Plauderei

Plauderei am Freitag: Warum ein Medium nicht genügt

Die meisten Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir nehmen fast immer den selben Weg zur Arbeit, schauen die selben TV-Shows (oder gar keine), rennen unsere Lieblingsstrecken, erledigen die selben Tätigkeiten nach dem Aufstehen und lesen unsere Lieblingszeitung. Gewohnheiten und feste Rituale geben uns einerseits Sicherheit und andererseits können wir diese Tätigkeiten ausführen, ohne bewusst daran zu denken – und ersparen unserem Gehirn dabei einiges an Arbeit. Gewohnheiten sind also grundsätzlich etwas Gutes.

Allerdings hat die ganze Sache auch einen Haken. Wenn Du nämlich immer die selben Zeitungen liest, die gleichen TV-Shows (oder Nachrichten) schaust und dich auf Deine Lieblingsmagazine konzentrierst, ist die Gefahr hoch, dass Du eine einseitige Sichtweise entwickelst. Oftmals haben diese Medien nämlich ihre Lieblingsthemen oder bestimmte Sichtweisen zu verschiedenen Gebieten. Selten werden dabei alle möglichen Ansichten abgedeckt. Manche Aspekte fallen einfach unter den Tisch. Genau das gleiche Problem entsteht zum Beispiel auch, wenn jemand von etwas sehr überzeugt ist (z.B. künstlichen Vitaminen). Er liest dann möglichst viele Studien, die belegen, dass diese künstliche Vitamine gut für ihn sind und wälzt möglicherweise einiges an Literatur. Aber nur in seltenen Fällen sucht er bewusst nach Studien, die belegen, dass diese Vitamine schädlich sind. Und riskiert dadurch, dass er wichtige Informationen übersieht.

Ich finde es sehr bereichernd, unterschiedliche Ansichten zu vergleichen. Dabei gehe ich so weit, dass ich versuche, mich immer wieder komplett neuen Themen zu öffnen – wer weiss, was sich alles wundervolles auf diesem Planeten versteckt.

Wie mache ich dies nun konkret?

Variation bei den Medienarten:

Eine Zeitung berichtet ganz anders als ein Blog – und der wiederum anders als die Tagesschau. Ich versuche daher, immer wieder zwischen den Medien abzuwechseln (auch wenn ich natürlich meine Vorlieben habe):

  • Zeitungen
  • Magazine
  • Online-Magazine
  • Online-Zeitungen
  • Blogs
  • Social Media
  • Nachrichten
  • TV-Shows und Dokumentationen
  • Bücher
  • Radiosendungen
  • TED-Talks

Variation innerhalb der Medien:

Auch hier versuche ich, immer wieder etwas neues auszuprobieren:

  • Blogs: Entweder direkt Blogs aus unterschiedlichen Themenbereichen in den Reader aufnehmen oder aber ein paar allgemeine Blogs, welche breit gefächert berichten, lesen
  • Zeitungen: Zwischen Gratis-Zeitungen und bezahlten Zeitungen, zwischen nationalen und internationalen und zwischen grossen und kleinen Herausgebern abwechseln
  • Magazine: Immer wieder einmal ein Magazin über ein völlig fremdes Thema lesen (wie wäre es mit Wein? Inneneinrichtung? Angeln?)
  • Social Media: Hier ist es relativ einfach, möglichst unterschiedlichen Personen zu folgen
  • Nachrichten: Zwischen unterschiedlichen Ländern abwechseln – und auch unterschiedliche Tageszeiten oder Wochentage machen einen Unterschied
  • Bücher: Immer wieder einmal durch die Neuerscheinungen oder die Bestsellerlisten scrollen und sich auch an ein ganz fremdes Thema wagen
  • TED-Talks: Ich sehe mir täglich einen kurzen Talk an und bin begeistert, was für unterschiedliche Themenbereiche abgedeckt werden.
Wie informierst Du dich?

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com

Dir hat der Artikel gefallen? Dann teile ihn mit Deinen Freunden:
Tags:

2 comments

  1. Wenn du schon die TED-Talks erwähnst, mache ich jetzt klammheimlich Werbung für andere hier: tedxbasel.com ;) Irgendwie muss ich mir das zwar noch einrichten, dass ich am 09. Mai in Basel live dabei bin aber vorfreuen kann man sich ja schon

    1. Ooooh – Ted Talks kommen nach Basel? Das hört sich ja ganz toll an, vielen Dank für den Hinweis. Ich habe mich dort schon einmal für mehr Informationen eingetragen.
      Ganz liebe Grüsse
      Ariana

Ich freue mich sehr über Deine Rückmeldung. Bitte beachte dazu die Hinweise zum Datenschutz unter "Impressum und Datenschutz".

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.