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Die Buchwoche: Yogatherapie

Yogatherapie

Dieser Beitrag enthält eine Rezension (Rezensionsexemplar erhalten) und Affiliate Links. Mehr dazu hier.

Ich habe einen Flair für dicke Bücher. Schliesslich bedeuten mehr Seiten mehr zum Lesen und das wiederum ist ein sicheres Zeichen für mehr Vergnügen. Gut 500 Seiten geballtes Wissen über Yoga – wer könnte das schon widerstehen? Warum mich Yogatherapie von Mark Stephens dennoch nicht zur richtigen Zeit erreicht hat, erfährst Du in dieser Rezension.

Der Inhalt

Beginnen wir erst einmal damit, worum es in diesem Buch geht. Während ich Anfangs dieser Woche mit 50 Workouts Yoga ein Buch vorgestellt habe, in welchem primär der sportliche Aspekt des Yogas zum Zug kam, werden in diesem Werk sämtliche anderen Bereiche vorgestellt. Insbesondere geht es darum, Krankheiten und Beschwerden mit verschiedenen Methoden und Übungen zu lindern.

Selbst wenn Du bisher noch nichts über Yoga oder die Behandlung von Krankheiten weisst, wird Dich das Buch gezielt abholen. Im ganzen ersten Teil erfährst Du nämlich alles über die Ursprünge und Quellen der Yogatherapie. Dabei werden Yoga, Ayurveda und moderne Medizin vorgestellt und miteinander verglichen.

Anschliessend geht es mit dem zweiten grossen Kapitel weiter: den Organsystemen des menschlichen Körpers. Darunter fallen zum Beispiel die Haut, das Skelettsystem, das lympathische System oder das Verdauungssystem.

Rezension Yogatherapie

Der Autor geht hierbei wirklich auf sämtliche Details ein – von häufigen Erkrankungen der einzelnen Organsysteme über den detaillierten Aufbau bis hin zur Funktionsweise. Aufgrund dieser Detailtiefe tut es mir richtig leid zu sagen, dass er mich beinahe schon im ersten Kapitel verloren hätte.

Es werden auf diesen 500 Seiten nämlich enorm viele Informationen untergebracht. Leider ähnelte das Buch vom Schreibstil her mehr einem medizinischen Nachschlagewerk als einer angenehm zu lesenden Lektüre. So waren viele Sätze sehr lang, von Fremdwörtern durchzogen und eher komplex zu lesen.

Eine Nebenrolle spielen einige Muskeln, die mit den seitlichen und hinteren Rippen verbunden sind: Der vordere Sägemuskel (M. serratus anterior) hilft, die Position des Brustkorbs zu halten (und unterstützt die Einatmung); die spinotransversalen Muskeln strecken die Wirbelsäule und tragen so dazu bei, den Brustkorb anzuheben; der hintere Sägemuskel (M. serratus posterior) dehnt die hinteren Rippen, sodass der Atem in den hinteren Teil der Lunge strömen kann.

Auch die wenigen Bilder oder Grafiken trugen nicht gerade zur leichten Lesbarkeit des Buches bei.

Mark Stephens Yogatherapie

Nach einem ausführlichen Kapitel über die Kommunikation und Interaktion in der Yogatherapie sowie die Beurteilung und die Planung therapeutischer Übungen geht es mit den Asanas weiter. Allerdings muss isch der Leser auch hier erst noch durch einiges theoretisches Wissen arbeiten. So wird insbesondere Pranayama (der Atmung) und Meditation viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Werden die Asanas anspruchsvoller, schränkt eine begrenzte Atemfähigkeit den Zugang zu der tiefen Quelle der Festigkeit und Leichtigkeit ein, die sich durch die volle und bewusste Atmung einschliesst. Es ist daher unerlässlich, dass Lehrer ihre Schüler in der Grundatemtechnik des Yoga – Ujjayi Pranayama – unterweisen und sie mit fortgeschritteneren Atemtechniken aus der weiteren Kunst des Pranayama bekannt machen.

In diesem kurzen Textauszug lässt sich sehr gut der etwas schwerfällige (um nicht zu sagen altbackende) Schreibstil erkennen. Obwohl die vermittelten Informationen unglaublich spannend waren, lockte mich dieser Stil nicht unbedingt zum Weiterlesen. Das fand ich selbst ziemlich schade, schliesslich hätte mich das Buch sehr gereizt. Ich gebe daher zu, dass ich viele Kapitel einfach ein wenig quergelesen habe und mir für später aufsparen werde. Vielleicht liest sich so ein Werk auch besser, wenn man sich pro Woche nur ein paar wenige Seiten vornimmt und diese dann in aller Ruhe verdaut.

Ich habe mir daher erlaubt, den Theorieteil einmal hinter mir zu lassen und direkt zu den Übungen zu springen. Diese werden nach den verschiedenen Beschwerden aufgeteilt. So erfährst Du zuerst z.B. einige grundsätzliche Informationen zu einer Krankheit (z.B. Verstauchungen der Sprungelenke), erhältst anschliessend Informationen zur Schmerzerfahrung und der bekannten Ursachen sowie grundsätzliche Hinweise zur Heilung. Anschliessend werden einige Asanas vorgestellt, welche bei diesen Beschwerden besonders gut helfen. Diese werden dabei immer wieder komplett mit Fotos und Text abgebildet – selbst wenn sie bei einer anderen Verletzung schon einmal vorgestellt wurden.

Dabei fiel mir sehr positiv auf, dass unglaublich viel mit Hilfsmitteln gearbeitet wurde. Der Autor erwähnt schon zu Beginn, das jede Praxis individuell an den einzelnen Menschen angepasst werden muss – dies spiegelt sich sehr schön in den zahlreichen Variationen wieder.

Alles in allem handelt es sich hierbei nicht um ein Buch, welches Du in wenigen Stunden durchlesen kannst. Statt dessen hast Du hier ein komplexes Nachschlagewerk vor Dir, welches Dich mit Sicherheit viele Jahre begleiten wird.

Du bist noch unsicher? Hier findest Du weitere Informationen und eine Leseprobe zu dem Buch.


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim riva Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

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