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Die Buchwoche: Das Autoimmun Kochbuch

Normalerweise stelle ich Dir jeden Samstag ein wunderbares neues Buch vor. Allerdings lese ich normalerweise deutlich mehr als nur eines pro Woche. Damit all die anderen wertvollen Schätze nicht traurig und unveröffentlicht im Regal sitzen müssen, darfst Du Dich in dieser Woce gleich an 6 neuen Werken zum Thema Sport, Ernährung und persönlicher Weiterbildung erfreuen. Heute geht es mit Das Autoimmun-Kochbuch von Angie Alt und Jenifer Beehler weiter.

Der Inhalt

Kann man sich eigentlich in ein Kochbuch verlieben? Wenn das möglich ist, ist “das Autoimmun Kochbuch” auf jeden Fall meine erste Wahl (auch wenn ich wahrscheinlich mit einem offenen Beziehungsmodell experimentieren müsste).

Wusstest Du, dass eine von fünf Personen unter einer Autoimmunerkrankung leidet? Ich finde, das ist eine ganze Menge – auch wenn Du nicht betroffen sein solltest, macht es Sinn, sich darüber zu informieren. Angie Alt macht das ganz hervorragend: Du erfährst in diesem Kochbuch erst einmal, was eine Autoimmunkrankheit überhaupt ist und wie das AIP (die entsprechende Ernährungsweise) Dir helfen kann, die Symptome zu verringern. Daraufhin erklärt sie das System im Detail: Welche Lebensmittel gehen auf jeden Fall, welche Phasen gibt es und auf was solltest Du dabei achten?

Grundsätzlich ist das AIP mit einer abgewandelten Form der Paleo Ernährung zu vergleichen. In diesem Zusammenhang fand ich es jedoch hervorragend, dass die Autorin verschiedene Aspekte wie z.B. die Ausgewogenheit der Ernährungsform besonders betont. Gerade wenn man merkt, dass es einem gut tut, auf verschiedene Nahrungsmittel zu verzichten, wird man schnell dazu verleitet, immer mehr zu reduzieren – allerdings hilft hier viel nicht viel (im Gegenteil!). Nebst diesen Zusatzinformationen findest Du im ganzen Buch immer wieder einmal verschiedene Emotionen, mit denen Du (wahrscheinlich) bei einer Autoimmunerkrankung konfrontiert wirst (z.B. Verweigerung oder Angst). Auch diese Idee fand ich sehr schön.

Lass uns jetzt aber zum wichtigsten kommen: den Rezepten! Da ich mich momentan nicht nach dem AIP ernähre, konnte ich aus einer grossen Vielzahl auswählen – wenn Du das AIP befolgst, siehst Du jeweils am Rand, für welche Phase das Rezept geeignet ist. Ausserdem erfährst Du in den Tipps, ob es allenfalls auch für eine andere Phase abgewandelt werden kannst.

Rein vom Aufbau her sind die Rezepte absolut grandios: Portionen, Vorbereitungsdauer, Garzeit, kurzer Informationstext, Zutatenliste und idiotensichere Anleitungen – was will das Köchinnenherz mehr? Ach ja – tolle Bilder – und mit denen kann das Buch auf jeden Fall auch aufwarten. Wirklich begeistert haben mich jedoch die Kochergebnisse. Jedes Rezept gelang mir auf Anhieb und schmeckte absolut himmlisch! Natürlich ist das immer auch Geschmacksache, aber Angie Alt hat hier meinen Geschmack zu 100% getroffen. Wie bei den meisten Büchern, welche sich an die Paleo-Theorie anlehnen, findest Du auch hier verhältnismässig viele Rezepte mit Fleisch.

Wenn Du jemanden kennst, der unter einer Autoimmunerkrankung leidet, selbst eine hast oder aber einfach nur herrliche Rezepte geniessen möchtest (meine Favoriten sind die Gewürzsüsskartoffeln und die Garnelen-Ingwer-Limetten Ceviches), kann ich Dir das Buch nur wärmstens empfehlen.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Books4Success Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Foto von Cassidy Kelley, Unsplash

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2 comments

  1. Hey Ariana,

    Ich liebe Paleo – schlicht und einfach, weil die Ernährungsphilosophie für mich logisch und einleuchtend ist. Wenn ich auf meinem Blog über Ernährung schreibe, dann tue ich das zu 90% aus einer Paleo-Perspektive.

    Deshalb habe ich natürlich schon öfter von AIP gelesen. Im Moment hat das Autoimmun Protocol gerade wieder hohe Relevanz, da ich mich mit dem Leaky Gut Syndrom beschäftige – und was man dagegen tun kann. Da ist AIP eine sehr guter Ansatz und deine Kochbuch-Rezension kommt wie gerufen 😉

    Danke und alles Liebe,
    Sarah

    PS: Wieso hast du keinen Newsletter? Ich fände es toll benachrichtigt zu werden, sobald es neue Artikel gibt. 🙂

    1. Liebe Sarah
      Mir geht es ganz genauso – auch wenn ich mich nicht ganz strikt Paleo ernähre, da ich festgestellt habe, dass ich damit nicht 100% klarkomme 🙂
      Es freut mich natürlich riesig, dass Dir die Rezension gefällt – empfehlenswert ist das Kochbuch auf jeden Fall.
      Ich hatte früher einen Newsletter – evt. werde ich diesen in den nächsten Monaten wieder einmal reaktivieren.
      Ganz liebe Grüsse
      Ariana

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