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Glückliche Psyche: Was Nachrichten mit Dir machen

Mit emsigem Sport und einer perfekten Ernährung kannst Du schon ziemlich nahe an die beste Version von Dir selbst kommen. So lange Du Dich jedoch nur auf diese zwei Aspekte konzentrierst, wird Dir immer noch ein letztes Puzzleteil fehlen.

Diese Serie ist genau dazu da – um Dich dabei zu unterstützen, das letzte Puzzleteil zu finden.

Die vorherigen Beiträge kannst Du hier nachlesen:
Glückliche Psyche: Bring Die Natur in Deinen Alltag
Glückliche Psyche: Wie Meditation Dir helfen kann
Glückliche Psyche: Was Lachen für Dich tun kann
Glückliche Psyche: Wie Du lernst, Dein Leben unglaublich zu lieben
Glückliche Psyche: Weshalb Du einfach einmal das Kabel ziehen solltest
Glückliche Psyche: Erwecke den Künstler in Dir

Ich möchte heute mit einem kleinen Experiment starten. Schnapp Dir ein Stück Papier und einen Stift und notiere einfach einmal stichwortartig, wie Du Dich jetzt gerade fühlst. In genau diesem Moment. Nun suchst Du Dir ein beliebiges Nachrichtenmedium aus und hörst, liest oder schaust Dir 15 Minuten lang an, was in letzter Zeit passiert ist. Danach notierst Du nochmals Deine Gefühle.

Ich könnte beinahe wetten, dass diese nicht besser wurden – im Gegenteil, meistens fühlt man sich danach schlechter. Ausnahmen sind er Sport- und Kulturteil – es sei denn, die falsche Mannschaft hat gewonnen.

Wenn Du regelmässig und ungefiltert Nachrichten liest oder hörst, fühlst Du Dich zwar informiert. Aber gleichzeitig entstehen Ängste oder Vorurteile. Andere Menschen sind schockiert, deprimiert oder fühlen sich hilflos. Alles Gefühle, welche man eigentlich nicht in seinem Leben haben möchte.

In der Schweiz gibt es eine Tageszeitung, welche gratis an unterschiedlichen Haltestellen aufliegt. Wenn man am Morgen mit dem Zug fährt, liest jede zweite Person diese Zeitung. Aber wie fühlt man sich nach dieser Lektüre? Ist man tatsächlich informiert? Erfreut und hat man etwas gelernt? Um möglichst viele Leser zu gewinnen, sind leider keine komplexen Analysen einer Situation oder ein analysierender Bericht hilfreich. Schlagzeilen, Fotos und besonders extreme Berichte locken die Leute an. Ich frage mich immer, was diese ganzen negativen Berichte bei den unzähligen Lesern auslösen. Und ob den Verlegern wirklich bewusst ist, welchen Einfluss sie mit ihrer Zeitung haben.

Daher möchte ich Dich heute dazu inspirieren, etwas bewusster mit den Nachrichten umzugehen. Du könntest:

  • Komplett auf die Zeitungslektüre und die Nachrichten verzichten: Wenn etwas wirklich wichtiges passiert, bekommst Du das meistens durch andere Kanäle mit. Sieh es erst einmal als ein Experiment an und frage Dich nach einer Woche, ob Du wirklich etwas vermisst hast. Möglicherweise kannst Du bei Gesprächen nicht mehr so gut mitreden. Aber andererseits hast Du auch die Möglichkeit, die Gespräche in eine Richtung zu lenken, welche aufbauend und inspirierend ist.
  • Deine Medien sehr selektiv auswählen: Wenn Dir ein kompletter Verzicht auf sämtliche Nachrichten etwas zu extrem erscheint, möchte ich Dich dazu anregen, Deine Medien bewusster auszuwählen. Welche Zeitungen bieten wirklich Hintergrundinformationen und ausführliche Dossiers an? Welche möchten hauptsächlich Leser anlocken? Das gleiche gilt selbstverständlich auch für Fernsehsendungen. Manche Kanäle gewinnen ihre Zuschauer, indem sie möglichst schockierende Nachrichten zeigen. Andere informieren, mögen dadurch aber etwas langweiliger sein. Es ist Deine Entscheidung, was Du sehen möchtest.
  • Aktiv zu werden: Was bringt es Dir, wenn Du jeden Tag weisst, wie viel Unglück in der Welt passiert? Wenn Du diese Informationen schon hast, möchte ich Dich dazu inspirieren, Deinen Teil für eine bessere Welt beizutragen. Du könntest direkt am Ort des Unglücks helfen (z.B. durch Spenden) oder aber in Deiner Umgebung etwas bewirken. Wie wäre es mit einer netten Tat pro Tag? Diese kann äusserst simpel sein (z.B. einen drängelnden Autofahrer vorbeizulassen) oder relativ komplex (in Deiner Freizeit mit blinden Menschen einkaufen zu gehen). Dadurch verlierst Du das ohnmächtige Gefühl, das sich beim Lesen der Nachrichten oftmals einstellt.
  • Die Nachrichten zu besprechen: Wenn Du nach wie vor die Nachrichten hören oder lesen möchtest, gibt es dennoch eine Möglichkeit, um ganz schnell wieder in einen guten Zustand zu kommen. Indem Du mit pragmatisch denkenden Personen darüber sprichst, relativieren sich viele Schreckensmeldungen wieder. Wichtig ist dabei, dass Du Deine Gesprächspartner gut aussuchst. Jemand, der bereits völlig schockiert ist und Dich auf sein Energielevel herunterziehen möchte, ist vielleicht nicht die perfekte Wahl.

Ich selbst schaue seit einigen Jahren keine Nachrichten (und lese auch keine mehr). Grosse Ereignisse bekomme ich schon am Morgen früh über Instagram oder Facebook mit und habe dadurch die Chance, in geeigneten Medien weitere Informationen zusammenzusuchen. Ob jemand ausgeraubt wurde, es im Ausland eine Schiesserei gab oder wer wo betrogen wurde, bekomme ich nicht mehr mit. Mir ist auch ohne eine tägliche Erinnerung bewusst, dass auf dieser Welt viel Unglück passiert. Es wird jedoch nicht besser, wenn ich zusätzlich jeden Morgen betroffen bin. So lange ich nichts konkret ändern kann, hilft mir die Information an sich nicht weiter. Seit ich es so handhabe, habe ich deutlich weniger Angst, fühle mich glücklicher und habe so auch mehr Energie zur Verfügung, welche ich wieder an andere weiterverschenken kann.

 

Wie gehst Du mit Deinem Nachrichtenkonsum um?

 


Deine nächste Mission zum besten DU:
Vom Lesen alleine ändert sich nichts. Suche Dir daher einen der vier vorgestellten Punkte aus und ziehe diesen konsequent die nächste Woche durch. Wer weiss, wie viel zusätzliche Energie Du plötzlich hast.


Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com

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6 comments

  1. Was auch extrem hilft und dir viel Zeit verschafft ist, das TV-Abo künden. Nach meinem Einzug in die neue Wohnung vor 2.5 Jahren habe ich das ohne TV-Abo getan. So habe ich als erstes auf die Bildnachrichten verzichtet. Dafür eine Wochenzeitung abonniert welche ausführlichere Berichte zu aktuellen Themen bringt. Wenn mich etwas noch mehr interessiert hat, gabs ja das Internet. Und aktuelles Geschehen bekomme ich am ehesten via Twitter mit. So lief zuminest der TV selten bis nie und ich konnte die Zeit anders nutzen.
    Jetzt habe ich seit knapp einem Jahr einen TV-Anschluss. Um mir ab und zu mal an einem Abend oder Sonntag Spielfilme anzuschauen.

    1. Oh ja – ich glaube, wenn man viel TV schaut, ist dies definitiv ein grosser Schritt. Ich benötige den Fernseher schon seit Jahren hauptsächlich um Fitnessdvds zu schauen – und vielleicht einmal im Monat mit Gästen eine DVD einzuwerfen :-)
      Liebe Grüsse
      Ariana

  2. Ein echt schöner Beitrag. Je weniger wir fernsehen, desto besser geht’s uns. Auch wenn das manchmal echt schwer ist. Ich versuch auch so wenig wie möglich zu schauen. Und wenn dann lieber Komödien und nicht die Nachrichten mit all den Schreckensmeldungen… Liebe Grüsse, Kati

    1. Liebe Kati
      Mir geht es genauso – wenn ich Fern schaue, versuche ich mich auch auf Komödien zu konzentrieren :-)
      Liebe Grüsse
      Ariana

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