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Kettlebell – Wie die Kugelhantel mein Leben veränderte

Heute habe ich etwas ganz Besonderes für Dich. Ich darf Dir einen wunderbaren Gästepost von Sebastian von “Vereinfache Dein Training” präsentieren. Ich lese seinen Blog schon sehr lange und bin immer wieder von den tiefgehenden Artikeln fasziniert. In diesem Artikel schildert er Dir, wie er seinen eigenen Weg gefunden hat – und dabei nicht nur seinen Körper, sondern auch sein Leben verändert hat:

Kettlebell – Wie die Kugelhantel mein Leben veränderte

Wenn ich heute zusammen mit Ariana einen warmen Kombucha-Tee trinken würde, würde ich ihr von meiner Begeisterung für die Kettlebell erzählen. Genau wie Ariana bin ich davon überzeugt, dass das Leben zu kurz ist, um Durchschnitt zu sein.

Dabei war ich es selbst über viele Jahre. Ich war der perfekte Durchschnitt. Mein Tagesablauf war Durchschnitt. Mein Training war Durchschnitt. Kurz, mein Leben war Durchschnitt.

Und natürlich waren die Erfolge in meinem Leben auch Durchschnitt.

Bis zu einem Tag

Ich stolperte im Internet über ein kleines Trainingsgerät und mein eigener Weg begann.

Die Rede ist von der Kettlebell. Das war vor fünf Jahren und rückblickend kann ich sagen, dass sich danach alles veränderte.

Ich behaupte nicht, heute irgendwie überdurchschnittlich zu sein, jedoch bin ich eines auf keinen Fall mehr: Durchschnitt.

In den letzten fünf Jahren wurde ich leistungsfähiger als der Durchschnitt, habe ein anders Spiegelbild als der Durchschnitt, denke anders als der Durchschnitt und gehe einer anderen Tätigkeit nach als der Durchschnitt.

Die Veränderung

Vom unterforderten Angestellten, der im traditionellen Fitnessstudio ohne großen Erfolg Tag ein Tag aus trainierte, HIN zum Kettlebell Trainer und leidenschaftlichen Blogger.

Mein Leben lang war ich angestellt. Erst zehn Jahre auf dem Bau als Stuckateur und danach einige Jahre in einer Logistikfirma. Früh aufstehen, den Tag über arbeiten, danach ein paar Stunden ins Fitnessstudio pumpen gehen und abends vor den Fernseher.

Den nächsten Tag genau das Gleiche. Kein schlechter Lifestyle. Ich habe gut verdient, sah irgendwie sportlich aus und war zufrieden. Durchschnitt halt.

Heute habe ich keinen Fernseher mehr, schreibe und lese täglich mehrere Stunden, bin leistungsfähiger und gesünder als je zuvor und gebe täglich Kurse, Trainings oder Seminare rund um die Kettlebell.

Kannst du das auch? Würde es bei dir das Gleiche sein? Vielleicht. Es ist mein Weg. Jedoch kenne ich heute viele Menschen, die erfolgreich einen ähnlichen Weg gehen.

Was ist passiert?

Ich habe meine Leidenschaft für ehrliches und einfaches Training gefunden und das Werkzeug ist die Kettlebell.

Sie brachte mir bei, wie ich meinen Körper als Ganzes fordere. Wie ich Bewegungen statt einzelner Muskeln trainiere und somit beweglicher, kräftiger und ausdauernder werde. Und sie entfachte in mir das Feuer, diese Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen.

Schreiben ist ein Weg, um mit Menschen in Kontakt zu treten. Kurse, Trainings und Seminare ist ein anderer.

Was ist überhaupt eine Kettlebell?

Ursprünglich war sie ein Wiegegewicht für Weizensäcke und andere Waren auf Märkten. Der erste bekannte Eintrag über die Kettlebell war 1704 in einem russischen Wörterbuch. In Russland hat die Girya (russisch für Kugelhantel) ihre Wurzeln.

Da sich beim Drücken, Schwingen und Jonglieren der Gewichte positive Effekte bei der Leistungsfähigkeit im Körper zeigten, wurde das Militär auf die Kugeln aufmerksam. Es hat sich sogar ein Sport rund um die Kettlebell entwickelt.

Wie du siehst, hat die Kettlebell eine lange Geschichte. Dass die Kugel zuletzt auch wieder bei uns mehr Beachtung findet, hat sie Pavel Tsatsouline zu verdanken.

Er war Ausbilder einer russischen Spezialeinheit und ist Ende der neunziger Jahre nach Amerika ausgewandert. Nachdem ein Artikel von ihm in der MILO, einem bekannten Magazin übers Krafttraining, in der Fitnessgemeinschaft Wellen schlug, ist an effektives Fitnesstraining ohne die Kettlebell in Amerika nicht mehr zu denken.

Kettlebell-Training: Das Fitnessgeheimnis der russischen Spezialeinheiten*” ist eines seiner bekanntesten Bücher. Er gründete 2001, zusammen mit John Du Cane (CEO von Dragon Door), die Kettlebell Trainer Ausbildung Russian Kettlebell Challenge (RKC). Diese gilt heute weltweit als der Goldstandard der Kettlebell Ausbildungen.

 

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Mein Weg

In den ersten Wochen habe ich jeden Artikel gesucht, den ich über die Kettlebell finden konnte. Meine erste Kugel bestellte ich mir natürlich auch.

Ich stellte schnell fest, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich mit ihr trainieren soll. Also besuchte ich ein Einsteiger Seminar im Kettlebell Training. Rückblickend eine meiner besten Entscheidungen. Wie viele Fehler ich beim Training machte, wurde mir in diesem Seminar sofort bewusst.

In den Wochen nach dem Seminar nahm ich weitere private Kettlebell Trainingsstunden und begann neben dem Job meine Freunde zu trainieren. Zusätzlich schrieb ich auf einem privaten Blog über meine Trainingserfahrungen.

Die Trainingserfolge von meinen Freunden und mir waren so faszinierend, dass ich mich entschloss, eine Trainerausbildung zu machen. Ich entschied mich für die Hardstyle Kettlebell Certification (HKC) von Dragon Door.

Im gleichen Jahr gründete ich meine Firma und eröffnete mein eigenen kleines Kettlebell Studio. Es folgten weitere Ausbildungen rund um die Kettlebell, der Umzug vom eigenen kleinen Studio in ein größeres Gym mit eigenen Trainern und noch mehr großartigen Mitgliedern.

Was ich auf meinem Weg gelernt habe

Finde deine Leidenschaft. Achte darauf, was dich in deinem Leben begeistert und dann mach mehr davon.

Bei mir war es die Kettlebell und das Training mit ihr. Dazu kam der Kontakt mit vielen motivierten und großartigen Menschen. Meine Leser, meine Kursmitglieder, meine Seminarteilnehmer und Trainerkollegen.

Ariana hat absolut Recht. Wir sind alle zu unterschiedlich. Jeder hat andere Interessen, Schwächen und Stärken.

Finde etwas was das Feuer in dir zum lodern bringt und greif an. Setz dir große Ziele und leg den Fokus auf Veränderung.

Vielleicht findest du sogar etwas, dass du mit anderen Menschen teilen kannst. Das Wertvollste und Schönste an meinem Weg ist, dass ich anderen Menschen dabei helfen kann, in eine gesündere Zukunft zu starten.

Finde deinen eigenen Weg. Es lohnt sich!

Um Ariana’s Tradition hoch zu halten, ist hier deine nächste Mission zum besten DU:

Nimm dir eine Minute. Denke einen kurzen Moment nach. Ist da etwas in deinem Leben, was jedesmal ein kleines Kribbeln im Bauch auslöst, wenn du nur daran denkst? Es gibt diese Dinge. Du musst sie dir nur bewusst machen. Sei in den nächsten Tagen besonders aufmerksam und leg den Fokus auf alles, was dich besonders interessiert oder anzieht.

Wer weiß, vielleicht findest du so DEINEN eigenen Weg. :-)

 
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Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com

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10 comments

  1. Ach, ich finde es immer so bewundernswert, wenn jemand es schafft, seine Leidenschaft auszuleben. Und in diesem Fall ist die Hingabe eindeutig herauszulesen.

    Ich selber suche nach, aber was solls, man kann ja in jedem Alter finden ;)

    1. Liebe Anna
      Ja – und manchmal macht die Suche genauso viel Spass, wie das Finden :-)
      Liebe Grüsse
      Ariana

  2. Wirklich angenehm zu lesen und sehr inspirierend! Ich wünsche weiterhin viel Erfolg! Lg Mäx

    1. Vielen Dank Mäx :-)

  3. […] Mit 29 Jahren bekam ich dann das erste Mal eine Idee, wie Training noch aussehen kann. Kettlebell sei Dank. […]

  4. Sehr schön beschrieben. Weiter so!

    1. Danke :-)

  5. Ich werde es nun auch mit den Kettlebell ausprobieren, werde
    jetzt die nächsten Tage anfangen und vielen Dank für den Artikel!

    1. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei!

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