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Die Buchwoche: Handbuch Nahrungsergänzung

Handbuch Nahrungsergänzung

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links. Mehr dazu hier.

Wenn man den Markt mit den Nahrungsergänzungsmitteln betrachtet, kommt man sich vor, wie in einem undurchdringlichen Dschungel. Lange Lianen schlingen sich um die Beine, die Blütenpollen leuchten verlockend und alle möglichen Gerüche betören die Sinne. Manche der Pflanzen sind essbar, bewirken jedoch nichts. Andere helfen zu ungeahnten Kräften. Und manche wiederum sind eher kontraproduktiv. Da ist es gut, wenn man ein Handbuch zur Hand hat, in welchem man schnell nachschlagen kann, was einem da gerade zwischen die Finger kam. Wie zum Beispiel das Handbuch Nahrungsergänzung von Philipp Rauscher

Der Inhalt

Bevor die Nahrungsergänzungsmittel konkret angesprochen werden, geht es erst einmal mit einer kurzen Einleitung los. In dieser wird unter anderem erklärt, dass man von Nahrungsergänzungsmitteln keine Wunder erwarten darf und dass diese weder eine ausgewogene Ernährung noch einen gesunden und durchdachten Lebensstil ersetzen können.

In den meisten Fällen wirken sie im Einklang mit dem Körper und dem Stoffwechsel und haben keine pharmakologische Wirkung.

Die folgenden Kapitel unterteilen die Nahrungsergänzungsmittel in 9 verschiedene Kategorien:

  • Nahrungsergänzungen auf Proteinbasis
  • Aminosäuren als Nahrungsergänzung
  • Mineralstoffe
  • Vitamine
  • Fettsäuren
  • Adaptogene
  • Nootropika
  • Stimulanzien
  • Nahrungsergänzungen zur Verbesserung der Schlafqualität

Du hast noch nie von Nootropika gehört? Keine Sorge – jedes Kapitel beginnt erst einmal mit einer kürzeren oder längeren Einleitung, in welcher die Kategorie beschrieben wird. So handelt es sich bei Nootropika um Substanzen, welche direkt auf das zentrale Nervensystem einwirken. Dadurch werden die geistigen Fähigkeiten verbessert, z.B. die Konzentrationsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und die Merkfähigkeiten.

Anschliessend werden die einzelnen Produkte vorgestellt. Der Autor geht jeweils zuerst darauf ein, um was es sich bei dem Produkt handelt und wie es im Körper wirkt. Dabei ist mir der Schreibstil sehr angenehm aufgefallen – zwar werden einige Fachbegriffe verwendet, jedoch immer in einem Rahmen, der die Lektüre noch angenehm und verständlich wirken lässt.

Auch Sportler profitieren von einer kaliumreichen Ernährung, weil Kalium die Glykogenspeicherung in Muskeln und Leber positiv beeinflusst und sich ausserdem in Zellmembranen befindet, wo es wichtige Aufgaben bei der Nerv-Reiz-Weiterleitung und der Muskelkontraktion erfüllt, ein weiterer Grund, weshalb eine sinnvolle Sporternährung ausreichende Mengen Obst und Gemüse enthalten sollte.

Am Ende jedes Kapitels erfährst Du zudem die wichtigsten Fakten auf einen Blick. Besonders praktisch ist dabei die Einnahmeempfehlung. Es wird Dir erläutert, wie viel Du in welcher Situation und zu welchem Zeitpunkt am Besten einnehmen solltest. Die Dosierung ist dabei zwar höher als diejenige der DGE, aber noch nicht so hoch wie andere Ärzte (z.B. Dr. Strunz) empfehlen – also durchaus noch moderat.

Ich kenne mich zu den Themen Proteine, Mineralstoffe und Vitaminen bereits ziemlich gut aus – gerade die Kapitel über Adaptogene, Nootropika und Stimulanzien waren für mich jedoch noch komplett neu. Dabei habe ich zahlreiche interessante Ansätze gefunden, welche ich in den nächsten Monaten gerne einmal vertieft prüfen werde.

Alles in allem würde ich das Buch daher sowohl Einsteigern in diesem Gebiet als auch Fortgeschrittenen empfehlen – ich bin mir sicher, dass hierbei jeder noch etwas nützliches finden wird. Gerade für Einsteiger sind die kurzen Übersichten zudem sehr hilfreich und helfen dabei, sich im Dschungel einen vernünftigen Weg zu bahnen.

Du bist noch unsicher? Hier findest Du weitere Informationen und eine Leseprobe zu dem Buch.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim riva Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

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