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Warum Yoga auch etwas für Dich ist

Ich habe mir lange überlegt, ob ich diesen Artikel verfassen soll. Denn wenn ich an Yoga denke, sehe ich immer einige meiner Lieblings-Yoga-Instagramer vor mir. Der Kopfstand gehört zu den sicheren Basics – es wird auf den Händen balanciert, die Beine miteinander verknotet und graziös in den Spagat gerutscht. Meistens auf so stabilen Untergründen wie schwimmenden Surfbrettern oder glitschigen Steinen in einem See.

Und während ich diese Yogis wirklich aufrichtig bewundere, bin ich doch weit von diesen Fähigkeiten entfernt. Und wahrscheinlich werde ich auch nie einarmig auf einem Surfbrett balancieren (auf jeden Fall nicht länger als eine halbe Sekunde). Aber ich schreibe diesen Artikel trotzdem.

Denn Yoga ist für alle da. Nicht nur für die superbeweglichen. Nicht nur für die schlanken. Die jungen. Oder die besonders kräftigen. Sondern auch für Dich und mich!

Warum ist Yoga eine gute Idee für Dich?

Yoga wird immer wieder als Wundermittel angepriesen. Es hilft Dir dabei, schöner zu werden. Deine spirituellen Ziele zu erreichen. Und es verbessert Deine Performance. Eigentlich ist dies ein guter Grund, um langsam skeptisch zu werden. In diesem Fall ist die Antwort jedoch beinahe banal: Es gibt so viele unterschiedliche Formen von Yoga, dass es beinahe für jedes Ziel ein passendes Angebot gibt. Und oftmals erreichst Du plötzlich Dinge, welche ursprünglich gar nicht Dein Ziel waren. Vielleicht wolltest Du einfach ein bisschen stärker werden. Und merkst plötzlich, wie viel mehr Liebe Dein Leben durchströmt. Oder Dein ursprüngliches Ziel war, den stressigen Arbeitsalltag hinter Dir zu lassen. Und Du freust Dich darüber, dass Du auch viel seltener krank bist. Eine kleine (nicht komplette) Liste von den Vorteilen gibt es hier – einfach weil ich Listen liebe :-)

  • Yoga macht Dich beweglicher – auch wenn dies momentan noch in weiter Ferne scheint.
  • Yoga kräftigt Deine Muskeln.
  • Yoga hilft Dir dabei, wieder ganz auf Deinen Körper zu hören und ihn wahrzunehmen.
  • Yoga hilft Dir dabei, besser mit Stress umzugehen. Dies führ zu extrem vielen gesundheitlichen Vorteilen (besseres Immunsystem, besserer Schlaf, Abnahme).
  • Yoga verbessert Deine Atmung…
  • …. und Deine Balance.
  • Yoga kann Dir dabei helfen, Deine Spiritualität zu entdecken…
  • … oder ein richtig schweisstreibendes Workout sein.

Wie beginnst Du damit am besten (wenn Du kein typischer Yogi bist)?

Die einfachste Antwort auf diese Frage lautet natürlich: In einem Kurs. Dort hat es einen Trainer, welcher Dich korrigiert, Du wirst durch ein Workout geführt und lernst noch nette Menschen kennen (hoffentlich).

Aber wie so oft ist die einfachste Antwort nicht immer die richtige. Denn Kurse sind nicht unbedingt für jeden die beste Möglichkeit. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass ich dort viel zu wettkampforientiert werde. Ich schiele dauernd nach links und rechts und versuche noch etwas tiefer in die Übung zu gleiten als meine Nachbarin. Was ja irgendwie dem Sinn und Zweck widerspricht. Und gleichzeitig bin ich danach deprimiert, wenn ich die Leistungen vergleiche.

Wenn Du also auch aus einem persönlichen Grund nicht in ein Studio möchtest, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • a) Du hast schon einmal etwas (ähnliches) trainiert
    In diesem Fall lege ich Dir die Seite Do Yoga With Me ans Herz. Du findest dort unglaublich viele kostenlose Yogavideos von den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Natürlich könntest Du auch mit einem Buch trainieren – ich finde es jedoch einfacher, wenn ich den Bewegungen quasi „live“ folgen kann.
  • b) Du bist ein kompletter Neuling
    Es kommt zwar selten vor, dass man sich beim Training Zuhause verletzt – aber wenn es gerade Dich betrifft, nützen Dir die Statistiken nichts. Daher möchte ich Dir in diesem Fall unbedingt empfehlen, zuerst ein paar Stunden bei einem Trainer zu buchen (oder mit einer fortgeschrittenen Freundin zu trainieren), bevor Du ganz alleine loslegst. So kennst Du bereits einige Übungen, weisst worauf Du achten musst und hast die schlimmsten Fehlerquellen ausgemerzt.

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Den Yoga Lifestyle geniessen

Yoga ist mehr als nur komplizierte Verrenkungen :-) Mir gefällt dabei, dass Du Dich einerseits wirklich nur auf die körperliche Praxis konzentrieren kannst. Und dies auch völlig okay ist. Andererseits kannst Du Yoga auch zu einem Lebensstil machen. Vor kurzem habe ich zum Beispiel ein Yogastudio entdeckt, welches Kunst und Yoga miteinander verbindet: Artyoga. Dabei werden die Stunden in immer neu gestalteten Räumlichkeiten durchgeführt. Dass dort auch noch vegetarische Kochkurse und Meditationen durchgeführt werden, ist quasi das Sahenhäubchen auf dem Kuchen. Da ich leider nicht in der Nähe wohne, würde es mich interessieren, ob Du vielleicht aus Hamburg kommst und das Studio bereits ausprobiert hast?

Aber selbstverständlich sind die Kochkurse erst der Anfang – es gibt passende Kleidung, Naturkosmetik und entsprechende Reisen. Und während sich diese Punkte alle erst einmal sehr materiell anhören, sind sie doch gerade durch die innere Einstellung geprägt. Es geht um Liebe, Verständnis, Mitgefühl, Dankbarkeit und Freude. Und wer könnte davon nicht eine zusätzliche Portion gebrauchen?

Was sind Deine Erfahrungen mit Yoga?

 

Zum Weiterlesen: Eine Yoga-Buch-Empfehlung

 


Deine nächste Mission zum besten DU:
Wenn Du bereits Yoga machst, möchte ich Dich lediglich inspirieren, die nächste Einheit noch in den nächsten 5 Tagen durchzuführen. Und wenn nicht, ist dies eine gute Gelegenheit, um einmal in einen Kurs hereinzuschnuppern – und sei es nur virtuell.


 

Dieser Artikel erschien auf www.eigenerweg.com

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2 comments

  1. Liebe Ariana,

    ein schöner Artikel – genau so ist es. Yoga ist für alle da und hilft auch jedem – bei was auch immer er erreichen möchte. Ich bin zum Yoga gekommen, weil ich Rückenprobleme habe und mir Yoga mehrfach empfohlen wurde. Ich hatte das unglaubliche Glück, gleich zu Beginn eine Lehrerin zu finden, die auf meine Probleme einging und immer einen Plan B hatte, wenn eine Bewegung nicht funktionierte. Wer das Gluck nicht hat, muss genau hinsehen. Wenn man beim Yoga Schmerzen hat oder es einen überfordert, ist es nicht der richtige Lehrer oder nicht die richtige Yogarichtung. Muskelkater am Tag danach ist allerdings erlaubt :-)

    Dranbleiben!
    Liebe Grüße
    Vera

    1. Liebe Vera
      Es freut mich sehr, dass Dir mein Artikel gefällt und vor allem, dass du direkt am Anfang einen Yogastil gefunden hast, welcher so gut zu Dir passt. Ich hatte am Anfang immer wieder einmal etwas „zu“ schwierige Richtungen ausprobiert und mich danach verwirrt gefragt, weshalb alle diesen Sport so toll finden :-) Mittlerweile weiss ich es besser.
      Ganz liebe Grüsse
      Ariana

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