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Die Buchwoche: Hatha Yoga

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links und eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten). Mehr dazu hier.

Ferienzeit ist auch Buchwochenzeit – was gibt es herrlicheres, als in der warmen Sonne zu liegen und sich in einem inspirierenden Werk zu verlieren?

Ich praktiziere schon seit vielen Jahren begeistert Yoga. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, wie sehr ich mich daher gefreut habe, als ich das folgende Buch in den Händen hielt: Hatha Yoga: Das komplette Buch von Martina Mittag

Der Inhalt

Gleich zu Beginn möchte ich einige Worte zum Umfang dieses Buches verlieren. “Hatha Yoga” wird in der DTB-Yogaausbildung genutzt – dies ist schon ein erster Hinweis darauf, dass es sich bei diesen rund 400 Seiten um mehr als nur ein paar Yoga-Übungen handelt. Zudem widmet sich die Autorin auf den ersten 130 Seiten erst einmal der Theorie. Ich war davon richtig begeistert und habe mich gleich einmal für ein paar (respektive sehr viele) Stunden verzogen, um ungestört darin zu schmökern.

Ich gebe es zu – das erste Kapitel über die Geschichte des Yogas und die Entwicklung habe ich grosszügig quergelesen. Die zahlreichen Fremdwörter (z.B. Tattvas, Sankhyavorläufer, Manhabharata etc.) waren zwar gut erklärt, mir aber dennoch etwas zu viel.

Im zweiten Kapitel werden die Unterschiede zwischen den Yoga-Übungen (den Asanas) sowie dem “restlichen” Yoga erläutert. Dabei geht es z.B. darum, auf was Konflikte und Problemfelder zurückgeführt werden können (z.B. Ich-Verhaftung) oder darum, wie man mit sich und der Umwelt umgehn sollte – höchst interessant.

Genauso fesselnd fand ich das Kapitel über die Gunas – Grundformen der Energie. Dabei ging es z.B. um die 5 Elemente, um die Grundeigenschaften der Natur und die konkrete Verbindung zu der Yoga Praxis. Es wird gezeigt, wie man geschwächte Elemente stärken könnte – immer einerseits im Blick auf sich selbst und andererseits im Hinblick auf seine Yoga-Schüler.

Selbstverständlich wurde auch das Chakrensystem ausführlich beleuchtet. Jedes der Hauptchakren wurde mit wunderschönen Bildern illustriert und detailliert beschrieben. Keine Sorge, wenn Du davon bisher noch nie gehört hast – auch die Theorie dahinter wird anschaulich erklärt.

Das Kapitel über die Asanas beginnt mit einer allgemeinen Einführung. Darin erfährst Du zum Beispiel, welche Grundhaltungen es gibt, wie man diese einteilen kann und welche Struktur und Wirkungen diese haben.

Da sich dieses Buch auch an Yogalehrer richtet, wird ausserdem ausführlich beleuchtet, wie man Asanas aufbaut – von der Vorbereitung zum Hinführen über die Haltephase, das Auflösen und das Nachspüren. Gerade wenn Du Dir selbst oft Deine eigene Yogapraxis zusammenstellst, sind diese Hintergründe sehr spannend. Auch die Bandhas (Siegel/Verschlüsse) und mögliche Verletzungsrisiken werden besprochen.

Anschliessend geht es mit der Praxis los. Dabei wird jede Übung mit einem oder mehreren Fotos gezeigt und zudem die Symbolik/Bedeutung, der Haltungsaufbau, Arbeiten in der Haltung, Aktive und stabilisierende Muskulatur, gedehnte Muskeln, Vorbereitende Übungen un der Ausgleich beschrieben. Dieser Part eignet sich hervorragend als Nachschlagewerk, wenn Du eine Übung besser kennen lernen möchtest.

Nach diesem sehr ausführlichen Kapitel ist das Buch aber noch lange nicht zu Ende. Der Vinyasa Flow und der Sonnengruss sowie die Atmung und die Entspannung erhielten je noch ein eigenes Kapitel. Insbesondere bei den letzten beiden Kapiteln gefiel mir sehr gut, wie die östliche Yogapraxis mit unserem westlichen Alltag verbunden wurde – die Autorin beschreibt jeweils die Grundlagen und kombiniert diese anschliessend mit konkreten Tipps oder Vorschlägen für jeden von uns.

Da sich das Buch an (angehende) Yogalehrer richtet, enthält es natürlich auch ein Kapitel über das Unterrichten selbst – inklusive Beispielsübungsverläufen und exemplarischen Themenstunden. Ich bin noch lange nicht so weit, dass ich Yoga unterrichten könnte – hatte aber den Eindruck, dass man durch diese Themenstunden eine gute Grundlage erhält, um anschliessend eigene Stunden zu gestalten.

Abgeschlossen wird das Buch durch ein wunderbares Kapitel zur Tiefenentspannung und imaginativen Techniken.

Ich habe in “Hatha Yoga” unglaublich viel über die Hintergründe des Yogas und die Zusammenhänge in unserem Körper gelernt und gehe meine Yogapraxis seither ganz anders an. Wenn Du an der Yoga Theorie interessiert bist, ist dieses Buch mit Sicherheit eine sehr gute Wahl.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Meyer & Meyer Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

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