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Ich bin doch nur Hobbysportler…

Ich freue mich total, Dir heute einen weiteren Gastbeitrag präsentieren zu dürfen. Johannes Poscharnig unterstützt mit seinem Blogprojekt Leistungs- und Hobbysportler auf ihrem Weg auf die oberste Treppe und hilft ihnen dabei, ihre Visionen Realität werden zu lassen.
Der Profisportler arbeitet als Mental- und Sportmentaltrainer und studiert Soziologie. Und heute erzählt er Dir ein bisschen mehr über Mentalttraining für Hobbysportler:

 

Ich bin doch nur Hobbysportler…

Diese Aussage habe ich schon von einigen Menschen gehört. Also warum um Himmels Willen soll ich mich dann mit Sportmentaltraining und Übungen beschäftigen oder dafür Zeit investieren?

Warum soll ich meditieren, visualisieren, mir Ziele setzen, Trainingspläne aufstellen oder mir auf dem Sportmentalblog Informationen holen?

Ich habe eine Gegenfrage an dich:
„Was möchtest du in deinem Leben erreichen?“
Viele Menschen in der Welt da draußen, haben keine Ahnung, was sie wollen oder wohin sie wollen, sie sind Passagiere ihres Lebens, anstatt selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und ihr Leben dorthin zu navigieren, wohin sie es wollen.

Natürlich ist das auch viel leichter. Jeder Mensch bleibt gerne in seiner Komfortzone, lässt Chancen verstreichen, weil sie ins Ungewisse führen, weil sie Dinge mit sich bringen könnten, die man nicht vorhersagen kann und die möglichweise auch das Leben beeinträchtigen können.

Doch was hast du zu verlieren?

Ich weiß selbst, es ist sehr leicht daher gesagt, dass du nichts zu verlieren hättest, weil du zumindest an Erfahrungen reicher wirst, mit jeder Niederlage also gewinnst.
Aber jeder Mensch möchte Erfolg haben, angesehen sein, auf der obersten Treppe stehen.
Die Frage, die du dir wirklich stellen solltest ist „Würde ich es in 1 Jahr, in 5 Jahren, in 20 Jahren am Ende meines Lebens bereuen, wenn ich es nicht versucht hätte?“

Ich bin selbst Spitzensportler und Nummer eins im Herrenflorett in Österreich. Für meinen größten Traum einmal Nummer eins der Welt zu werden, opfere ich vieles – Zeit, Geld, Nerven, Leidenschaft.
Ressourcen, die ich auch auf andere Art und Weise sehr gut einsetzen könnte. Außerdem kann mir keiner garantieren, auch wenn ich noch so talentiert und hoch veranlagt bin, dass ich dieses Ziel auch je erreichen werde.
Doch ich habe mich bewusst dafür entschieden, dieses Risiko auf mich zu nehmen, weil ich weiß, dass ich es später sehr bereuen würde, wenn ich dieses Vorhaben, meinen Traum von der obersten Treppe, nicht zumindest versucht hätte.

Zurück zum eigentlichen Thema, warum du dich überhaupt mit Sportmentaltraining beschäftigen solltest…

Zielsetzung:

Du kannst dich noch an meinen Vergleich mit dem Schiff erinnern? Du kannst die gleiche Methode der Zielsetzung, die du beim Sport benützt, auch in jedem Bereich deines Lebens einsetzen, damit du weißt, was du brauchst, um deine Ziele zu erreichen. Wie du dir genau ein Ziel setzt, habe ich in >>>HIER<<< genau beschrieben.
Nur so viel: Es sollte in der Ich-Form geschrieben sein, in Präsens, kurz und knapp gehalten sein und auf jeden Fall positiv klingen.
Also anstatt „Ich werde später nicht mehr gegen ihn verlieren.“ kannst du dir das Ziel setzen „Ab jetzt kann ich immer auf all meine Ressourcen zugreifen.“

Planung:

„Planung ist alles“, sagen manche, „vergiss Planung“ meinen andere.
Für mich macht es die gesunde Mischung aus. „Man kann Erfolg nicht auf Zufall aufbauen.“ soll Kaiser Franz Beckenbauer in einem Interview gesagt haben.
Du brauchst also sowohl im Sportmentaltraining als auch im Job oder in deinen Finanzen eine Planung, wohin du möchtest und welche Schritte du einsetzt, um dahin zu kommen.

Visualisieren:

Erfolgreiche Sportler visualisieren ihren Erfolg, immer und immer wieder.
Sie sehen sich, wie sie gewinnen, eine Medaille umgehängt bekommen, die Ziellinie erreichen, wie der Ball ins Tor einschlägt oder sie den Pokal endlich in die Höhe stemmen dürfen.

In ihnen macht sich ein gutes Gefühl breit. Es ist jedoch nicht sehr relevant, ob das Ereignis real oder noch nicht real ist, das Unterbewusstsein kann das nicht wirklich unterscheiden.

Jedoch speicherst du das Erfolgserlebnis ab, lernst es dadurch wieder abrufbar zu machen und kannst dich so mit der Zeit immer leichter in den gewünschten Zustand versetzen.
Das kannst du natürlich auch vor deinem Vorstellungsgespräch machen oder vor einer wichtigen Prüfung oder vor einer Rede. Auch hier wird dir diese Technik sicherlich helfen.

Deinen Weg verfolgen:

Erfolgreiche Sportler haben gelernt, sich zu vertrauen und ihren Weg zu verfolgen, egal was andere Menschen davon halten oder darüber denken.
Sie haben aber noch etwas gelernt: Sie haben gelernt, nicht alles zu persönlich zu nehmen, auf ihrem Weg auf die oberste Treppe.
Wer seinen eigenen Weg verfolgt, kann genauso scheitern, verlieren und untergehen oder auch einmal in ein Loch fallen.
Aber er wird immer wieder aufstehen, weil er von seiner Idee im Innersten überzeugt ist und sie mit vollem Einsatz verfolgt.

Wenn du deine Ziele, deine Vision von dir selbst, beharrlich verfolgst, wirst du deine Ziele auch erreichen. Auch wenn es bedeutet, dass du wieder ein paar Schritte zurück gehen und anschließend einige nach links oder rechts gehen musst.

Ich wünsche dir alles Gute beim Erreichen deiner Ziele und wünsche dir viel Freude dabei, deine Visionen von dir selbst zu verwirklichen.

Bleib‘ sportlich!

Dein,

Johannes.

PS.: Wenn du neugierig auf Sportmentaltraining und Persönlichkeitsentwicklung geworden bist, würde ich mich freuen, wenn du mich auf meinem Blog www.sportmentalblog.com besuchen würdest.

 

Wie stehst Du zu Mentaltraining?

 

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com

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12 comments

  1. hallo ariana! das ist wirklich ein super interessanter beitrag, schon lange vertrete ich ähnliche meinungen. leider funktionieren die links zum sport mental blog nicht. kannst du das bitte korrigieren? ich würde gern noch mehr zum thema lesen! vielen dank :-)

    1. Hallo Peggy
      Leider ist der Sportmentalblog momentan offline – d.h. die Links funktionieren normalerweise. Ich habe Johannes bereits informiert und bin sicher, dass er dies bald beheben wird.
      Liebe Grüsse
      Ariana

  2. Wer ein großes Ziel vor Augen hat, muss auch dementsprechend viel in die Erreichung dieses Ziels investieren. Aber ich glaube, im tiefsten Inneren ist jeder Mensch ein Visionär, der sich in einem bestimmten Bereich profilieren möchte – und deshalb auch bereit ist, sein bestes zu geben. Gerade im sportlichen Bereich braucht es viel Motivation und Disziplin, um sich von der durchschnittlichen Masse abzuheben. Trotzdem zahlt sich dieser Einsatz aus, den in jedem Menschen steckt ein Siegergeist!

    1. Hallo Dominik
      Vielen Dank für Deine netten Worte – ich glaube sobald man den Bereich gefunden hat, in welchem man wirklich etwas erreichen will, ist man zu deutlich mehr fähig, als man denkt.
      Liebe Grüsse
      Ariana

  3. Der Beitrag liest sich interessant

    1. Vielen Dank Sabrina :-)

  4. Hallo ihr beiden,

    was ich aus dem schönen Beitrag mitnehme?

    Vor allem den Satz:
    „Wer seinen eigenen Weg verfolgt, kann genauso scheitern, verlieren und untergehen oder auch einmal in ein Loch fallen.
    Aber er wird immer wieder aufstehen….“!

    Das ist eines meiner Mantras das mir immer wieder viel Kraft und Zuversicht verleiht….

    Erfolg ist nie garantiert – aber mit einer gesunden und liebevollen Prise Selbstreflektion kommt man immer wieder auf die Beine und bleibt nicht am Boden liegen.

    Viele Grüße aus München
    Andreas

    1. Hallo Andreas
      Vielen lieben Dank für Deine netten Worte, ich freue mich sehr, dass Dir der Beitrag gefallen hat!
      Liebe Grüsse
      Ariana

  5. Hallo,

    sehr schöner Beitrag der genau beschreibt was für auch für einen Hobbysportler wichtig ist:

    Sich ein Ziel setzen
    Einen Plan haben wie das Ziel erreicht werden kann

    Und die mentale Stärke steigt mit jedem Erfolg, auch die Misserfolge sind nicht umsonst, man kann daraus lernen und stärker wieder angreifen. Also immer schön den eigenen Weg verfolgen… ;-)

    Viele Grüße
    Oliver

    1. Lieber Oliver
      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast völlig recht – meistens wird man sogar hauptsächlich durch Misserfolge stärker :-)
      (und einen schönen Blog hast Du)
      Liebe Grüsse
      Ariana

  6. Hallo. Ich bin neu hier und lese mich gerade durch alle Einträge.
    Ich sage immer „Nur wenn wir über Steine steigen können, schaffen wir es auch auf zum Gipfel“

    Lg
    Maria

    1. Liebe Maria
      Das ist ebenfalls ein sehr schönes Gleichnis.
      Liebe Grüsse
      Ariana

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