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Glückliche Psyche: Mehr Leichtigkeit

Mit emsigem Sport und einer perfekten Ernährung kannst Du schon ziemlich nahe an die beste Version von Dir selbst kommen. So lange Du Dich jedoch nur auf diese zwei Aspekte konzentrierst, wird Dir immer noch ein letztes Puzzleteil fehlen.

Diese Serie ist genau dazu da – um Dich dabei zu unterstützen, das letzte Puzzleteil zu finden.


Die vorherigen Beiträge kannst Du hier nachlesen:
Glückliche Psyche: Bring Die Natur in Deinen Alltag
Glückliche Psyche: Wie Meditation Dir helfen kann
Glückliche Psyche: Was Lachen für Dich tun kann
Glückliche Psyche: Wie Du lernst, Dein Leben unglaublich zu lieben
Glückliche Psyche: Weshalb Du einfach einmal das Kabel ziehen solltest
Glückliche Psyche: Erwecke den Künstler in Dir
Glückliche Psyche: Was Nachrichten mit Dir machen
Glückliche Psyche: Wie Du Deine Zeit in den Griff bekommst
Glückliche Psyche: Die Work Life Balance 


Kinder gehen das Leben unglaublich verspielt an. Sie springen in Pfützen, stellen sich vor, wie sie an Luftballonen über die Stadt schweben, der Teller mit Spaghetti wird zu einer Schlangengrube und wenn mal etwas nicht ganz klappt, wird herzlich darüber gelacht. Oder geweint und kurz darauf wieder von vorne begonnen – ohne stundenlange Überlegungen.

Wenn wir älter werden, geht dieser verspielte Charakter nach und nach verloren. Du hast natürlich recht, wenn Du jetzt einwendest, dass es nicht besonders viel Spass macht, Rechnungen zu bezahlen und dass Du lieber in Pfützen springen würdest, als die Wohnung aufzuräumen. Andererseits ist dies vielleicht auch nur eine Einstellungssache. Unser Umfeld gibt uns so viele Dinge vor, welche wir unreflektiert übernehmen – obwohl sie nicht unbedingt so stimmen müssen. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Das Bezahlen von Rechnungen macht keine Spass.
  • Es gibt “Arbeit”, welche mühsam ist und “Freizeit”, welche Spass macht. Daher müssen wir auch immer auf das Wochenende und die Ferien hinfiebern.
  • Das Leben ist eine ernste Angelegenheit und muss auch so angegangen werden.
  • Die Aufgaben im Haushalt machen keinen Spass, müssen aber regelmässig erledigt werden.
  • Das Leben ist grundsätzlich hart und anstrengend.

Zum Glück können wir jedoch selbst entscheiden, mit wie viel Ernsthaftigkeit wir unser Leben angehen möchten. Wenn Du Dich rundum wohl dabei fühlst, wenn Dein Leben geregelt abläuft und Du Dich auf eine Art “gerne” durch die To-Do-Listen quälst, um Dich danach mit der Freizeit zu belohnen, spricht natürlich nichts dagegen. Das ist übrigens nicht ironisch gemeint – es gibt wirklich Menschen, denen das Spass macht. Wenn Du jedoch auch manchmal das Gefühl hast, dass Dein Leben etwas zu ernsthaft geworden ist, könnte genau heute der perfekte Zeitpunkt sein, um etwas zu ändern.

Wie immer ist dabei Deine eigene Einstellung entscheidend. Versuche immer wieder einmal, Dich mit ein bisschen Abstand zu betrachten und kritisch zu hinterfragen, was Du jetzt gerade tust. Ist es nicht auch möglich, die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu sehen?

Benötigst Du etwas Inspiration? Aber gerne doch! Du könntest zum Beispiel:

  • Alles in ein grosses Spiel verwandeln – besonders die unangenehmen Aufgaben. Dabei sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Versuchst Du die Wäsche schneller zusammenzulegen als Dein Partner? Oder ist es ein Wettlauf gegen Dich selbst? Stellst Du Dir vor, wie Du mit dem Abwasch eine geheime Mission erledigst und dabei die Welt rettest? Oder ist es eher einfach ein leichtes herumexperimentieren?
  • Den Moment geniessen und weniger denken – manchmal machen wir uns einfach viel zu viele Gedanken. Wenn ich z.B. etwas Neues lerne, mache ich mir erst einmal viele Gedanken um die Technik und die korrekte Haltung und, und, und. Dabei wäre es so viel einfacher, wenn ich einfach den Moment geniessen würde. In schönen Momenten tendieren wir ausserdem dazu, bereits daran zu denken, was als nächstes schlechtes passieren könnte. Viele meiner Freunde finden z.B. den Sonntag den schlimmsten Tag der Woche, weil darauf direkt der Montag folgt. Wenn Du Deine Gedanken immer wieder einmal beiseite schiebst und Dich nur auf die Geräusche, Gefühle und Schwingungen vom “Jetzt” einlässt, vergrösserst und vervielfachst Du Deine Glücksgefühle.
  • Den Zufall machen lassen – ich liebe es, alles zu organisieren. Auch der normale Alltag ist bei mir minutiös durchgeplant. Aber die richtig kostbaren Augenblicke kann man einfach nicht im Voraus planen. Diese treffen spontan und unerwartet ein und können daher nicht “organisiert” werden. Ich möchte Dich dazu ermutigen, weniger zu planen und Dich mehr treiben zu lassen.
  • Fantasie erschafft fantastische Realitäten – oftmals versuchen wir, realistisch zu bleiben. Nicht zu viel herumzuträumen und uns erreichbare Ziele zu setzen. Und dabei vergessen wir, dass es manchmal wunderschön sein kann, sich seine eigene Welt zu erschaffen. In der alles ganz genau so ist, wie Du es Dir erwünscht. In der Du fliegen kannst, Weltmeisterin bist und alles erreichst, was Du Dir erträumen kannst. Es spielt keine Rolle, wie ausgefallen diese Träume sind – sich manchmal in eine andere Realität zu begeben macht Spass und kann sehr befreiend wirken. Ich tauche zum Beispiel gerne beim Putzen, beim Pendeln oder aber beim Laufen in diese fantastischen Welten ein.
  • Leichtigkeit – manchmal hilft es auch einfach, die ganzen kleinen Alltagssituationen nicht so schwer zu nehmen. Sind sie wirklich wichtig? Kannst du die drängelnden Autofahrer, die Rechnungen oder auch die nervenden Mitbewohner nicht einfach weniger ernst nehmen? Sie sind sowieso da – es wird auch nicht besser, wenn Du Dich darüber ärgerst.

 

Was sind Deine besten Strategien für mehr Leichtigkeit im Alltag?

 


Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com

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6 comments

  1. Das ist ja mal wieder ein Super-Gedankenanschubser ;)
    Wenn irgendwas so richtig nervig ist, tue ich manchmal so, als wäre ich eine Schauspielerin, die eine Rolle spielt – und gerade heute sollte ich mal wieder die Rolle “Motivierteste Mitarbeiterin des Tages” spielen, weil ich im Moment so unfassbar viele nervige Aufgaben auf dem Schreibtisch liegen habe ;)

    1. Es freut mich sehr, dass Dir der Beitrag gefällt – und das mit der Schauspielrolle ist ja genial – das habe ich heute auch direkt getestet (auch wenn ich nur kurz die motivierteste Mitarbeiterin blieb ;-) ). Aber morgen kann ich es ja wieder versuchen.

      Liebe Grüsse
      Ariana

  2. Da hast du definitiv recht. Vor allem, haben wir doch meistens nur kleine Alltagsprobleme, trotzdem geht es uns meistens besser als 80% der anderen Menschen auf der Erde..

    1. Lieber Dietrich
      Das stimmt – wenn man sich das regelmässig bewusst macht, freut man sich viel öfter!
      Liebe Grüsse
      Ariana

  3. Hallo Ariana,

    bin seit langer Zeit mal wieder hier reingeschneit und war von Deiner Reihe zur glücklichen Psyche sofort überzeugt. Nur wenn die stimmt, kanns mit dem Rest auch klappen. Und je höher man hinaus will, umso wichtiger ist ein Ausgleich. Und um Deine Frage am Ende zu beantworten: Nichts lässt mich mehr entspannen als die Sauna. Der Körper findet beim Schwitzen Erholung und der Geist kann in den Pausen dazwischen einfach vor sich hinträumen. Einfach herrlich.

    Sportliche Grüße

    1. Lieber Jörg
      Vielen Dank für Deine netten Worte – Sauna ist eine hervorragende Idee. Bei mir in der Nähe gibt es ein paar wunderschöne Saunalandschaften und Du hast mich gerade wieder daran erinnert, dass ich diese eigentlich schon lange wieder einmal besuchen wollte – danke!
      Liebe Grüsse
      Ariana

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