Sport

Nie mehr Langeweile beim Laufen

Es handelt sich um einen Beitrag ohne Kennzeichnungspflicht. Mehr dazu hier.

Ich sollte wirklich wieder mehr Laufen gehen. Mein Arbeitskollege berichtet immer wieder von seinen wunderschönen Läufen. Ausserdem ist es gesund. Und die Sonne scheint sogar. Aber – nun ja – es ist einfach langweilig!

Kennst Du das?

Wenn Du ein begeisterter Ausdauersportler bist, wirst Du diese Gedanken mit Sicherheit nicht nachvollziehen können. Aber auch in diesem Fall kennst Du bestimmt jemanden, der so denkt. Die meisten Menschen, die nicht Joggen, erzählen mir als Grund nämlich, dass es einfach viel zu langweilig sei.

Ich muss gestehen – es gehört auch nicht gerade zu den Sportarten, die ich am allerliebsten ausführe. Da es sich aber hervorragend dazu eignet, Kondition aufzubauen, habe ich eine clevere Methode entwickelt, um mich auszutricksen. Langweilige Läufe gehören somit ab sofort der Vergangenheit an.

Wie Du das Laufen spannender gestaltest

Im Gegensatz zu anderen Sportarten ist Laufen unglaublich einfach. Du ziehst die Schuhe an und läufst los. Anschliessend wiederholst Du die selbe Bewegung für 30 Minuten bis hin zu mehreren Stunden – am Besten mehrmals pro Woche.

Im Gegensatz zu z.B. Teamsportarten, bei denen selbst Trainings spannende Wettkämpfe sind oder aber z.B. Klettern, bei welchem bei jeder Route ein kniffliges Rätsel gelöst werden muss, ist das tatsächlich etwas monoton. Dein Ziel ist nun also, diese Routine etwas aufzulockern.

Ich habe mir dazu 22 unterschiedliche Laufmethoden ausgedacht. Diese habe ich mir auf einer durchnummerierten Liste notiert. Jedes Mal wenn eine Laufeinheit ansteht, lasse ich Google eine zufällige Nummer generieren und picke die entsprechende Methode von der Liste – so gleicht keine Einheit der anderen. Du kannst die Methode natürlich auch auf Kärtchen schreiben und diese wie Lose aus einer Box ziehen – ganz wie es für Dich am Besten passt.

Die top 22 Strategien, für mehr Abwechslung beim Laufen

1. Trailläufe

Wenn ich diesen Punkt auf meiner Liste ziehe, schnappe ich meinen Laufrucksack und fahre mit der Strassenbahn bis ganz ans Ende der Stadt. Anschliessend suche ich mir Wanderwege aus – anstatt diese gemütlich zu begehen, jogge ich darauf. Besonders schön ist das natürlich, wenn Du ein paar Berge (oder Hügel) in der Umgebung hast. Warum der Laufrucksack? Da diese Einheit oftmals länger ist, mag ich es, auf dem Nachhauseweg ein trockenes T-Shirt anzuziehen und ein paar Snacks dabei zu haben.

2. Bahnläufe

Diese Variante ist genau das Gegenteil von Trailläufen. Statt eines besonders abwechslungsreichen Terrains suche ich mir eine Bahn aus – die meisten Sportplätze sind öffentlich zugänglich und wenn Du nicht gerade am Wochenende joggst, hast Du die Bahnen oftmals ganz für Dich alleine. Manchmal empfinde ich diese immer wiederkehrenden Runden als beruhigend – ausserdem ist der Untergrund angenehm, Du musst nicht viel dabei denken und Du kannst die Runde jederzeit abbrechen.

3. Barfusslaufen

Ich bin ja grundsätzlich nicht unbedingt ein grosser Fan vom Barfusslaufen. Aber ab und zu einmal eine kurze Einheit tut auch meinen Füssen gut. Meistens renne ich dafür erst einmal zu einer schönen Wiese oder einem Barfusslaufpfad, ziehe erst dort die Schuhe aus und geniesse 10 Minuten den Untergrund (laufend natürlich). Wenn Du öfter barfuss läufst, kannst Du diese Einheiten natürlich ausdehnen oder auch einfach mit Barfusslaufschuhen unterwegs sein.

4. Leitertraining

Für dieses Training brauchst Du einen Timer oder eine Uhr. Dabei rennst Du erst 1000 Meter, pausierst kurz, anschliessend 800 600, 400, 200 und 100 Meter. Wenn Du danach noch Energie hast, baust Du die Leiter wieder auf – und wieder ab – und wieder auf – und wieder ab…

5. Trimm Dich Pfad

Wenn es in Deiner Nähe einen Trimm Dich Pfad hat (oder einen Vitaparcours – wie es in der Schweiz so schön heisst), musst Du diesen unbedingt einmal testen! Gerade wenn Dich normale Läufe etwas langweilen, ist es eine hervorragende Abwechslung, wenn Du alle paar 100 Meter wieder eine Übung einbauen kannst. So etwas gibt es bei Dir nicht? Dann stell Dir einfach selbst einen „Pfad“ zusammen, indem Du ca. alle 500 Meter eine Body Weight Übung einbaust.

6. Bergsprints

Jetzt wird es anstrengender. Suche Dir einen Berg (oder einen Hügel – bei mir in der Umgebung sind es auch eher flache Steigungen) und gib jeweils beim „nach oben rennen“ so richtig Gas. Nach unten darfst Du anschliessend ganz gemütlich ausjoggen.

7. Treppenläufe

Treppenläufe sind nochmals eine eigene Kategorie und werden Dich so richtig, richtig fordern. Ich versuche schon im Alltag immer die Augen und Ohren offen zu halten, um perfekte Treppen zu finden. Im Idealfall sind die Stufen nicht zu hoch und nicht zu breit und es hat eher wenige Menschen. Kurven sind auch nicht unbedingt gewünscht. Ausserdem gilt: Je länger, umso grösser der Spass. Das Training selbst ist simpel: So schnell wie möglich nach oben rennen und anschliessend gemütlich nach unten auslaufen. Wenn Du besonders fit bist, kannst Du ab und zu auch eine Länge hochhüpfen.

8. Fahrtspiel

Beim Fahrtspiel suchst Du Dir jeweils einen markanten Punkt in der Umgebung und sprintest so schnell Du kannst bis zu dieser Stelle. Anschliessend läufst Du ganz gemütlich zum nächsten Punkt, nur um daraufhin wieder zu sprinten. Diese „Punkte“ können z.B. eine Wegkreuzung, ein Baum oder ein Stein sein.

Laufen Rennen Läuferin Joggen

9. Lauf ABC

Ich würde behaupten, dass fast alle Läufer, das Lauf ABC etwas vernachlässigen. Daher ist es ziemlich cool, wenn Du diesem nun eine eigene Laufeinheit widmest. Auch hier kannst Du immer z.B. 500 Meter laufen und anschliessend eine Übung (Anfersen, Seitlich laufen, überkreuzt laufen etc.) durchführen.

10. Zombie Run und andere Laufapps

Eine Zeit lang habe ich ziemlich viel mit Laufapps trainiert. Dabei hörst Du einerseits Musik (je nach App ist es Deine eigene oder aber diejenige der App) und dazwischen bekommst Du „Aufträge“ – z.B. so schnell wie möglich wegzurennen, weil Dich die Zombies verfolgen. Das hört sich in Theorie nun etwas seltsam an – macht aber in der Praxis unglaublich viel Spass.

11. Musikfreies Laufen

Gerade wenn Du normalerweise viel Musik beim Laufen hörst, ist es unglaublich spannend, diese einmal weg zu lassen. Versuche einmal, Dich einfach nur auf die Umgebungsgeräusche zu konzentrieren – besonders in der Natur kann das sehr beruhigend sein. Wenn Du das sowieso schon immer machst, drehst Du das Ganze einfach um und läufst einmal mit Musik – oder einem ganz anderen Musikstil.

12. Stadtwanderungen – Sightseeing

Wenn ich im Urlaub bin, finde ich es richtig genial, eine fremde Stadt laufend zu erkunden – Du kommst einfach so viel weiter, als wenn Du gehst und meistens ist alles richtig spannend. Das Gleiche kannst Du aber auch bei Dir zu Hause machen – meistens gibt es Reiseführer mit „Stadtwanderungen“ oder „Sightseeingtouren“ – versuch einfach einmal, so eine laufend durchzuführen und Dich dabei auf Deine Umgebung zu achten. Wetten, dass Du auch in Deiner Heimatstadt noch nicht ganz alles kennst?

13. Bike & run

Bei dieser Methode fährst Du erst einmal mit dem Fahrrad (Mountain Bike – Rennrad – wie Du möchtest) zum Ausgangspunkt – rennst dort eine Runde und fährst wieder zurück. Das klingt simpel – eröffnet Dir aber völlig neue Möglichkeiten, da Du einerseits zu anderen Lauforten kommst und den Körper ganz verschieden forderst.

14. Swim & run

Diese Methode funktioniert ähnlich wie der Bike & run – Du rennst zu einem Schwimmbad oder eine See, schwimmst dort ein wenig und rennst wieder zurück. Abwechslung und verschiedene Ausdauertrainings in einem.

15. Hindernisläufe

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Querfeldeinläufen, weil dieser der Natur nicht besonders gut tun. Statt dessen versuche ich bei diesem Lauf, jedes „Hindernis“ zu nützen. Ich balanciere auf Bordsteinen, springe über umgestürzte Bäume, weiche Ästen nicht aus, sondern bücke mich unter ihnen durch etc.

Laufen Rennen Läuferin

16. Figure Running

Von dieser Laufsorte habe ich erst kürzlich erfahren. Du rennst dabei mit einem GPS Tracker und versuchst, ein bestimmtes Bild auf der Landkarte zu zeichnen. Es gibt schon eine ziemlich grosse Laufcommunity, welche diese Bilder anschliessend online stellen – auch eine witzige Art, das Lauftraining etwas aufzulockern.

17. Lange und langsame Läufe

Manchmal nehme ich mir auch bewusst vor, so langsam wie gerade noch möglich, zu rennen und dafür länger unterwegs zu sein. Dies fordert den Körper wieder auf ganz andere Art und macht mir insbesondere an Tagen Spass, an denen ich mich nicht zu einem hochintensiven Training (wie Treppensprints) motivieren kann.

18. Hörbücher

Hörbücher sind supercool, wenn Du Dich komplett vom Laufen ablenken möchtest. Ich finde es immer relativ tricky, das passende Buch zu finden – schliesslich möchte ich nicht plötzlich den Thriller bei meiner abendlichen Laufrunde im Wald hören – ausser ich plane eine neue Rekordgeschwindigkeit auf dem Weg nach Hause.

19. Mit Freunden rennen

Grundsätzlich laufe ich lieber alleine – aber manchmal finde ich es auch ganz schön, Gesellschaft zu haben. Wenn ihr euch ein Tempo aussucht, bei welchem ihr beide noch gut plaudern könnt, vergeht die Laufzeit wie im Nu. Ausserdem hilft ein fix geplantes Laufdate ungemein dabei, den Schweinehund im Zaum zu halten.

20. Wege im Alltag erlaufen

Du hast einfach keine Zeit zum Laufen? Dann kombinieren das Training einfach mit Deinem Alltag und laufe z.B. von der Arbeit nach Hause. Oder zum Einkaufen. Oder zum Training. Von Freunden nach Hause. Wenn die Distanzen zu gross sind, kannst Du auch einfach ein paar Stationen früher aus dem Bus / der Strassenbahn steigen und nur ein Stückchen laufen. Natürlich braucht es dazu ein kleines bisschen an Organisation – aber mit einem vernünftigen Laufrucksack klappt das meistens ganz gut.

21. Fotolauf

Die letzten beiden Methoden sind konditionell nicht ganz so fordernd – aber es geht ja auch nicht immer darum, neue Bestzeiten aufzustellen. Beim Fotolauf nimmst Du Dein Handy mit und versuchst, alle tollen Motive fest zu halten. Besonders gut eignet sich dies auch in Kombination mit einem Sight Seeing Lauf oder einem Traillauf.

22. Müllsammellauf

Der Titel sagt eigentlich schon alles: Versuche während des Laufens immer wieder ein wenig Abfall aufzusammeln und wegzuwerfen. Am Besten geht das für mich, wenn ich bereits Handschuhe anhabe und z.B. am Laufrucksack oder an der Laufsacke einen kleinen Beutel befestige.

Welche Methode sagt Dir spontan am meisten zu?


Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Fotos von mir selbst. 

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One comment

  1. […] wir schon beim Thema Laufen sind – hast Du bereits meinen letzten Blogbeitrag entdeckt? So wird Dir garantiert nie mehr langweilig beim […]

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