MotivationPlauderei

Von hier und von dort: Perspektivenwechsel

Neid, Missgunst, die schwarzen Ketten der Versagensangst – wie oft beeinflussen Dich diese Gefühle? Wirst Du von ihnen gelähmt? Verderben sie Dir den Tag? Oder bist Du fähig, Dein Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten?

Du liest diesen Artikel. Das bedeutet schon einmal, dass Du zu den privilegierten Menschen auf dieser Erde gehörst. Vielleicht leidest Du unter ein paar Kilos zu viel – aber dafür sind Dir die Gefühle der Verzweiflung, wenn Du oder noch schlimmer, Deine Kinder, wieder unter nagendem Hunger leiden, unbekannt. Möglicherweise fühlst Du Dich ausser Form – aber Du bist in der Lage, Treppen zu steigen, Deine Arme und Hände zu bewegen und Du siehst wahrscheinlich auch die glitzernden Schneehütchen auf den Bergen. Du könntest rennen, wenn Du wolltest.

Möglicherweise bist Du auch gerade einfach unzufrieden mit Deinem Leben. Der Job nervt, die Beziehung kriselt und der Sinn des Lebens lässt sich nicht immer ganz entschlüsseln. Gleichzeitig sind das alles nur Kleinigkeiten – betrachtet man die Probleme, mit welchen andere Länder momentan zu kämpfen haben.

Selbstverständlich ist es trotzdem ok, manchmal deprimiert zu sein, genervt oder eifersüchtig. Nur weil es immer jemanden gibt, dem es noch schlechter geht, nimmt das Deinen Problemen nicht ihre Daseinsberechtigung. Aber anders gefragt: Willst Du denn überhaupt, dass Deine Probleme eine Aufenthaltsbewilligung in Deinem Leben erhalten? Wäre es nicht schöner, wenn Du sie mit einer einfachen Technik zumindest etwas verkleinern könntest?

Mir hilft hierbei oft ein Perspektivenwechsel. Ein Lauf ganz alleine in der Natur kann herrlich entspannend sein (wenn man an das Gute in den Menschen und in der Natur glaubt) oder völlig beunruhigend (wenn man zu viele Nachrichten über Gewalttäter und Unfälle gelesen hat). Wenn ich mich mit superfitten Freunden (oder Stars) vergleiche, fühle ich mich meistens eher unsportlich (ja, das gibt es!). Aber wenn ich dann sehe, wie viele Leute viel weniger Sport machen, fühle ich mich wieder besser. Du kannst Dich nach oben vergleichen oder nach unten. Du kannst das Vergleichen auch lassen und Dich statt dessen inspirieren lassen. Du kannst ein Problem aus Deiner Sicht betrachten oder aus der Sicht eines Aliens im Weltraum. Du kannst Dich in Schwierigkeiten verstricken oder Dir überlegen, wie das momentane Knuddelmuddel wohl in 10 Jahren aussehen würde.

Es gibt unzählige Arten, wie Du die Perspektive wechseln kannst. Von hier nach dort. Und dort hinüber. Alles was Du dafür tun musst, ist lediglich umzudenken. Und das kannst Du – zum Denken ist das Gehirn schliesslich gemacht.

 


 

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com / Bild von Kamil Szybalski/ Unsplash

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2 comments

  1. Danke für diesen Post.

    Tatsächlich bin ich gerade nicht so ganz glücklich, weil es eben ein ganz großes Problem mit meinem Körper gibt ( ich selbst merke es nicht, aber meine Mitmenschen leiden & dieses Wissen, dass andere durch meine Gesellschaft negativ beeinträchtigt werden, macht mich fertig), meine Beziehung mich belastet und die Arbeit langweilig ist. Aber du hast Recht – verglichen mit armen Menschen, die hungern oder aus ihrer Heimat fliehen müssen, lebe ich auf Wolke 7. Und genau deswegen würde ich auch immer noch behaupten, dass ich zufrieden mit dem Leben bin 🙂

    Liebe Grüße

    1. Liebe Tabea
      Das klingt doch nach einer guten Schlussfolgerung. Ich glaube, selbst wenn man dann im Vergleich mit seinem Leben zufrieden ist, bedeutet das ja nicht, dass man es dann nicht optimieren kann. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass aus den Baustellen bald wieder ein blühender Garten wird.
      Liebe Grüsse
      Ariana

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