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Die Buchwoche: Warum Meditation heilt

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links Mehr dazu hier.

Dass Sport gut für den Körper ist, hat sich mittlerweile bei fast jedem herumgesprochen. Dass Meditation genauso gut für den Geist ist, ist noch nicht ganz so bekannt. In „Warum Meditation heilt“ von Sr. Steven Laureys erfährst Du mehr zu diesem spannenden Thema.

Der Inhalt

Viele Meditationsbücher basieren auf persönlichen Erfahrungen oder Überlieferungen. Bei diesem Buch wurde eine andere Herangehensweise gewählt. Der Autor ist Neurologe und forscht seit über 20 Jahren am menschlichen Bewusstsein. In diesem Rahmen stiess er auch auf die Meditation und hat deren Auswirkungen in seinem Labor im Detail untersucht. Dabei hatte er das Glück, eng mit Matthieu Ricard, einem buddhistischen Mönch und Wissenschaftler, zusammenarbeiten zu können. So waren z.B. auch Vergleiche zwischen „normalen“ Meditierenden und Menschen, welche bereits tausende von Stunden meditiert hatten, möglich.

Der Filmregisseur David Lynch fasste es perfekt in Worte, als er zu mir sagte: „Die Sache mit der Meditation ist die – du wirst immer mehr du selbst.“ Du brauchst also überhaupt keine Bedenken zu haben, so zu meditieren, wie es zu dir passt und dir gefällt.

Aus „Warum Meditation heilt“

Wenn Du bei dieser Einleitung befürchtest, dass es sich um ein trockenes, wissenschaftliches Werk handelt, kann ich Dich beruhen. Die Inhalte beruhen zwar auf einer wissenschaftlichen Basis, der Schreibstil ist jedoch angenehm zugänglich und offen. Der Autor lässt viel von seiner Lebensgeschichte und seinen Erfahrungen in die Lektüre einfliessen und sorgt somit auch für einen persönlichen Touch.

Um mit Worten zu erklären, was Meditation ist, greife ich zu einem Vergleich. Meditation ist wie Sport, allerdings ein Sport für das Gehirn. So wie Sport eine Sammelbezeichnung für verschiedene Arten wie Laufen oder Bodybuilding ist, ist Meditation ein Sammelbegriff für die verschiedenen Arten von Übungen für den Geist.

Aus „Warum Meditation heilt“

Schön fand ich, dass er zudem immer wieder kleine Übungen eingebaut hat, um die verschiedenen Techniken direkt zu probieren. Ich fand es unglaublich spannend, einmal nachzulesen, was genau im Gehirn passiert, wenn jemand meditiert – und warum dies besonders gut für uns ist.

Manchmal hat mich die starke Fixierung auf Matthieu Ricard etwas irritiert – andererseits – wenn man die Möglichkeit hat, mit so jemandem zu forschen, muss man dies ja beinahe entsprechend vertieft ausführen.

Auch bei anderen Punkten waren mir die Schilderungen des Autors ein bisschen zu Ich-bezogen (wenn er z.B. erläutert, welche berühmten Persönlichkeiten er schon kennt und wie eng er mit ihnen befreundet ist) und manchmal waren mir die Wiederholungen etwas zu häufig.

Wenn du beschliesst, Verantwortung für deine körperliche Gesundheit zu übernehmen, indem du mehr Sport machst – warum solltest du dann nicht Verantwortung für mentales Wohlbefinden übernehmen, indem du dein Gehirn schulst? Meditation ist kein magischer Hokuspokus. Bestimmte Arten von Übungen können die Struktur deiner grauen Substanz verändern und so deinem psychischen, emotionalen und sozialen Leben zugutekommen.

Aus „Warum Meditation heilt“

Andererseits liegt dies wahrscheinlich daran, dass der Autor zwar auch viel meditiert – aber im Vergleich zu anderen Meditationsbüchern eben eine wissenschaftliche Herangehensweise gewählt hat. Ich habe daher möglicherweise einfach unbewusst etwas anderes erwartet.

Interessant waren zudem die zahlreichen Erfahrungsberichte, welche die unterschiedlichsten Personen und ihre Erlebnisse mit der Meditation schildern. Gerade diese Vielfalt zeigt, dass es kein „richtig“ und kein „falsch“ bei dieser Thematik gibt.

Auf den Punkt gebracht – wir vergessen häufig, hier und jetzt froh zu sein.

Aus „Warum Meditation heilt“

Gerade wenn Du Dich noch nicht viel mit Meditation beschäftigt hast oder das bisher eher als „esoterischen Hokuspokus“ abgetan hast, kann ich Dir dieses Buch wärmstens empfehlen. Es ist leicht zu lesen, wissenschaftlich fundiert und eine wunderbare Annäherung an diese komplexe Thematik.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Vielen Dank an den riva Verlag für das Rezensionsexemplar. Fotos von mir selbst.

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