nicht.

Daher möchte ich, dass Du ein bisschen tiefer in Dich hineingehst. Am einfachsten geht das, indem Du auf jede Definition immer wieder mit „warum“ nachfragst. Und erst wenn Du überzeugt bist, wirklich nicht mehr weiterfragen zu können, hörst Du auf.

Spielen wir doch direkt ein imaginäres Beispiel durch:

Ich möchte schlank sein.
Warum?
Damit ich im Bikini eine gute Figur mache.
Warum?
Ich möchte am Strand im Bikini herumlaufen und mich wohl fühlen.
Warum?
Damit ich endlich tun und lassen kann, was ich will. Ohne mir Gedanken um mein Äusseres zu machen. Um frei und glücklich zu sein.

Siehst Du Dich bereits vor Dir? Lachend über den Sandstrand hüpfen? Einen Zeh ins endlose Meer strecken? Dich in die Fluten stürzen? Deine Freunde mit Wasser bespritzen? Und dann wieder herausspringen und Dich von der Sonne trocknen lassen?

Sobald Du Deinen ursprünglichen Wunsch, tief in Deinem Inneren, gefunden hast, kannst Du Dir genau solche Szenarien vorstellen. Mach dies oft. Am besten mehrmals täglich. Und stell Dir dabei jeweils vor, dass die Situation bereits eingetroffen ist. So programmierst Du Dich auf den Erfolg. Und wenn dieses Mal das Schokotörtchen versucht, Dich zu verführen, kannst Du Dir sofort die Strandbilder vor Auge führen. Was ist nun verlockender?

Schritt 2: Ein konkretes Ziel festlegen

Ohne ein konkretes und messbares Ziel, hast Du einerseits keine Möglichkeit, zu überprüfen, ob Du überhaupt in die richtige Richtung läufst. Andererseits kann auch das Umgekehrte passieren. Dass Du zu weit in die richtige Richtung läufst. Und das letzte, was wir hierbei entwickeln wollen, ist eine Essstörung. Das ist nämlich genau das Gegenteil von gesund, fit und glücklich.

Wie legst Du das Ziel fest?

Eine Möglichkeit sind Maße: Du könntest ein Zielgewicht definieren. Dies ist zwar am einfachsten zu messen, aber leider auch am ungenausten. Genauer ist entweder die Messung des Körperfettanteils (z.B. mit einer Körperfettwaage oder einem Caliper) oder aber die Messung von verschiedenen Umfängen (z.B. Bauch, Oberschenkel, Arme etc.).

Eine weitere Möglichkeit ist ein Ziel, aufgrund einer bestimmten Optik festzulegen. Du könntest Dir vornehmen, dass Du die Ansätze eines Sixpacks ohne Anspannung des Bauches erkennen möchtest.

Schlussendlich gibt es auch noch die Möglichkeit, den Abnehmerfolg an verschiedenen Kleidern zu messen. Entweder indem Du Dir als Ziel setzt, wieder in eine alte Jeans oder ein Kleid hineinzupassen oder indem Du eine bestimmte Kleidergrösse anstrebst. Dabei ist es äusserst wichtig, zu wissen, dass die Kleidergrössen je nach Hersteller variieren. Meine Hosengrössen variieren zum Beispiel zwischen 36 und 40 ;-)

Schritt 3: Das Geheimnis der perfekten Ernährung

Nun wird es konkret. Etwa 80% des Abnehmerfolges wird über die Ernährung reguliert. Und daher herrscht hier auch am meisten Verwirrung. Ich möchte Dir einen Wegweiser in die Hand geben, mit dem Du die beste Ernährungsweise für Dich finden kannst.

Suche nicht nach einer Diät

Wenn es nur einen einzigen Tipp gibst, den Du von diesen Strategien übernimmst, dann bitte bitte bitte diesen! Fast alles, was mit „Diät“ beschrieben wird, ist entweder extrem einseitig oder beinhaltet deutlich zu wenige Kalorien.

Dadurch wird Dein dauerhafter Erfolg schon von Anfang an sabotiert. Führst Du Deinem Körper nämlich über längere Zeit weniger Kalorien zu, als er benötigt, um die normalen Körperfunktionen zu erfüllen (den Grundumsatz), so schaltet er auf Sparflamme. Er ist schlau und stellt fest, dass eine Hungersnot übers Land hereingebrochen ist. Daher schafft er es, mit immer weniger Nahrung auszukommen – d.h. der Stoffwechsel wird verlangsamt. Du merkst davon erst einmal nichts, erreichst Dein Ziel und gehst glücklich und zufrieden zu Deiner normalen Ernährung über. Und was passiert? Genau, der Jojo-Effekt tritt ein. Da der Stoffwechsel verlangsamt wurde, kannst Du nun nur geringfügig mehr essen und nimmst sofort wieder zu.

Der zweite Nachteil an einer Diät ist, dass sie meistens sehr restriktiv ist. Wenn Du nur noch wenige Nahrungsmittel essen darfst, 7 mal am Tag warm kochen musst oder jedes Gramm abwägen musst, ist die Chance, dass Du die Diät wirklich erfolgreich durchziehst relativ klein. Denn wer hat schon immer einen persönlichen Koch (oder auch eine Küchenwaage) dabei?

Stelle statt dessen Deine Ernährung um

Am besten suchst Du nach einem Ernährungskonzept, welches zu Dir passt und welches Du auch langfristig beibehalten kannst. Ich würde Dir nun wirklich gerne eines empfehlen. Da wir jedoch alle einzigartige Individuuen sind, kann das, was für mich perfekt stimmt, für Dich eine Katastrophe sein.

Dennoch möchte ich Dir einige Hilfestellungen geben. Es gibt nämlich einige universelle Richtlinien, welche immer zum Erfolg führen.

  1. Trinken Trinken trinken – über die Vorteile habe ich hier schon einmal geschrieben.
  2. Suche Dir ein Ernährungskonzept mit möglichst viel Gemüse, viel Protein und eher wenigen bis keinen Kohlenhydraten aus.
  3. Reduziere Fast Food und Zucker so stark wie möglich (komplett darauf zu verzichten führt Dich am schnellsten zum Erfolg und ist ausserdem noch super für Deine Gesundheit).
  4. Achte auf die Fett – Eiweiss – Kohlenhydrat Kombinationen – Mark hat das hier richtig toll beschrieben.
  5. Persönliche Favoriten von mir sind die Paleo Ernährung oder Clean Eating – vielleicht sagt Dir davon auch etwas zu.

Achtung: Bei jedem Ernährungskonzept gibt es verschiedene „Stufen“. So kannst Du auch bei der Paleo Ernährung Nüsse und selbstgebackene Kuchen essen. Es gibt wundervolle Rohkostriegel und köstliche vegane Desserts. Auch Low Carb lässt sich einiges an Törtchen kreiieren. Diese Leckereien kannst du Dir selbstverständlich gönnen – allerdings am besten erst, so bald Du Dein Ziel erreicht hast. In der Zwischenzeit empfehle ich Dir, diese möglichst selten zu Dir zu nehmen.

Versuche ebenfalls, Dominonahrungsmittel komplett zu vermeiden. So kann ich nicht einen einzigen Schokokeks essen, sondern verschlinge jedes mal die ganze Packung :-) Wenn es auch bei Dir Nahrungsmittel gibt, von denen Du nicht mehr nach einem Stück aufhören kannst, verzichtest Du am besten komplett auf diese.

Schritt 4: Mit Sport wirst Du straff und hast Spass

Nebst der Ernährung ist Sport ein weiterer äusserst wichtiger Bestandteil auf dem Weg zu Deinem schlanken und sexy Du. Grundsätzlich ist jede Art von Bewegung toll – sei dies nun Fahrrad fahren, Laufen oder Golf spielen. Wenn Du aber Deine Abnehmerfolge optimal unterstützen möchtest, empfehle ich Dir eine Kombination aus folgenden 3 Programmen:

  1. Intervalltraining (Sprints, HIIT, Plyometrische Übungen) – sofern diese Übungen für Dich körperlich durchführbar sind, sind sie am Effektivsten für die Fettverbrennung
  2. Gezieltes Krafttraining – da ein strafferer Körper auch schlanker aussieht. Ausserdem verbrennen Muskeln nicht nur dann Kalorien, wenn Du trainierst, sondern rund um die Uhr. Was gibt es besseres?
  3. Eine Sportart, die Du unbeschreiblich liebst. Bei der Deine Augen vor Leidenschaft zu Leuchten beginnen. Die Du rund um die Uhr tun könntest. Probiere verschiedenes aus, falls Du noch nichts gefunden hast, das bei Dir diese starken Emotionen auslöst. Je mehr Spass Dir der Sport jedoch macht, umso eher bleibst du dabei und umso weniger hast Du das Gefühl, dass Du arbeiten musst.

Schritt 5: Das Umfeld und die äusseren Bedingungen

Nun weisst Du hoffentlich, was Du tun wirst, um Deine Ziele zu erreichen. Du hast ein plastisches Bild vor Augen und bist hochmotiviert. Als nächsten Schritt musst Du auch Deine Umgebung auf Erfolg trimmen.

Dein Zuhause

Liegen noch Nahrungsmittel herum, welche Du nicht mehr essen solltest? Müsstest Du Deinen Kühlschrank mit frischen, leckeren und vitaminreichen Nahrungsmitteln auffüllen? Am besten machst Du direkt jetzt den ersten Schritt dazu. Je mehr gesunde Optionen Du zur Hand hast, umso weniger fällst Du wieder in alte Muster zurück

Dein Arbeitsplatz / Die Schule / Die Uni

Je nachdem, wo Du den Tag verbringst, gelten ganz bestimmte Regeln. Manchmal gehen alle gemeinsam essen, an anderen Orten isst man grundsätzlich vor dem Computer oder sogar gar nicht. Und an wieder anderen Orten werden konstant Leckereien verteilt. Du kennst Dein Umfeld am besten. Überlege Dir bereits jetzt, was für Schwierigkeiten auftauchen könnten und wie Du diese am besten meisterst. Könntest Du ein gesünderes Restaurant vorschlagen, Deine eigenen Nahrungsmittel mitnehmen oder für die anderen gesunde Leckereien backen?

Deine Familie / Freunde / Partner

Im sozialen Umfeld gibt es zwei mögliche Strategien. Entweder Du erzählst möglichst vielen Personen von Deinem Vorhaben und bittest sie darum, Dich aktiv zu unterstützen. Sei es, indem sie auch mit Dir das gesündere Essen teilen, Dich an Deine Ziele erinnern oder Dir in Tiefs beistehen.

Je nach Umfeld kann allerdings auch die zweite Strategie sinnvoller sein: Die “charmant-schweigen Strategie”. Hierbei erzählst Du nicht wirklich etwas von Deinem Vorhaben. Wenn Du zum Beispiel darauf angesprochen wirst, weshalb Du plötzlich Gurkendips statt Schokokekse isst, sagst Du einfach, dass Du momentan eher Lust darauf hast. Es geht darum, das Vorhaben nicht an die grosse Glocke zu hängen, sondern ganz natürlich zu handhaben. Gerade wenn Du nur noch die letzten paar Kilos verlieren willst oder bereits weisst, dass das Umfeld Dich nicht unterstützen wird, macht diese Strategie mehr Sinn.
Für welche Option auch immer Du Dich entscheidest – es ist äusserst wichtig dass Du konstant dabei bleibst.

Schritt 6: Bleib dabei!

Was ist wohl einer der grössten Schwierigkeiten beim Abnehmen? Warum geben viele wieder auf? Genau – weil sich die Erfolge nicht ganz so schnell einstellen, wie gewünscht. Weil man mit Misserfolgen umgehen muss. Und weil es sich manchmal als schwieriger herausstellt als gedacht.

Das wichtigste beim Abnehmen ist, dabei zu bleiben. Ok, du hast also eine Tafel Schokolade gegessen. Du bist ausgerutscht. Aber Du kannst weitermachen. Der Tag ist noch nicht fertig und Du kannst einfach wieder zu der gesunden Ernährung zurückkehren. Es ist äusserst wichtig, nicht auf die „entweder – oder Schiene“ zu springen. Jetzt habe ich heute sowieso schon etwas ungesundes gegessen, jetzt kann ich auch gleich noch zu Mc Donalds gehen. Nein! Du kannst zwar ausrutschen, aber Du sollst Dich nicht aufgeben.

Du hast nun ein Ernährungskonzept und ein Sportprogramm gewählt. Wenn Du wirklich dauerhaft abnehmen möchtest, ist es wichtig, dabei zu bleiben. Und zwar langfristig. Wenn Du zwei Tage Low Carb isst, danach einen Tag Rohkost, dann Trennkost für 3 Tage und noch einen Tag Vollwertküche anhängst, wirst Du höchstwahrscheinlich keinen Erfolg haben. Ernährungsumstellungen und neue Sportprogramme brauchen ihre Zeit und Du wirst einiges an Geduld aufbringen müssen. Als Richtlinie gebe ich jeweils etwa 1 – 2 Monate an. Wenn Du danach merkst, dass das Konzept gar nichts für Dich ist, kannst Du immer noch wechseln. Aber es ist wichtig, Deinem Körper genügend Zeit zu geben, sich überhaupt erst auf die ganzen Veränderungen einzustellen. Es wird sich lohnen – das verspreche ich Dir!

 

Hast Du bereits einmal Erfahrungen mit Abnehmen gemacht? Was waren Deine grössten Schwierigkeiten dabei?

 


Deine nächste Mission zum besten DU:
Wenn Du gerne abnehmen möchtest, aber noch keinen Plan hattest, habe ich ihn Dir somit in die Hand gegeben. Wenn Du nicht abnehmen möchtest, könntest Du Dir überlegen, wem dieser Artikel helfen könnte. Oder welche Personen Du auf ihrem Weg zu ihrem glücklichsten und fittesten selbst unterstützen könntest. (natürlich nur, sofern die andere Person dies auch wünscht ;-)


Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

Dir hat der Artikel gefallen? Dann teile ihn mit Deinen Freunden:
Tags:

19 comments

  1. Sehr gut zusammengefasst, obwohl es dann wohl 5+1 ist :) Ich kann dem absolut beipflichten und genau das erwzähle ich so auch meinen Kunden. In der Ruhe liegt die Kraft – Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

    1. Hallo Tobias
      Ach ja – irgendwie muss ich das mit dem Zählen nochmals üben :-) Ich habe den Titel soeben angepasst, vielen Dank für den Hinweis :-)
      Das Beispiel mit Rom finde ich sehr schön passend!
      Liebe Grüsse
      Ariana

  2. Ein ganz toller Post – ich glaube so toll hat das noch nie jemand zusammengefasst. Ich bin wie immer begeistert von dir! :)
    Auf Kohlenhydrate zu verzichten habe ich mir vor einem Jahr oder so mal vorgenommen. Ich habe aber ziemlich schnell gemerkt, dass ich das auf keinen Fall durchhalten kann, leider. Zum größten Teil liegt das an meiner Familie, die ja täglich Brot essen und gaaanz oft kocht meine Mutter auch mit Kartoffeln und Nudeln und pipapo. Zeit für mich selbst zu kochen habe ich höchstens am Wochenende, weil sonst die Schule im Weg steht.

    Alles Liebe dir! :) ♥

    1. Liebe Claudia
      Ganz ganz herzlichen Dank für dieses tolle Kompliment – ich schätze das soooo sehr!
      Ja, das stimmt – da muss man sich immer entsprechend anpassen. Ich hatte mal vor Jahren eine Ernährungsform ausprobiert, bei der man beinahe nur Protein ass – und sehr schnell gemerkt, dass mir dabei die Freude am Essen etwas verlorengeht.
      Ganz liebe Grüsse <3
      Ariana

  3. Wieder ein toller Beitrag! Hat mich auch angeregt, wieder mal über das “warum” des Abnehmens nachzudenken (oder das “wozu”).

    Ich habe bei mir beobachtet, dass folgende fünf Dinge meist sofort sichtbar werden:
    a) Täglich mind 3 Liter wasser trinken (komisch eigentlich, dass das wirkt)
    b) Eiweissreich und Kohlenhydratarm essen
    c) Nüchternlauf am Morgen (10-40 Minuten)
    d) Nach 18 Uhr keine Mahlzeiten (nur EW Shakes)
    e) Täglich protokollieren (damit ich Fortschritte richtige interpretieren kann)

    Liebe Grüsse
    Lukas

    1. Hallo Lukas
      Vielen lieben Dank!
      Deine 5 Tipps sind wirklich super – besonders das Protokollieren hilft total, um herauszufinden, was nun wirkt und was nicht. Das mit dem Nüchternlauf muss ich noch etwas trainieren :-)
      Ganz liebe Grüsse
      Ariana

  4. Liebe Ariana,

    ich finde du hast das ganze sehr gut zusammengefasst! 1 und 2 ist zwar wichtig, aber darauf ankommen tut es auf 3, 4 und 5. Ganz gut gefällt mir der Satz “Suche nicht nach einer Diät” – eine dauerhafte Lebensumstellung ist viel wertvoller und bringt auf Dauer auch etwas. Leider wollen die meisten heute diesen “Quick-Fix” den es nicht gibt.

    Liebe Grüße Anna

    1. Liebe Anna
      Ja – sobald man irgendwo liest “schnell abnehmen”/ “von heute auf morgen abnehmen” o.ä. ist das Programm leider meistens entweder ein Fake oder extrem ungesund.
      Liebe Grüsse
      Ariana

  5. Hallo Ariana,
    sehr schön geschrieben! Ich habe den Artikel mehr als Unbeteiligter gelesen, weil ich noch nie abenehmen wollte / musste. :-)
    Was mir besonders wichtig erscheint, ist der erste Punkt: Motivation. Wenn ich mitbekomme, wie manche Menschen das Thema angehen – “ich bin zu dick, ich muss Sport machen”, begleitet von einem dicken Seufzer – wundert mich kaum, wenn’s nicht klappt. Oder nur kurz.
    Es ist, wie du sagst, ein anderes Leben, welches Erfolgt bringt: Dabei bleiben! :-)

    Wir Sportfreaks haben es leichter. :-)

    Liebe Grüße,
    Harald

    1. Hallo Harald
      Vielen Dank Dir :-) Genau, wenn man sowieso keine Lust auf Sport hat und das nur macht “um abzunehmen” ist die Gefahr, dass man wieder damit aufhört riesig. Allerdings gibt es immerhin einen Teil der Leute, die automatisch zu Sportfreaks werden :-)
      Liebe Grüsse
      Ariana

  6. Leider scheint irgendwie das Gerücht von Diäten immer noch in den Köpfen der Menschen fest verankert zu sein. Ebenso die Tatsache, dass eine dauerhafte Lebens- und Ernährungsumstellung viel zu anstrengend sei. Wenn es einfach wäre, gäbe es mit Sicherheit viel weniger kranke und übergewichtige Menschen. Deshalb kann ich deiner Zusammenfassung nur absolut zustimmen. Wir müssen nicht alle stundenweise um den Block rennen, aber hier und da lassen sich meiner Meinung nach Kleinigkeiten im Alltag ändern, mit denen man ganz einfach anfangen kann.

    1. Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Ja – wenn es wirklich immer einfach wäre, würden es wahrscheinlich die meisten Menschen machen. Aber der Trick dabei ist, immer nur so wenig zu ändern, dass es trotzdem einfach und vor allem machbar bleibt.
      Liebe Grüsse
      Ariana

  7. Liebe Ariana,

    ein toller Artikel, aber in einem Punkt möchte ich Dir widersprechen: eine Diät ist eine Diät ist eine Diät! Die muß nicht Spaß machen, die muß effektiv sein. Und nach jahrzehntelanger Fehlernährung und einem entsprechend großen Übergewichtsproblem darf eine Diät auch wehtun! Was mich nicht aus meiner Komfortzone wirft, bringt mich auch nicht weiter!

    Ich habe mich jahrelang damit aufgehalten, meine Ernährung sanft „umstellen“ zu wollen. Das hat überhaupt nicht funktioniert. Wohl habe ich ständig meine Ernährung verbessert, wie ich glaubte, aber abgenommen habe ich dadurch überhaupt nicht. Vielleicht mal 1-2 kg, die dann aber genauso schnell wieder drauf waren.

    Mir fehlten allerdings auch die richtigen Informationen. Mir war nicht bekannt, welche große Rolle Kohlenhydrate beim Fettaufbau spielen. Nur von der Atkins-Diät hatte ich wohl mal was gehört, aber das erschien mir zu extrem und ungesund. Ich habe tatsächlich nie in meinem Leben eine Diät gemacht, immer nur „FdH“, wenn ich versucht habe abzunehmen. Jojo-Effekt inklusive. Dann habe ich auch „FdH“ aufgegeben und es mit Ernährungsumstellungen versucht (also etwa Vollkorn statt Weißmehl, weniger Süßes etc.). Ohne Erfolg!

    Mit Sport konnte ich im letzten Winter die ersten Erfolge erzielen und einige Kilo Fett abbauen, aber nach einiger Zeit stagnierte ich. Den richtigen Durchbruch hatte ich erst, als mir Mark von http://www.marathonfitness.de die Metabole Diät nahelegte. Ich fand es furchtbar, auf alle meine heißgeliebten Kohlenhydrate verzichten zu müssen. Na gut, einige Ausnahmen insbesondere an Trainingstagen waren erlaubt. Und an den Wochenenden nahm ich es auch nicht ganz so genau. Das half mir beim Durchhalten.

    Vor allem aber half der schnelle Erfolg. Wenn ich schon eine harte Diät mache, will ich auch Erfolge sehen. Das hat einige Wochen lang sehr gut funktioniert.

    Da sich im Sommer bei mir nicht mehr viel weiter bewegte beim Gewicht, mache ich jetzt in der zweiten Woche einen Test der Slow Carb Diet nach Tim Ferriss. Die ist für mich noch wesentlich härter, vor allem der Verzicht auf Obst fällt mir sehr schwer (außerdem keine verarbeiteten Kohlenhydrate, keine Milchprodukte). Aus einem erlaubten Schlemmertag pro Woche habe ich am letzten Wochenende zwei gemacht.

    In der ersten Diätwoche hatte ich ständig Kopfschmerzen und fühlte mich völlig schlapp. Ich weiß nicht, ob es am erneuten Zuckerentzug lag. Davor hatte ich mich umständehalber eine Woche lang High Carb ernähren müssen, allerdings auch durch viel Bewegung viel verbrannt (und trotzdem in der Bilanz ein Kilo zugenommen, evt. nur Wasser).

    In dieser zweiten Woche ist es besser mit den Kopfschmerzen, auch die Hungergefühle sind zurückgegangen, aber ich fühle mich weiterhin nicht sonderlich fit.

    Nach 4 Tagen waren 3 kg runter, das fand ich sensationell – allerdings wohl großteils nur Wasserverlust. Nach dem Schlemmerwochenende waren die erstmal wieder drauf. Jetzt, in dieser zweiten Woche ging es bisher nur 1,5 kg nach unten. Also, der Erfolg ist eher mäßig, da hatte ich mehr erhofft. Ich will mal noch mindestens 1-2 Wochen weitermachen und beobachten.

    Als langfristige Ernährungsweise sehe ich diese Diäten nicht. Womit ich langfristig mein Gewicht halten kann, wenn ich mal am Ziel angekommen bin, wird sich noch zeigen.

    Mich würden Deine Erfahrungen mit der Paläo-Diät näher interessieren, da bin ich jetzt nämlich schon nahe dran. Ich müßte nur die Hülsenfrüchte noch weglassen, die Tim Ferriss ausdrücklich empfiehlt. Achtest Du auf die Verteilung der Makronährstoffe, wenn Du Dich nach Paläo ernährst? Was ißt Du dann zum Frühstück? Das finde ich immer am schwersten, denn da ist das Verlangen nach Kohlenhydraten besonders groß.

    Liebe Grüße,
    Louise

  8. Ich habe nochmal nachgedacht und möchte meinen Kommentar noch etwas präzisieren. Vermutlich sind wir nicht so weit auseinander, wie ich gestern dachte. Eine Ernährungsumstellung ist für mich etwas, das ich langfristig – möglichst lebenslang – weiterführe. Eine Diät ist dagegen eine kurzfristige drastische Änderung der Ernährung.

    Um auf Dauer schlank zu bleiben, braucht es natürlich auch auf Dauer eine angemessene Ernährungsweise.

    Mich hat der Begriff „Ernährungsumstellung“ aber psychologisch blockiert. Denn ich habe – da es ja für das ganze Leben andauern sollte – jahrelang in kleinen Schritten nur das geändert, was ich mir relativ leicht und einfach und „für immer“ vorstellen konnte. Und damit habe ich den Kern meines Problems nie angetastet. Es war – und ist noch immer – für mich unvorstellbar, lebenslang kein Brot, keine Nudeln und keine Kartoffeln mehr zu essen. Welcher Zucker-Junkie kann sich schon spontan für die Paläo-Diät oder andere Low Carb-Ernährungsweisen erwärmen?

    Also mußte ich mich austricksen. Für eine begrenzte Zeit einer Diät kann ich das durchhalten. Was danach kommt, sehe ich dann. Aus der begrenzten Zeit sind immerhin schon fast 6 Monate geworden. Und das Durchhalten fällt weiterhin schwer. Aber ohne Fleiß kein Preis. Ich bekomme von allen Seiten die Rückmeldung, daß ich einen überdurchschnittlich starken Durchhaltewillen habe. Das möchte ich mir selber auch beweisen.

    Ich habe keinen Zweifel daran, daß ich mein Gewichtsziel irgendwann erreichen werde. Aber ich bin ehrgeizig. Ich möchte auch schnell vorankommen. Daran scheitere ich gerade etwas, aber mal sehen, wie es weitergeht!

    1. Liebe Louise

      Vielen Dank für Deine Kommentare. Mit Deinem zweiten Kommentar stimme ich überein – eine Diät ist kurzfristig und drastisch und zieht dadurch halt immer das Problem mit sich, dass viele Leute sie nicht durchziehen können. Andere Leute ziehen sie durch und essen danach leider wieder normal – und nehmen alles wieder zu. Gerade wenn Du jedoch einen starken Durchhaltewillen hast, ist eine Diät sicher eine gute Möglichkeit, um das Gewicht erst einmal los zu werden.

      Eine Ernährungsumstellung muss natürlich auf gewissen Prinzipien beruhen – nur weniger zu essen, hilft leider nicht auf Dauer…

      Ich selbst finde die Paläo-Diät hochinteressant und bin überzeugt, dass diese wirklich eine sehr gute Ernährungsform darstellt. Aaaaber ich ernähre mich trotzdem nicht nach Paleo :-) Ich folge keinem bestimmten Prinzip, sondern versuche, eine gesunde und ausgewogene Ernährung in meinen Alltag zu integrieren. Und gleichzeitig meine Liebe zu Schokolade nicht zu ignorieren. Und wenn ich Lust auf Zopf mit Nutella habe, so gönne ich mir diesen :-) Aber eben nicht nonstopp sondern ab und zu bewusst. Den grössten Teil meiner Zeit versuche ich mich möglichst ausgewogen zu ernähren – wenn ich abnehmen möchte, lasse ich etwas mehr Zucker und Kohlenhydrate weg – wenn ich das Gewicht halte, füge ich sie wieder hinzu. Zum Frühstück esse ich Rührei mit Gemüse (wenn es nach Paleo geht), Quark mit Obst oder Vollkornmüesli ohne Zucker mit Milch und Proteinpulver.

      Liebe Grüsse und weiterhin viel Erfolg
      Ariana

  9. Liebe Ariana..
    dein Artikel war wircklich sehr toll..hat mir sehr gut gefallen..
    bei mir wurde vor 4 Monate Brustkrebs festgestellt. .ich wurde operiert und bestrahlt. .jetzt geht es mir gut..ich habe aber wegen die Schmerzen mich nicht mehr so richtig bewegt..und dann 10 Kilos zugenommen..
    ich bin sehr traurig..und versuche wieder abzunehmen. .ich werde deine Tips folgen..drück mir die Daumen
    vielen dank
    Lulu

    1. Liebe Lulu
      Ich habe mich total über Deinen netten Kommentar gefreut. Und ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe und vor allem viel Gesundheit und Kraft und Energie. Das Gewicht wird ganz sicher wieder heruntergehen – der Körper braucht nur nach solchen Operationen erst mal eine Zeit, bis alles wieder im Gleichgewicht ist.
      Ganz liebe Grüsse
      Ariana

  10. Ein sehr toller Beitrag und sehr inspirierend… Mein Problem ist, dass ich von 0 auf 100 will. Dass es morgen Weihnachtsessen gibt, bereitet mir bereits jetzt Bauchschmerzen. Ich denke halt, Abnehmen funktioniert nur durch eine akute Kalorienreduzierung und das muss halt umgehen passieren, damit es schnelle Erfolge gibt. Der Druck ist glaub ich mein größter Feind. Ich habe zwar vom BMI her Normalgewicht, würde aber gerne 8kg verlieren… Ich fühle mich so nicht wohl.
    Dein Beitrag ist super! Nicht so hart und “gemein” wie zB Sophia Thiel, Detlef D Soost & Co..
    Danke für deine Inspiration :-)

    1. Vielen Dank für Deine netten Worte!
      Oft ist es gerade der Druck, der uns schlussendlich am Abnehmen hindert. Einerseits erzeugt er Stress, andererseits oftmals dann auch noch zusätzliche gefrustete “Essattacken”. Ich würde daher ganz entspannt an die ganze Sache gehen. Wenn Du sowieso schon Normalgewicht hast, ist es viel besser, das Gewicht langsam und dafür dauerhaft zu verlieren, als Hau-Ruck Aktionen zu starten.
      Und ich balanciere die Weihnachtsessen einfach immer mit ein paar Salatmahlzeiten an den Tagen davor und danach wieder aus.
      Liebe Grüsse
      Ariana

Ich freue mich sehr über Deine Rückmeldung. Bitte beachte dazu die Hinweise zum Datenschutz unter "Impressum und Datenschutz".

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.